LJMM u12 – Vorrunde – 2017/ 2018 – 5. Spieltag

Klarer Sieg im Derby

Wieder einmal nur für ein Spiel musste unsere Zweite, als „Mittagsgast“ beim USV Halle in Halle- Neustadt, im Stadiongebäude, antreten. Der USV Halle, erneut nicht in Bestbesetzung, hatte zuvor SK Roland Weißenfels mit 3:1 besiegt.
Für unser Quartett ging es darum, keine weiteren Punkte „liegenzulassen“. Joris, am zweiten Brett, hatte scheinbar nachmittags noch etwas vor oder wollte schnell abgeholt werden. Auf jedenfall hatte ich mich gerade zu einer Tasse Kaffee hingesetzt, da hatte Joris, nach 14 Minuten und 12 Zügen gegen Janne Pfumpfel unser Quartett in Führung gebracht. Neben einer völlig aufgerissenen Königsstellung, ohne Rochade, übersah Janne Pfumpfel auch noch das Matt in 1, nach schöner Idee von Joris. Auch Friedrich Boye, am 4. Brett, war total überlegen gegen Jens Remus. Zwischenzeitlich hatte er einen Springer und drei Bauern mehr, hatte stark eröffnet (oder sein Gegner schwach?) und ich hatte das 2:0 schon eingeplant. Allerdings stellte er die Mehrfigur im 21. Zug wieder ein, trotzdem blieben auf beiden Flügeln verbundene Bauern. Doch Friedrich spielte das schlecht, sein König blieb passiv, trotzdem lag er, laut Computer, mit 6,8 deutlich auf Gewinnkurs. Doch ein aktiver schwarzer König und ein Turm gewannen Bauer um Bauer und die erhoffte Dame blieb aus. Auch der letzte Freibauer (es waren vier!) ging, bei zu hohem Spieltempo, im 58. Zug verloren, jeder behielt Turm und König und das taten sich beide nicht mehr an. Jens Remus hatte gut lachen und Friedrich meinte nach der Partie: „Ich hätte gewinnen müssen…“. Hatte er wohl recht. Es folgte eine gründliche Analyse mit Jürgen Gutsche vom USV und die Hoffnung auf die restlichen Bretter. Ian hatte sehr aktiv begonnen, hatte dann, gegen Carlo Patzschke, einen Bauern weniger und so seine Sorgen im Kampf gegen verdreifachte Schwerfiguren. Anton hingegen war gegen Anastasia Voigt auf Gewinnkurs, hatte zwei Bauern mehr und einen Freibauern. Doch plötzlich ging es am 3. Brett sehr schnell. Bei der Abwicklung verrechnete sich Carlo und stellte einen Läufer ein und gab danach sofort, vielleicht etwas zu früh, auf. Der Mannschaftswettkampf war gewonnen, aber Anton kämpfte natürlich weiter um den vollen Punkt, tauschte die Leichtfiguren und gewann das Bauernendspiel durch Aufgabe nach über zwei Stunden. Am Ende also ein deutlicher Erfolg. Die Magdeburger können, in 14 Tagen, kommen!

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