Kreisliga 8. Runde

Déjà-vu beim zweiten Post-Gastspiel

Mit einer Stunde weniger Schlafenszeit aufgrund der Zeitumstellung traten wir in Runde 8 zum zweiten Mal in dieser Saison beim PTSV an, diesmal gegen die dritte Mannschaft. Nach einigen Absagen im Vorfeld stellten sich diesmal Familie Rumpold (Jaron Brett 2 und Daniel Brett 3) und Wähler (Markus Brett 1 und Joris Brett 4) dem Gegner, der ebenfalls noch um den Aufstieg mitspielt.
Verlieren durfte man hier also nicht. Zu Rundenbeginn war die Situation allerdings dieselbe wie beim ersten Antritt im Januar, wieder keine Gegner für Familie Wähler vorhanden! In Joris‘ Fall fand sich mit 5-minütiger Verspätung noch ein Spielpartner ein, bei mir blieb das Warten wieder vergebens. Nach einer Stunde Karenzzeit war die 0:1- Führung somit besiegelt. Ärgerlich ist das Freilassen der Bretter trotzdem. Da hätte man auch Ausschlafen können. Kurze Zeit später war man am vierten Brett ins Endspiel übergegangen. Joris mit Dame und Springer gegen Dame und Läufer hatte einen Bauern mehr, allerdings keine richtige Idee wie man diesen minimalen Vorteil in den ganzen Punkt umwandeln kann. Getreu dem Motto „Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach“ stimmte ich dem Remisangebot von Joris zu, welches der Gegner annahm. Zu diesem Zeitpunkt sah es an den beiden anderen Brettern ausgeglichen bis gut aus. Jaron konnte im Mittelspiel ebenfalls einen
Bauern gewinnen und seine Figuren aktiv platzieren. Leider übersah er in der Folge einen Spieß und musste eine Qualität geben. Bei Daniel konnte sich niemand einen wirklichen Vorteil erarbeiten. Im Endspiel blieben jeweils Dame und Läufer und schön verbundene Bauernketten übrig. Aufgrund der fehlenden Gewinnchancen und obwohl die Situation an Brett 2 sich verschlechterte, stimmte ich auch hier dem Remisangebot von Daniel zu, getreu dem oben erwähnten Motto. So war zumindest das Minimalziel erreicht und ein Mannschaftspunkt eingefahren. Jaron kämpfte noch energisch gegen den Partieverlust, konnte dies aber nicht mehr verhindern. Sein Gegner machte dies äußerst geschickt. Er stellte alle eigenen Figuren konsequent auf weiße Felder, um Jarons schwarzfeldrigen Läufer keinen Angriffspunkt zu lassen. Letztlich opferte er die Qualität zurück, um einen Freibauer zu bilden und somit zur neuen Damen zu gelangen. Wenig später gab Jaron auf. Dennoch ein leistungsgerechtes Unentschieden, was uns alle Chancen offen hält, um den Aufstieg zu schaffen. Dazu müssen aber die verbleibenden zwei Spiele wohl allesamt gewonnen werden.

Markus Wähler

Reideburg IV gegen SV Roter Turm II 1,5 : 2,5

Am schönen Sonntag, der heute etwas eher begann, waren wir pünktlich in Reideburg.
Nach warmer Begrüßung im sehr kühlen Raum ging es an den Brettern 2, 3 und 4 von Anfang an zur Sache. Das Tagesthema hieß Fesselung, die diese 3 Partien entschieden. Während Josef nach einer Kombination seines Gegners seine gefesselte Dame und mit diesem großen materiellen Nachteil die Partie verlor, baute Johann geschickt seinen Angriff auf. Hier war die gefesselte Figur der f2-Bauer in Verbindung mit einer Turm-Dame-Batterie auf der g-Linie, was seinem Gegner zu unglücklichen Rettungsversuchen (Abtausch Dame gegen Turm) zwang.
Und während am Brett 2 und 3 noch das technische Abspiel nötig war, hatte bereits Matti, unser Mr. Hundertprozent, kurzen Prozess gemacht und seine Schwarzpartie zum 4. vollen Punkt im 4. Spiel beendet.
Am ersten Brett war der Übergang ins Mittelspiel im Gange, das den Kampf am Dameflügel beinhaltete. Es war absehbar, dass sich bald alles im Generalabtausch auflöste. Nachdem Johanns Gegner aufgab und die Mannschaft 2 Punkte hatte, war ich sehr mit einem frühen Remis zufrieden, das ich anbot und das nach 20 Sekunden Bedenkzeit angenommen wurde.

Wie in unserer ersten Mannschaft am kommenden Wochenende gegen Weißenfels kommt es also in zwei Wochen beim Nachholspiel zum Showdown um den Kreismeistertitel. Bei einem 3-zu-1-Sieg ist definitiv der Rote Turm Kreismeister. Allerdings wissen wir noch nicht, welche Mannschaft. Das wird sich erst am letzten Spieltag entscheiden. Tatsächlich ist Markus´ Mannschaft wegen der höheren Brettpunkte im Vorteil.

Frank Pietsch

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