Bezirksoberliga, Runde 8

Erneut deutlich unterlegen

Die Favoritenstellung vor diesem vorletzten Spieltag war deutlich gegeben. An 7 Brettern waren die Gäste der ersten Mannschaft des PTSV Halle besser besetzt und dies nicht nur nach DWZ-Punkten, sondern vor allem auch an Erfahrung. Somit waren die Hoffnungen auf einen Punktgewinn ohnehin nur gering.

Nelly

Nelly

Und die Überlegenheit zeigte sich dann auch gleich an Brett 8. Hier war der DWZ-Abstand allerdings am geringsten. Trotzdem unterlag Nelly als erste gegen Georg Kuhne. Doch nach über zwei Stunden sah es auch an den meisten anderen Brettern nicht gut aus. Julius Pietsch war am 4. Brett schnell chancenlos gegen Peter Pallas, der es sich sogar leisten konnte, seinen Turm gegen Springer zu tauschen. Das Bauernübergewicht am Königsflügel zwang Julius zur Aufgabe. Nach dreieinhalb Stunden reiften dann die Entscheidungen heran, die meist gegen uns ausfielen.

Yury

Yury

Am 1. Brett bot Yury plötzlich Remis an gegen Andreas Domaske. Nach Blick auf die laufenden Bretter nahm Andreas Domaske im 33. Zug an. Matti Adelmeyer,, leichter Favorit am 3. Brett gegen Thomas Hegenbarth, war in ein Endspiel Springer gegen Läufer geraten, mit Minderbauern. König und Springer von Matti waren am Ende völlig hilflos gegen zwei Bauern und den Läufer und Matti gab, nach 34 Zügen, auf. Beim „Markusduell“ an Brett 5 wuchs der Druck auf der b- Linie bei Markus Wähler. Markus Binnewies griff mit Dame, Turm, Springer und Bauern sehr aggressiv an und unser Markus konnte das irgendwann nicht mehr verteidigen. Die Entscheidung war beim 0,5:4,5 gefallen, da erkämpfte Charlotte Derling, in einer ausgeglichen Partie mit gleichfarbigen Läufern, gegen Joachim Freier ein beachtliches aber verdientes Remis am 7. Brett.
So liefen noch zwei (spannende) Partien. Lars Jungklaus sorgte schließlich im Bauernendspiel mit ungleichfarbigen Läufern gegen Franz Schönberg, für den einzigen Sieg für unser Team. Mit einem starken Finale gewann er Bauer um Bauer und hatte vor der Aufgabe drei Bauern mehr und ein starkes Zusammenspiel seiner Figuren, nachdem sein Gegner geradeso in die Zeitkontrolle gekommen war.
Blieb noch die Partie von Frank Pietsch gegen Susann Domaske. Auch Frank spielte im Endspiel mit zwei Bauern weniger, hatte aber, vor allem durch einen frechen Springer, die Initiative. Doch als es Susann gelang diesen wegzutauschen, kippte das Spiel endgültig zu ihren Gunsten und ein Bauer machte sich auf den Weg zur Dame. Frank gab, nach 4 Stunden und 15 Minuten auf, auf. Damit war die klare 2:6 Niederlage perfekt und unsere Mannschaft bleibt Vorletzter. Ein Spiel (bei Reideburg II) bleibt noch, es droht (oder soll ich sagen, es winkt) die Relegation.

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