1. Finalspiel Landesliga u12 (akt. 07.11.18.)

Knapper wichtiger Auftaktsieg

Mit etwas Verspätung begann, zum Saisonauftakt, bereits die Finalrunde. In Magdeburg traf unsere erste u12- Mannschaft auf den zweiten Vorberechtigten, die Schachzwerge Magdeburg. Beide konnten in Bestbesetzung antreten. Von Anfang an entwickelte sich an allen vier Brettern ein verbissener Kampf.

Nelly & Anton

Nelly & Anton

Besonders am 1. Brett setzte der gut vorbereitete Arne Herter Anton am Königsflügel stark unter Druck. Anton verteidigte sich geschickt und Arne fand wohl nicht immer die beste Fortsetzung. Am 3. Brett tauschte Jaron, ab dem 11. Zug mit Mehrbauer, gegen Johannes Petzold, alles ab, ging in ein Endspiel Läufer gegen Springer und stand leicht besser. Auch bei Nelly am 2. Brett wurde schnell alles abgetauscht. Nelly spielte ideenreich und aktiv und hätte im 17. Zug einen Turm gewinnen können. Was aber blieb war ein Endspiel mit je 5 Bauern und gleichfarbigen (schwarzfeldrigen) Läufern, das volle Konzentration von beiden erforderte. Nach 90 Minuten sah alles sehr nach einem 2:2 aus. Doch nach knapp zwei Stunden fiel zunächst eine Vorentscheidung an Brett 4. Georg, nur zu Beginn im Vorteil, dann materiell gegen Jonathan Schlange immer leicht im Rückstand, hatte gerade einzügig einen Läufer eingestellt. Doch er kämpfte mit verbundenen Türmen weiter gegen das starke Läuferpaar und einen schlafenden und einen aktiven Turm, blieb selbst aktiv, vergab aber in der Folge einige gute Remischancen. Zunächst gewann er jedoch einen Läufer zurück, musste dann aber, kurz nach der Zeitkontrolle, die Türme tauschen und gab mit einem falschen Königszug praktisch auf. Nach knapp drei Stunden gab er auf. Doch die Führung der Schachzwerge währte nur wenige Minuten. Dann hatte Jaron Rumpold, der zuvor seinen Läufer gegen einen gefährlichen Freibauern geben musste, mit aktiverem Endspiel seinen h- Bauer (vor allem durch zwei Freibauern, überlegte Königszüge und mit etwas Glück) verwandelt und für den Ausgleich gesorgt. Bei Nelly gegen Valentin Udelnov waren am Ende drei Figuren übriggeblieben: beide Könige und Nellys Läufer. Alle Bemühungen von Nelly, den Randbauern zu verwandeln, waren gescheitert, also Remis und 1,5:1,5.
Das Endergebnis hing nun an Anton. Nach einem Fehler von Arne krönte er die starke Leistung des Quartetts. „Er hat eine Leichtfigur eingestellt…,“ meinte Anton nach über dreieinhalb Stunden. Zugegeben, auch mit ein wenig Glück, gewann unsere Mannschaft diesen Wettkampf knapp mit 2,5:1,5. Aber Glück hat ja bekanntlich nur der Tüchtige.

Achtbares Unentschieden der Zweiten

Am ersten Spieltag in der Landesliga u12 gelang unserer zweiten Mannschaft ein wichtiges Unentschieden gegen die favorisierten Gegner von USV Halle.
Joris Wähler konnte sich schnell eine bessere Stellung mit zwei Mehrbauern erarbeiten. Nach dem Tausch von Schwerfiguren ging das Spiel in ein Springer vs. Läufer Endspiel über. Aber mit zwei verbundenen Freibauern bei Joris. Diese liefen unaufhaltsam zur Dame, selbst das Läuferopfer konnte sie nicht stoppen. Der Rest war die Formsache.
Janosch Berger spielte eine starke Angriffspartie und holte den zweiten Punkt. Die Stellung auf dem Brett war während der ganzen Partie reich an taktischen Motiven. Doch bei weitem nicht alle Möglichkeiten wurden ausgenutzt. Janosch fand die Möglichkeit den gegnerischen König zu schwächen und gab dafür seinen Läufer für zwei Bauern ab. Anschließend sammelte er viel Material ein und fing den schwarzen König in ein Mattnetz.
Das entgegengesetzte Bild sah man auf den vorderen Brettern. Johann Pietsch kam am ersten Brett in Bedrängnis und stellte einen Bauern ein. Diesem folgten zwei weitere Bauern. Sein Versuch auf der a-Linie aktiv zu werden, hat ihm leider nichts gebracht und so gab er aufgrund des materiellen Nachteils auf.
Am zweiten Brett kam der Gastspieler Finn Prudlik zum Einsatz. Leider vernachlässigte er in einer offenen Stellung die Rochade, wodurch sein Gegner einen Bauern gewinnen konnte. Im Schwerfigurenendspiel konnte Finn seine Türme nicht aktivieren, was zum zweiten Bauernverlust führte. Sein Gegner spielte das Endspiel routiniert zu Ende und gewann die Partie.
(Yury Golitsyn)

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