Bezirksliga u10 4. Spieltag in Naumburg

Der Bezirksmeistertitel ist zurück

Nach einem souveränem Auswärtsauftritt im Euroville in Naumburg heißt der neue Bezirksmeister in der AK u10 des Schachbezirkes Halle SV Roter Turm Halle I. Mit 7 Siegen aus 7 Runden und nur 3,5 abgegebenen Brettpunkten fiel der Titelgewinn in dieser Saison überraschend deutlich aus.

Frederik

Frederik

In der ersten Runde in Naumburg traf die Mannschaft auf die SK Roland Weißenfels. Hier brachte Marek Mischkewitz das Quartett nach nur 20 Minuten in Front. „Er hat mir viele Figuren einfach geschenkt…“, meinte Marek zu seinem Gegner Konrad Köber in der Analyse danach. Dennoch waren sowohl bei ihm als auch bei Till Baude und Till Gollmann klare Mattpläne zur 3:0 Führung zu sehen und schon hier stand der Bezirksmeistertitel fest. Nur Frederik Fiedler musste etwas länger kämpfen, wobei „länger“ eben ein relativer Begriff ist. Diese Runde dauerte nur 39 !! Minuten. Frederik musste in seiner Partie gegen Dean Merker die Dame geben („Ich musste eine Mattdrohung abwehren…“). Kurz vor dem Matt gab es noch einige kleinere Chancen, doch am Ende halfen alle Figurenopfer nicht, Frederik wurde von Dame und Turm auf h7 Matt gesetzt.

Tessa

Tessa

Unsere 2. Mannschaft kämpfte gegen die Gastgeber. „Gegen die müssen wir gewinnen…“, meinten die Kinder vom Naumburger SV 1951 vor der Partie. Doch ganz so einfach war es nicht. William Siemoneit gewann schnell die Dame gegen Ben Tietze und erhielt anerkennenden leisen Beifall von Mannschaftskapitänin Tessa Meurer. Unsere 2. Mannschaft führte mit 1:0, da wurde Marina Wand, am 4. Brett Matt gesetzt, obwohl es kein Matt war. Auch am 3. Brett, bei Matteo Bormann und am 1. Brett war es lange ausgeglichen. Doch am Ende stand die 1:3 Niederlage. Hier war mehr drin und das gilt besonders auch für die Begegnung unserer Zweiten in der letzten Runde mit dem SK Roland Weißenfels. Hier wurden zunächst fleißig Damen verschenkt. Sowohl Matteo als auch Tessa erhielten eine und Matteo gewann dann, auch indem er mögliche Pattfallen beachtete. Und so gab es viel Lob für Matteo vom Trainer. Ohne Chance in dieser Runde, aber auch viel zu schnell und deshalb mit zahlreichen Fehlern, war William gegen Dean Merker. Etwas Chaotisch ging es an Brett 4 zu, doch am Ende war Eddie Günther stärker als Marina und die Weißenfelser gingen, nach 30 Minuten, in Führung. Doch Tessa, am Spitzenbrett gegen Baruch Riemer, kämpfte und spielte eine sehr starke Partie. Zwischendurch hatte sie einzügig die Dame gewonnen und später, im Endspiel, einen Läufer mehr und einen starken Freibauer. Beide entschieden sich Tessa starken schwarzen Bauer auf der 2. Reihe gegen zwei verbundene weiße zu tauschen. Es blieb ein Endspiel König und Turm gegen König und Turm und der Weißenfelser bot schon mal Remis an, was es wohl auch war. Doch Tessa wollte weiter spielen und stellte prompt wenige Züge später den Turm ein und verlor dann, nach 86 Zügen und 80 Minuten, eine Partie, die keinen Sieger verdient hätte. Viel Lob deshalb auch für Tessa vom Trainer der Weißenfelser Frank Kister.

SVRT - Naumburg

SVRT – Naumburg

Diese Partie und die Partie Marek Mischkewitz gegen Theodor Kah aus der Schlussrundenbegegnung unserer Ersten gegen den Naumburger SV 1951 entschädigte für so einiges an diesem Sonntag. Allerdings führte unser Quartett zu diesem Zeitpunkt schon 3:0. In einer Chaospartie besiegte Till Baude, nach 18 Zügen und 12 Minuten, Karl Gotter. Keine Rochaden, viele übersehenen Drohungen und Figurenverluste, vor allem vom Verlierer waren die Folge dieser Blitzpartie. Till Baude muss man zu Gute halten, dass er zum Schluss mit klarem Mattplan diese Partie beendete. Nach nur 25 Minuten gewann Till Gollmann seine Partie durch Matt mit Dame und Turm sehr sicher und auch Frederik war, nach Damegeschenk, nach 30 Minuten und 32 Zügen durch Matt erfolgreich. Die interessanteste Partie wurde aber in der letzten Runde am 3. Brett gespielt. Marek Mischkewitz gegen Theodor Kah, immerhin zweifacher Domspatzencupsieger, war spannend und bis zuletzt hart umkämpft. Marek gewann durch ein Abzugsschach die Qualität und war deshalb im Endspiel mit Läufer und Bauer materiell in Vorteil. Geschickt bekämpfte er einen gegnerischen Freibauer und setzte dann mit Läufer und neuer Dame Matt. Ein 4:0 zum Abschluss einer starken Saison im Bezirk. Nun geht es, gemeinsam mit starken Sennewitzern, ins Landesfinale. Dort haben wir sogar einmal Heimrecht!
Unsere Kinder treffen dort auf SK Dessau 93 I und II und voraussichtlich auf die SG Einheit Staßfurt und die Schachzwerge Magdeburg I.

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