Bezirksliga Halle u10

Frecher Auftaktsieg

Von den DWZ- Zahlen war dieser Auftakt in der Bezirksliga u10 ein Spiel auf „Augenhöhe“ und Erster gegen Zweiter des Vorjahres. Ich rechnete demzufolge mit einem 2:2 und theoretisch war es das wohl auch. Aber eben praktisch nicht und das lag vor allem an einem frechen Mädchen und starken Jungs an den Spitzenbrettern.
Aber der Reihe nach.

SVRT - Sennewitz

SVRT – Sennewitz

Ich hatte mich nach dem Training entschlossen, am 4. Brett mit dem neuen u8- Kreismeister David Fritzsche zu spielen. Ganz pünktlich ging es los, das Duell der beiden „Reisepartner“. Und fast alle legten los, wie die „Feuerwehr“ (wenn`s brennt). Gebrannt hat es gleich auf Brett 4. Sowohl der klare Favorit, Enosch Graf als auch David begannen viel zu schnell und chaotisch. Allerdings hatte David plötzlich einen Turm mehr! Doch dann lief der erbarmungslose Angriff des Sennewitzers und nach einigen kleinen Fehlern in der Verteidigung musste unser Jüngster, nach nur 15 Minuten aufgeben. Fast noch schlimmer sah es zu dieser Zeit an Brett 3 aus. Sariana hatte, gleich zu Beginn, eine Figur verloren und stand auch stellungsmäßig klar auf Verlust. Doch manchmal ist es gut ein freches Mädchen dabei zu haben, was sich nicht aufgibt. So drohte die weiße Dame auf e7 einfach Matt (nach langer schwarzer Rochade) „Ich dachte, ich versuche es mal…“ sagte sie kurz danach. Thomas Marx übersah die Drohung und Sariana setzte, nach 28 Zügen und 25 Minuten, genüsslich auf e8 Matt. Mit 6 Bauerneinheiten weniger, unglaublich!
Zu dieser Zeit hatte ein überlegen spielender Frederik Fiedler am Spitzenbrett gegen Hendrik Ehrath bereits eine Figur mehr und nach einer halben Stunde kam das Matt mit Dame und Turm. Sehr spannend war es an Brett 2. Till Gollmann hatte hier Benjamin Marx als Gegner. Der Sennewitzer hatte zunächst leichte Vorteile, dann war es irgendwann Remis. Doch der Sennewitzer musste, durch den 1:2 Rückstand, ja gewinnen. Auf dem Brett waren zwei Türme und zwei Bauern (Benjamin) und ein Turm, ein Läufer und vier Bauern bei Till. Till bot irgendwann mal Remis, das wurde schnell abgelehnt. Till sagte sich wohl: Nun gerade, jetzt gewinne ich eben! Er fand starke Züge, entschärfte einen weißen Freibauern geschickt, erkannte das drohende Matt und schlug dann zurück. Zwei grobe Fehler von Benjamin Marx halfen zusätzlich und das Treppenmatt beendete diese Partie. Ein sehr erfreulicher 3:1 Sieg in Sennewitz, eine starke Mannschaftsleistung. Und: Glück hat nur der Tüchtige!
Was für ein Wochenende!

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