13. Hallesches MädchenSchachTurnier

Wenige Teilnehmerinnen, wenige spielerische Höhepunkte

Lag es an der Unglückszahl „13“ oder am Ferienbeginn? Fakt ist nur eins: ausgerechnet auch noch 13 Teilnehmerinnen am 13. Halleschen Mädchenturnier war ein enttäuschender Rahmen für die Veranstalter. Ein u8- Turnier kam gar nicht zustande, bei nur zwei gemeldeten Mädchen, sie mussten bei der AK u10 mitspielen.

Cathrin - Helen

Cathrin – Helen

Doch die beiden Jüngsten hielten in der nächsthöheren Altersklasse gut mit. Das gilt nicht nur für die erst 7- jährige Cathrin Dietz (GS Neumarkt), die ihr erstes Turnier überhaupt spielte, sondern besonders für Helen Lischka. Beide versuchen natürlich ihren Geschwistern nachzueifern und bei Helen Lischka gelang das mit dem Sieg in der AK u8 und Platz 2 im Gesamtturnier und 4 Siegen aus 5 Partien recht eindrucksvoll. Sie unterlag, in der 3. Runde, nur der späteren Siegerin der AK u10, Alyson Kniesche (beide USV Halle).

Unter der strengen Aufsicht von Florian, der dankenswerterweise einige Partien notierte, und Kristin spielte aber auch Cathrin Dietz, noch etwas zu schnell, aber mit viel Eifer und ganz gut. Gleich in der 1. Runde kam sie, gegen Yara Alabdulla (GS Friesen) zum Erfolg und in der letzten Runde erkämpfte sie sich ein Remis (Patt) gegen Laura Neutsch (GS Astrid Lindgren Schkopau).

Nun aber zu den zwei Teilnehmerinnen vom SV Roter Turm.

Tessa

Tessa

In der AK u10 war das Tessa Meurer. Sie bekam es gleich in der 1. Runde mit der späteren Siegerin, Alyson Kniesche, zu tun und stand, nach 25 Zügen, mit Turm und Springer mehr, einfach klar auf Gewinn (+9,0). Doch bei unglaublich hohem Spieltempo kamen dann, kurz hintereinander, drei Fehler mit Figurenverlusten und im 35. Zug sogar das Matt mit Springer und Turm(!), nach knapp 20 Minuten Gesamtspielzeit. Nur 10 Minuten benötigte sie in Runde 2 gegen Laura Neutsch, klar überlegen, mit Mattplan mit Dame und Turm. Mit starkem eigenen Angriff, aber eben wieder zu schnell, spielte sie in der 3. Runde gegen Rene Schulemann. Plötzlich hatte sie eine Figur weniger und unterlag, nach nur 12 Minuten. Nur 7 Minuten Gesamtspielzeit und der Sieg mit Springer und Dame gab es dann gegen Yara Alabdulla (2 Minuten eigene Bedenkzeit!), bevor sie dann in der letzten Runde auf Helen Lischka traf. Dieses Mal hatte sie schnell eine Figur weniger und unterlag dann deutlich und blieb, als Vierte dieser AK, enttäuscht, ohne Medaille.

Das im letzten Jahr so gutklassige OPEN wurde in diesem Jahr besonders von den Absagen geprägt. Am Spieltag kündigten mit Elisa Prudlik und Anastasia Voigt noch zwei Spitzenspielerinnen ihre Teilnahme und so wurde Charlotte Derling zur unfreiwilligen klaren Favoritin gegen die beiden Sangerhäuser Herausforderinnen Mia Nierenberg und Lucie Schliebe. Doch beim ersten Auftritt von Charlotte, in der 2. Runde, sah das gar nicht so aus. Nach einem starken Mattangriff gegen Mia Nierenberg musste sie nach Figureneinsteller sogar um das Remis kämpfen. Ein Freibauer rettete Charlotte den Sieg in der ersten Partie, die restlichen drei Spiele jedoch meisterte Charlotte relativ sicher und wurde, ungeschlagen, Turniersiegerin. Da es im direkten Vergleich der beiden Spielerinnen aus Sangerhausen ein 1:1 gegeben hatte, wurden zwei Silbermedaillen vergeben. Zuvor hatte Mia, in der 5. Runde, durch drei Remisangebote, im 1., 2. und 4. Zug gegen Charlotte einen halben Punkt zu ergattern, doch ohne Erfolg. Charlotte gewann diese Partie nach nur 14 Zügen durch Aufgabe.

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