4. Spieltag der Kreisliga (Teil 1)

SV Roter Turm III

Der heutige trübe Novembersonntag führte uns durch das nebelige Halle zur Post. Analog zur Anfahrt wurde am Brett gespielt. Der Eine kannte den Weg und fuhr seinem Plan folgend, ohne zu sehen, ob es eventuell Gefahren gibt, in die entscheidende Spielphase. Andere spielten eher vorsichtig.
Am 4. Brett musste unser Fieber geplagter Matti erst einmal eine halbe Stunde auf seinen Gegner warten, der vom Mannschaftskollegen geweckt noch rechtzeitig am Brett erschien. Dafür ging es dann beidseitig auch schnell zur Sache, denn beide kämpften mit offenem Visier. Es stand also ziemlich schnell fest, dass es hier einen Sieger geben wird; wir wissen bloß nicht, wer es sein wird. Zwischenzeitlich hatte Matti bei komplizierter Stellung mit den Schwerfiguren ein bisschen mehr Initiative. So wechselten sich die Angriffsversuche und Taktiken regelmäßig ab, bis Matti eine einen Doppelangriff übersah und einen Turm sowie die Partie verlor.
Am 3. Brett gab es ein Frauenduell, denn Aveline durfte gegen Britta Koschine die weißen Steine führen. Von Anfang an spielte sie auf Angriff, was ihre Gegnerin etwas verunsicherte. Noch fand sie gute Antworten gegen Avelines Pläne. Aber zunehmend war die Möglichkeit einer ungenauen Verteidigung gegeben. Und so geschah, dass Aveline mit einem starken Abzug Turm gegen Dame tauschen konnte. Die offensichtlichen Pläne ihrer Gegnerin parierte sie geschickt und setzte schließlich matt.
Am 2. Brett wollte Georg nach ungewohntem Aufbau nicht allzu viel riskieren und fragte schon sehr früh, ob er auch Remis anbieten dürfe. Sein Gegner hatte da etwas dagegen und wollte weiter spielen. Berechtigt, denn er verbesserte zunehmend seine Stellung, was Georg sehr viel Bedenkzeit kostete, um gute Antworten zu finden. Doch dann griff er fehl und Georg konnte die Stellung ausgleichen. In Zeitnot bot er Remis an, das sein Gegner annahm. Faire Geste.
Am 1. Brett kam es zum x-ten Male zum Duell Pietsch vs. Hoffmann. Deswegen spielte Pietsch mit Weiß ein Gambit. So war schnell Feuer in der Partie und wie an den anderen Brettern musste auch hier Schwarz gut verteidigen, um nicht unter die Räder zu kommen. Das gelang ihm sehr gut und bevor das ausgeglichene Leichtfigurenendspiel startete, gab er lieber den Bauern zurück. So wurde ein friedliches Partie- und Punktspielremis vereinbart.
Endstand 2 : 2 und beide Kreisligamannschaften beißen sich in der Tabellenmitte fest.

Frank Pietsch

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