4. Spieltag Kreisliga Mitte

Erfolgreicher Ausflug nach Teutschenthal

Nelly hat sicher einen neuen Bedenkzeitrekord aufgestellt, denn ihr Gegner hatte bereits nach 5 Minuten (ohne Inkrement) bzw. 30 Minuten totaler Spielzeit nur noch den König auf dem Brett.
Begonnen hatte es im 6. Zug, als sie den Damespringer geschenkt bekam; der Rest Formsache.
Am zweiten Brett machte Johann zwar nahezu alle positionellen Fehler – Abtausch Bauernstruktur, offene Linie, 2. Reihe, Koordination der Figuren – als ob er beweisen wollte, wie man sich schlechter aufstellt. Umso großartiger sein Doppelturm-Endspiel, in das er aus einer klaren Verluststellung abwickeln konnte, da sein Gegner mit den Mattmöglichkeiten nichts anfangen konnte. Remis.
Jens am Brett 4 spielte solide. Sein Gegner zeigte schon schnell (1. d4; d5 2. e3), dass er heute eher friedlich unterwegs ist. Nachdem beide gut aus der Eröffnung herausgekommen sind, war eine Stellung, die für beide Seiten Chancen bot, wie die unmittelbar anschließende Analyse ergab. Deshalb ist das Friedensabkommen sehr in Ordnung, da es ja bereits mindestens 1 Mannschaftspunkt bedeutet.
Interessant und anschauenswert war die Partie am Brett 1. Anton mit Weiß überraschte mit e4, aus dem sich ein Drachen entwickelte. Sein Gegner machte jedoch einige Züge, die eher als Abwartezüge zu verstehen sind. Da es in offenen Spielen grundsätzlich, besonders jedoch im Drachen um Zeit geht, war es schön anzusehen, wie Anton die Tempi in Stellungsvorteil ausnutzte. Im Mittelspiel drohte er mit Standardplänen und forcierte so taktische Stellungen, die er mit Figurengewinn abschloss. Sein Gegner hoffte zwar noch auf zwei verbundene Freibauern am Königsflügel, wahrscheinlich aber eher auf einen Blackout. Antons technisch sauberes Weiterspielen zwang ihn zur Aufgabe und bescherte uns den 3:1- Mannschaftssieg. Frank Pietsch

Starker Auftritt der Dritten in Reideburg

Nach dem Unentschieden gegen den USV VI kam die dritte Mannschaft unseres Vereins, mit starken Partien, beim Reideburger SV 1990 V, in nur zweieinhalb Stunden, zum ersten Sieg. Doch zunächst geriet die Mannschaft, nach durchweg gutem Beginn, in Rückstand. Matti Kemper hatte gegen Bernhard Bönisch sehr offensiv begonnen (16. …Lxh2+), übersah dann aber einen Mattangriff mit Dameopfer auf der f- Linie. Doch nur wenige Minuten später sorgte ein stark spielender Karl-Josef Mielewsky für das 1:1 (nach 70 Minuten). Schon in der Eröffnung hatte er Material gewonnen und sein Mattangriff mit zwei Riesenläufern und der Dame brachte einen weiteren Turm und wenig später die Aufgabe seines Gegners David Flucke, der in der Runde zuvor immerhin Nelly besiegt hatte.

Jaron

Jaron

Etwas komplizierter war es bei „Familie“ Rumpold. Allerdings erhielt ich selten so viel Lob zum Spiel von Jaron am Spitzenbrett von seinem Gegner Rainer Lüdigk („Ich habe noch nie so einen starken jugendlichen Gegner gehabt…“. Inzwischen kombinierte sich Daniel Rumpold, am 4. Brett, mit schwarzer Dame und Turm auf der 2. Reihe zum Sieg. Ein Turmeinsteller seines Gegners kam dazu und die Aufgabe einen Zug später. Am ersten Brett einigte man sich schließlich, nach wirklich toller Partie von Jaron, der leicht besser stand, auf Remis und so gab es, mit 2,5:1,5 den ersten und hochverdienten Sieg der Dritten!

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