Deutsche Vereinsmeisterschaft AK u10 (komplett)

Deutsche Vereinsmeisterschaft AK u10 – Tag 1

Eine Hälfte mit dem Auto, die zweite, nicht ganz vollständige, Hälfte mit dem Zug. Der SV Rote Turm Halle ist auch 2017 mit zwei Teams bei der Deutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaft der Altersklasse u10 in Magdeburg vertreten. Erneut konnte die Turnierleitung mit 80 Mannschaften eine Rekordbeteiligung vermelden.

Gespielt wird auf zwei Etagen. Langsam muss man sich allerdings fragen, ob sich der Veranstalter nicht übernimmt, meist sind Org.-Mängel die Folge zu Lasten der Kinder. Längere Betreuerbesprechung mit so wichtigen u10- Themen wie: Was ist, wenn das Blättchen gleichzeitig fällt? Wer hat dann gewonnen? Und natürlich wieder mal das leidige Problem: wer ist Mannschaftsführer? Doch nicht etwa ein Kind?
Dann wurde verkündet, es gibt keine Vereinsduelle, auch gut. Kurz vor der Runde gab es dann eine interne Mannschaftsbesprechung mit allen und dann konnte es, nach einigen Begrüßungsansprachen, u.a. von Andreas Domaske, losgehen. Für unsere 1. Mannschaft gleich mit einem Landesduell: Schachzwerg Magdeburg I. Doch zunächst rückte unsere 2. Mannschaft in den Mittelpunkt: LIVE gegen die an Nummer 4 gesetzte Mannschaft aus Muldental Wilkau-Haßlau I, mit einer WM-Teilnehmerin an Brett 2: Saskia Pohle (DWZ: 1556). Bei beiden Mannschaften war es ein sehr guter Beginn, wenn man von der defekten Uhr bei Nelly Adelmeyer mal absah. Besonders Georg begann am 1. Brett gegen Karl Böhm (DWZ: 1535/ 7. der DEM 2017 in der AK u10m) mit guten Ideen, gewann einen Bauern. Auch Jaron startete gut gegen die Favoritin.
Im Spiel gegen die Schachzwerge dominierte Nelly von Beginn an, bekam früh einen Springer einfach geschenkt und auch Johann erhielt von Gianluca Currenti eine Dame. Nach rund 90 Minuten spielten alle 8 noch. Nur Frederik Fiedler hatte, im Ersatzspielerturnier sehr schnell verloren (übersehenes Matt) und durfte dann mit Matti Adelmeyer auswerten und arbeiten!
Dann fielen die ersten Entscheidungen. Nelly gewann, nach 59 Zügen gegen Jonathan Schlange und auch Johann war erfolgreich. Es stand 2:0 und alle schauten nun zu Joris, der zwar mit Leichtfigur mehr, so seine Schwierigkeiten hatte. Doch mit 2 Türmen brachte er das 3:0.
Noch nicht viel getan hatte sich zu dieser Zeit bei unserer Zweiten. Allerdings fielen dann die Entscheidungen innerhalb von 10 Minuten. Jaron, jetzt mit Läufer und Bauer weniger, tauschte auch den letzten Turm ab und unterlag, leider auch Georg, nach abgelehntem Remisangebot, nach Zeit. Am 4. Brett hatte Janosch das Endspiel mit zwei Türmen gegen Dame und Springen, doch zunächst ging auch Friedrich Boye im Angriffswirbel unter. Sein Gegner umschiffte die letzten Pattfallen. Doch die Höhepunkte zum Schluss. Janosch Berger fand mit den Türmen ein Schach mit Dame- und Springergewinn und sorgte mit Turm und neuer Dame für den verdienten Ehrenpunkt einer toll spielenden und kämpfenden Mannschaft, die ich nur toll loben konnte. Zu dieser Zeit spielte Anton Kageler die letzte Partie der Runde gegen Valentin Udelnow. Es war ein Zeitnotduell, indem beide unverständlicherweise weiter aufschrieben. „Anton verliert nach Zeit, er hat nur noch 30 Sekunden…“, meinte Nelly noch. Da geschah das Unfassbare! Beim letzten Zug von Antons Gegner „stand“, nach dem Aufschreiben des Zuges die Null auf der Anzeige, Blättchenfall!, Anton hatte aber noch 2 Sekunden!! Also 4:0, was für ein Ende und was für ein Einstieg in dieses Turnier.
Genau eine halbe Stunde Pause blieb zwischen den Runden, dann begann Runde 2. Die erste Mannschaft bekam es mit der Stader SV zu tun, die Zweite mit dem SV Hemer. Die erste kam in knapp 50 Minuten zu einem 2:2, was sich ein bisschen wie eine Niederlage anfühlt. Ich erfuhr nur, dass Joris und Anton gewonnen haben und Johann schnell und Nelly zuletzt verloren haben, ein erster Dämpfer also. Nur Erfreuliches in Runde 2 hingegen von der Zweiten, erstmals mit Frederik am 4. Brett. Zwar machte er nur Kreuze auf seinen Notationszettel, aber er gewann! Friedrich sorgte, nach einer Stunde, klar überlegen für das 2:0 und Jaron sicherte, mit drei Figuren mehr, den ersten Mannschaftserfolg. Dann musste man aber um Georg bangen. Wieder spielte er stark, fand ein Schachgabel mit Damegewinn und tat sich dann lange schwer. 2,13 Minuten vor Blättchenfall ließ sich sein Gegner, Luca Avram, dann „freiwillig“ Matt setzen. Also ein deutliches 4:0. Janosch unterlag leider, im Ersatzspielerturnier, durch Figureneinsteller. Matti wertete mit vielen auch noch aus und ich muss mir erstmal Partien anschauen.

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