Kreisliga 5. Spieltag

Schnelles Unentschieden im Spitzenspiel – der Rote Turm nun doppelt an der Spitze

Schach ist gerecht und doch manchmal ungerecht. So wurde die Spitzenbegegnung SV Roter Turm II gegen SG 2011 Sennewitz II schon vor dem 1. Zug maßgeblich

beeinflusst und der Schiedsrichter hatte einen sehr kurzen Arbeitstag.
Beginnen will ich meinen Bericht aber mit unserer Dritten. Gegen das „erweiterte u10 Team“ oder besser die 3. Vertretung des Teutschenthaler SC, stand der Erfolg bereits nach knapp einer Stunde fest. Adrian Bach benötigte, in seiner Kreisligapremiere, gar nur 19 Züge und dementsprechend auch nur 19 Minuten. Adrian bekam die Dame und das Matt allerdings geschenkt. Am 3. Brett hatte Joris Wähler, im 18. Zug, in einer mehr oder minder chaotischen Eröffnung gegen Gustav Grünewald, die Dame eingestellt und war nicht zur Rochade gekommen. Nach 21 Zügen stand er, bei hohem Spieltempo, mit 6,9 im Minus und klar auf Verlust. Doch wenn der Gegner mit- und die eigenen Figuren gut zusammenspielen (Matt mit Turm und Springer!) braucht man keine Dame und gewinnt, nach 35 Minuten und 29 Zügen! Calvin Meurer machte, nach 70 Minuten, den Sieg der Dritten perfekt und so musste nur Eric Koch gegen den amtierenden Landesmeister der AK u8, Björn Wötzel, mit einigen Mehrbauern etwas kämpfen. Doch ein Mehr(Randbauer) entschied hier und so gab es mit dem klaren 4:0 Erfolg den dritten Sieg in Folge.
Nun zu unserer Zweiten, dem aktuellen Tabellenführer. Eigentlich war die Begegnung gegen die SG 2011 Sennewitz II von der Ansetzung her ein echtes Spitzenspiel. Doch die Tatsache, dass unsere Zweite stark ersatzgeschwächt antrat (Frank, Jaron, Johann in Magdeburg), ein unglaublich hohes Spieltempo gespielt wurde und der Mannschaftsleiter, der Sennewitzer, Kay Grüger, auch noch den Mannschaftszettel falsch ausfüllte, verhinderte das Spitzenspiel. Nach 20 Minuten wies ich den Sennewitzer darauf hin, dass Joshua Bär am 3. und nicht am 4. Brett hätte eingesetzt werden müssen und so war das 4. Brett schon vor Rundenbeginn für uns gewonnen!
Und das hohe Spieltempo an fast allen Brettern war es auch, dass Karl-Josef Mielewsky seinen starken Angriff nicht fortsetzte, sondern einen „vergifteten“ schwarzen Springer schlagen musste. Dem folgte das Matt in 2 und die Führung der Sennewitzer. Doch Nelly beherrschte in beeindruckender Weise das 1. Brett. Ideenreich, mit starkem Angriff, gewann sie zunächst Material und nach 25 Zügen durch Aufgabe die Partie. Am 3. Brett hatte Luisa Gaschütz, nach eigentlich gutem Beginn, im 18. Zug eine Leichtfigur verschenkt. Nach weiteren Fehlern war sie, nach 25 Zügen, völlig ohne Chance. Tim Machatsch, schon mit sehr guter BEM in der AK u12 in diesem Jahr, spielte das sehr offensiv und stark und wollte zum Schluss unbedingt mit Läufer und Dame Matt setzen, was auch gelang. Nun lief ausgerechnet noch die Partie an Brett 4, obwohl das 2:2 nach knapp 90 Minuten schon feststand. Etienne Gilgien und Joshua Bär wussten natürlich nichts vom Fehler des Sennewitzer Mannschaftsleiters und lieferten sich ein spannendes Endspiel mit je einem Turm und Bauern. Allerdings hatte Etienne zwei Mehrbauern und spielte das sehr gut und so fiel die Entscheidung am letzten Brett dann „sportlich“ und so waren am Ende, nach noch nicht einmal zwei Stunden, alle zufrieden (oder nicht?). Der Schiedsrichter (vertretungshalber) hatte jedenfalls einen kurzen Arbeitstag.

PS: Kurze Zeit sah es sogar noch einem 3:1 Sieg für unsere Zweite aus. Der Staffelleiter, Mario Lindner wurde aktiv und bemühte Punkt 4.9 der Rahmenausschreibung und den Falscheinsatz an den Brettern 3 und 4. Doch nach Rücksprache beim Bezirksspielleiter Nico Markus revidierte Schachfreund Lindner seine Entscheidung und wertete das Ergebnis an Brett 4 mit +/- für unser Team.

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