Deutsche Vereinsmeisterschaften u10 und u12 (Tag 4)

Der vierte Tag, 30.12.2018

Auch der Düsseldorfer SV ist keine „Laufkundschaft“. Dreißig Minuten früher als sonst begann die letzte Runde und unsere Kinder mussten gleich erfahren, dass auch heute ein harter Kampf um jeden Brettpunkt bevorsteht. Früh war etwas Hektik, auch wegen Zimmer räumen und so. Ein Trainer, heute übrigens mit Vereins T-Shirt muss eben alles machen: Vorbereitung der Runde und Mädchenzimmer räumen. Ersteres war einfacher und Nelly setzte die nur kurze Vorbereitung auf eine erneute Englische Partie sehr gut um und stand besser. Charlotte, mit „Teedoping“ ausgestattet, hatte etwas Probleme, auch Anton stand etwas unter Druck und auch Ian hat mit Weiß schon besser eröffnet. Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden opferte Anton einfach die Qualität, um auf der Diagonal h1 – a8 die Herrschaft zu übernehmen; es ging nichts mehr, außer Matt in 1 und sein Gegner gab sofort auf. Anton übergab mir das Mannschaftsführerschild. Und auch Trainer sind nicht ganz fehlerfrei. Ian, immer noch unter Bedrängnis, aber mit recht guter Verteidigungsstrategie fragte, ob er Remis anbieten durfte. Mit Blick auf die laufenden Bretter lehnte ich ab, was im Nachhinein wahrscheinlich ein Fehler war. Denn erstes machte Nelly wenige Minuten später den „Sack zu“, obwohl sie doch eigentlich gegen Englisch immer verliert (jetzt nicht mehr). Vielleicht die beste Partie von Nelly hier. Und zweitens glich sich am 2. Brett, kurz bevor Charlottes Tee zu Ende ging, nach und nach Alles aus.

SVRT - Düsseldorf

SVRT – Düsseldorf

Der Düsseldorfer Trainer verteilte inzwischen vier?? Schokoriegel („Es geht nicht mehr ohne Doping!“) Und bei Ian erhöhte sich plötzlich der Druck, er half mit kleineren Ungenauigkeiten und fragte dann, ob er aufgeben könne. Mit Nellys Erfolg gestattete ich Ian die Aufgabe. Charlotte erlöste mich schließlich von meiner Sorge den von Sieg von außen vergeben zu haben. Das Endspiel mit je sechs Bauern, je einem Springer und zentral stehenden Königen war nicht zu gewinnen und ihr Gegner, Dino Hörhager-Celjo (DWZ: 1307), bot, nach über drei Stunden, selbst an, „weil er keine Lösung sah“. Seine Mannschaftskollegen gingen nachher mit ihm hart ins Gericht; „Du hättest weiterspielen müssen…“ Aber ich denke, es war letztlich ein gerechtes Remis und ein verdienter Mannschaftserfolg und damit ein ausgeglichenes Punktekonto und 11,5 erkämpfte Brettpunkte. Anton schaffte sehr gute 50 % an Brett 1 und ist damit unser Bester im u12- Team.
Eine so gut organisierte Siegerehrung habe ich dann auch selten erlebt. Ein Riesenkompliment an Andreas Domaske, Michael Zeuner und das Team. Alle Mannschaften wurden würdig geehrt, wobei bei uns Charlotte (für das Mannschaftsfoto) vermisst wurde. Auch die Trainerehrung fehlte nicht und so musste auch ich noch nach vorn, durfte neben dem obligatorischem Pokal zwischen Duftwasser und Schachkalender wählen. Jetzt wollen natürlich alle wissen, was ich genommen habe? Natürlich den Kalender! Dann ging es fünf erlebnisreichen Tagen wieder nach Hause, nicht ohne die vielen Wünsche für einen guten Rutsch und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr, die ich hiermit an alle Leser, und das sind scheinbar eine ganze Menge, weitergebe. Bis in ein paar Tagen!

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