Bezirksliga, Runde 8

Knapper Sieg in Amsdorf

Zum Auswärtsspiel gegen Ramonta Amsdorf konnten wir nicht in der Bestbesetzung antreten, was die Aufgabe, besonders an hinteren Brettern besonders schwierig machte.
Nach etwa zwei Stunden war Antons 8. voller Punkt in Folge perfekt. Er spielte aggressiv, rochierte entgegengesetzt und startete einen Angriff auf den schwarzen König. Zum Mattangriff kam es nicht, da der Gegner bereits im früheren Stadium eine Gabel übersah auf aufgab.
Als nächster war Julius fertig. Nach einer schwachen Phase mit Figurenverlust gelang ihm ein Comeback (wohl nicht zum ersten Mal in dieser Saison!). Julius kreierte eine Stellung mit Dauerschach, welcher sich nur mit Turmverlust umgehen lies. Nach mehrfacher Zugwiederholung einigten sich beide auf Remis.
Unglücklich verlief die Partie von Nelly. Schon früh, im Mittelspiel, verlor sie einen Bauern. Nach einem Schlagabtausch an den Flügeln endete es im Endspiel Turm + Leichte an beiden Seiten. Doch während Nellys Bauern noch auf den Ausgangsfeldern standen, marschierten die verbundenen weißen Bauern unaufhaltsam nach vorn. Wenig später musste sie aufgeben.
Eine schwere Partie hatte auch Frank. Zwar war er nie materiell im Nachteil, aber seine Stellung sah sehr eingeengt aus. Zwischenzeitig konnte er nur den König ziehen, ohne dabei etwas zu verlieren. Doch so richtig konnte sein Gegner nicht durchbrechen. Zwar gelang Weiß die Bildung eines freien a-Bauerns, doch dieser wurde von Frank blockiert, daher unentschieden.
Sehr positionell verlief die Partie von Yury. Die besseren und aktiveren Figuren führten zum Gewinn eines Bauerns. Nach dem Abtausch aller Schwerfiguren konnte der Freibauer nur auf Kosten eines Läufers aufgehalten werden, wonach das Spiel nur wenige Züge dauerte.
Eine gute kämpferische Partie bekam man von Charlotte zu sehen. Im Mittelspiel kam sie mit dem gegnerischen Drachenläufer nicht zurecht und verlor einen Bauern. Im Endspiel Dame + Leichte geriet sie zudem auch noch schwer in Zeitnot. Nach der Erreichten Zeitkontrolle verschwanden die Damen vom Brett und somit auch der Vorteil ihres Gegners. Mit den Worten: „Ich kann keine Endspiele…“ reichte ihr der Gegner die Hand zum Remis.
Am turbulentesten (wie immer!) war die Partie von Markus. Die Eröffnungsschwierigkeiten führten zum Verlust zweier Bauern. Die Partie schien eigentlich entschieden zu sein, doch dann gerieten beide Spieler in Zeitnot. Im 38. Zug (mit etwa zwei Minuten auf der Uhr für beide) opferte Markus seine Dame gegen den Turm. Eigentlich nur eine Abtauschkombination, aber der Gegner überlegte sehr lange und wählte anschließend den komplett falschen Weg (begleitet von Stöhnen im Publikum). Am Ende stand Markus mit Turm + Springer gegen Springer und vier Mehrbauern da. Das Spiel dauerte zwar noch, wurde aber souverän zugunsten von Markus entschieden.
Am längsten dauerte die Partie von Matti. Gleich nach der Eröffnung ging es sehr taktisch zu. Seinem Gegner gelang es einen Zentrumsbauern zu gewinnen und die Bauernstruktur von Matti zu zerstören. Es folgte ein Turmendspiel, in dem Matti stets die Drohungen von Schwarz abwehren musste. Die schwarze Bauernmehrheit im Zentrum führte dazu, dass der freie D-Bauer auf Kosten des Turmes gestoppt werden musste. Der eigene f-Bauer, war dann leider zu langsam.
Ein Wettkampf mit viel Glück an unserer Seite. Das Ergebnis konnte deutlich anders ausfallen.
Yury Golitsyn

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