Landesschulschachfinale in Halle 2018

Landesschulschachfinale, Halle, 17. März 2018:

Andreas Domaske, der Präsident des Landesschachverbandes, hatte es zur Eröffnung gesagt: „…Schach ist eine Wintersportart.“ Und in der Tat:

Latina WK2

Latina WK2

dieses Landesfinale wurde massiv vom massiven Wintereinbruch beeinflusst. Durch das Fehlen von etwa zehn Schulen aus dem Mansfelder Raum und aus dem Vorharz entstanden eigentlich irreguläre Bedingungen. Allein in der WK II konnten über die Hälfte der Mannschaften nicht spielen. Trotzdem gab es das spannende Vorjahresduell zwischen der Latina „August Hermann Francke Halle und dem Dr. Frank Gymnasium Staßfurt. In zwei Begegnungen war die Latina dieses Mal mit einem Brettpunkt vorn und qualifizierte sich für die Deutschen Schulmeisterschaften.

GCG Mädchen

GCG Mädchen

Glückwunsch auch an die Mädchen des Georg-Cantor Gymnasiums, (mit Charlotte Derling und Nelly Adelmeyer) die nur einen Brettpunkt abgaben und die Mannschaften des Georg-Cantor-Gymnasiums in der WK 3 und 4 (mit Johann Pietsch, Eugen Kuppe und Matti Adelmeyer), die ebenfalls den Sprung zur DSM schafften.

Auch das Finale der Grundschulen wurde durch den Winter beeinflusst und dies für die GS Neumarkt gleich in doppelter Hinsicht. Erst mit Ausrichterfreiplatz überhaupt in dieses Landesfinale gekommen, musste der Landessieger des Vorjahres auf ihren Mannschaftskapitän, Till Baude, verzichten, eine klare Schwächung für das Quartett. Lange musste gebangt werden, ob man überhaupt starten würde, waren doch einen Tag vor dem Finale auch noch Phileas Gille und Lorenz Meier erkrankt. Nach der kurzfristigen Genesung der beiden, entschloss ich mich, schweren Herzens mit dem Quartett zu starten und wenn ich ganz ehrlich bin habe ich es nicht bereut, auch wenn ich kurzfristig auch noch zu einem der Schiedsrichter bei den Grundschulen berufen wurde.

GS Frohe Zukunft - GS Neumarkt

GS Frohe Zukunft – GS Neumarkt

Die GS Neumarkt traf zuerst auf den Sieger des halleschen Regionalfinals, die GS Frohe Zukunft. Und chancenlos war unser Quartett nicht. Zwar ging es an den ersten beiden Brettern (Robert Kunert – Joris Wähler und Phileas Gille gegen Marten Lischka) sehr schnell. Doch Sariana Hesse, mit klarem Mattplan (mit Läufer und Dame) gegen Rena Schulemann machte die Sache noch mal spannend. Und so schlecht stand Lorenz Meier gegen Helen Lischka nicht. Es bedurfte erst einiger grober Fehler und permanente Zeitnot (noch 1.36 Minuten), dann war das 3:1 des Favoriten perfekt.
Auch in Runde 2 gab es ein interessantes Aufeinandertreffen. „Nun spielen wir auch noch gegeneinander,“ meinte Gedeon Hartge. Das heißt, der zweite Gegner der GS Neumarkt war die GS Kröllwitz. Auch hier war die GS Neumarkt nur Außenseiter. Annabelle Fiedler stürmte mit vier Figuren die Festung von Phileas und gewann nach nur 8 Minuten ihre Partie, auch Frederik Fiedler war der klar Bessere gegen einen viel zu schnell spielenden Stephan Kunert. Und auch Lorenz gegen Nora Klitsche unterlag, nach nur 20 Minuten. Doch Sariana Hesse beeindruckte das 0:3 nicht. Ihr Gegner war der überlegene Brettbeste an Brett 3 beim Regionalfinale Halle/Saalekreis, Chukwudi Graebe, und der wurde, mit zwei Damen, Matt gesetzt! Also auch hier 1:3.

GS Neumarkt Runde 3

GS Neumarkt Runde 3

Die GS Kritzmannstraße Magdeburg, auch mal ein Landessieger, war der Gegner in Runde 3 und das Quartett kämpfte erneut und ging erstmals in Führung. Phileas kam zum Treppenmatt an Brett 2, dann gab es zwei Niederlagen an Brett 1 und 4. Doch dann war es erneut Sariana, die konzentriert und ruhig, mit Dame und Turm, für den ersten Mannschaftspunkt sorgte, Komischerweise war die Mannschaft dann, nach der Mittagspause (leider) spielfrei (2 Mannschaftspunkte und 4 Brettpunkte!).
In der Schlussrunde war dann die Montessorischule Aschersleben der Gegner unserer Vier, ein, vor allem am Ende hochspannender Wettkampf. Stephan und Phileas waren zunächst gegen die Teilnehmer an der Landesmeisterschaft AK u10m, Christian und Sebastian Haubold erwartungsgemäß völlig ohne Chance. Doch Lorenz und Sariana kämpften vorbildlich weiter. Lorenz, dieses Mal deutlich überlegen, gewann die Dame, nutzte aber zunächst seine zahlreichen Chancen nicht. Inzwischen hatte Sariana auch ihre fünfte Partie sicher gewonnen. Alles hoffte nun auf Lorenz, der plötzlich eine Mattidee hatte. Ein gefesselter Turm seines Gegners und der Turm von Lorenz auf der Grundreihe. Dem Matt folgte ein dickes Lob vom Trainer und die Freude über Mannschaftspunkt Nr. 2 und Platz 18, mit dem man, auf Grund der Umstände und dem sensationellen Ergebnis von Sariana sehr zufrieden sein kann!

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