alpha-Serie in Hettstedt am 19.10.19

Ziemlich kurzfristig erfuhren die Teilnehmer, dass es aufgrund eines Lokalwechsels keine Verpflegung gibt. Verschwiegen oder noch nicht geahnt hatte der Veranstalter den Mangel an Platz. Denn es passten wie abgezählt alle Kinder in den Gemeindesaal, aber kein Zuschauer. Betreuer, Eltern und Gäste verbrachten also einen Großteil des Tages auf dem Innenhof. Draußenparty ohne Stühle und ohne Grill. Grund für den Ortswechsel war ein Babyflohmarkt, der in Walbeck Vorzugsrecht genießt. Wie wir lernen durften, wurden jedoch keine antiken oder gerade noch gebrauchsfähigen Babies verkauft, sondern deren Ausstattung.

Der Rote Turm ist mit Georg, Marek, Till und Till sowie William angereist. Um es vorweg zu nehmen: der USV ist inzwischen das Nonplusultra in der U 12 und erbeutete 11,5 von 12 möglichen Punkten. Damit haben sie sich nahezu uneinholbaren Vorsprung für den Titelgewinn erarbeitet.
Unsere Kinder spielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Marek erkämpfte im Wechselbad der Ereignisse schließlich 1,5 Punkte. Der eine Till war heute der glückliche (ein Patt und ein Remis brachten zwei halbe Punkte) dem anderen gelang heute lediglich ein Remis. Dafür setzte sich William mit zwei Siegen gut in Szene. Und Georg hatte heute gleich drei schwere Partien, aus denen er zwei Punkte erbeutete.
Es wurde großartiges Schach gespielt, meist von den Spitzenleuten. So nahm die erste Runde dank Inkrementregelung sagenhafte drei Stunden ein, ehe das erspielte Remis besiegelt wurde (Springer allein kann tatsächlich nicht Matt setzen). Zu den Spitzenleuten gehörte auch Georg, der sich mit Carlo Patzschke den Punkt teilte.
Kluge Rechner wussten schon zu diesem Zeitpunkt (an dem gewöhnlich die zweite Runde beendet ist), dass Nachmittagsspaziergang für heute abgesagt werden kann und sich der Besuch von #HalleZusammen auf den spätabendlichen Headliner reduzieren wird. Denn da die starken Spieler remisierten, war die Ansetzung für die zweite Runde naheliegend. Wieder Spitzenduelle, wieder mit langer Bedenkzeit. Georg, dieses Mal längste Partie, brauchte zweieinhalb Stunden, ehe er das Damenendspiel in ein aussichtsreiches Bauernendspiel umwandelte und endlich den verdienten ganzen Punkt erhielt.
Highlight aus meiner Sicht war das letzte Spiel von Marek, der nach starkem Start deutlich auf Gewinn stand, aber in der Folge Figuren und fast die Partie verschenkte. Mit einem vollen Turm weniger gelang ihm dann gleich zweimal der gleiche Trick, der zum Sieg führte – auf der gegnerischen Grundreihe ein Turmschach geben und danach mit dem Bauern durchziehen und sich eine Dame wünschen. So wird der Gegner gezwungen, seinen Turm zu geben. Wie gesagt zweimal und dann musste er noch zeigen, dass er mit König und Turm Matt setzen kann.
Siegerehrung, Abreise, 19:00 Uhr Ankunft in Halle müde, erschöpft und doch überwiegend zufrieden.
Finaler Spieltag ist am 16.11. in der halleschen Frohen Zukunft, wenn der USV in seine Spielstätte einlädt. Da es wieder der Vortag vorm Bezirksspieltag ist, bleibt zu hoffen, dass wir vor unserer Haustür eine volle Mannschaft werden.
Frank Pietsch
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