Landeseinzelmeisterschaft in Naumburg vom 12.- 16.02.2019 (Tag 5)

Der erste Tag

Einiges ist ungewohnt bei der Jugendlandeseinzelmeisterschaft 2019, vor allem die neue Spielstätte. Sicher, die Besten unseres Landes sind ganz schön rumgekommen

in den letzten Jahren: Wernigerode, Magdeburg, Güntersberge und nun Naumburg. Nicht das Euroville, da waren andere Sportverbände wohl schneller, sondern die „alte“ Jugendherberge. Ich will nicht klagen, aber eben ungewohnt.
Doch die Spielstätte ist nicht das einzige was sich verändert hat. Dass es in diesem Jahr keine eigene AK u12w gibt, ist schlecht, vor allem für die Mädchen in der u12. Dann gab es, krankheitsbedingt, noch einige Absagen. Leider traf es auch unseren Verein. Ian Fiedler musste, schon am Abend vorher, passen. So ist unser Verein nur mit 7 Kindern hier.
Auch in der neuen Umgebung gab es natürlich eine kurze Eröffnung, Auslosung und den Bezug der Spielstätten. Ich wurde Schiedsrichter in der AK u8 und u10w und „arbeite“ im Rosengarten“, zu mindestens heißt das Zimmer so.
Aber ich will nicht weiter abschweifen, sondern die Ergebnisse der einzigen Runde, mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen, aus Vereinssicht, zusammenfassen.
In der Altersklasse u10m hatte Till Baude Benjamin Marx zum Gegner und eigentlich so einige Probleme, nach langer schwarzer Rochade. Doch sein Gegner von der SG 2011 Sennewitz ließ Till plötzlich mitspielen. Till opferte geschickt einen Turm, worauf sich sein Gegner zwei Züge später einzügig Matt setzen ließ. Etwas spektakulärer war allerdings Sarianas Partie in der AK u10w. Sie traf, an Nummer 4 gesetzt, auf die DWZ-Stärkste, Sarah Heutling (Schachzwerge Magdeburg). Doch vom DWZ-Unterschied von fast 300 Punkten merkte man gar nichts. Sariana beherrschte diese Partie. Für mich spielerisch das Beste, was ich seit Monaten von ihr gesehen habe. Im 24. Zug hatte sie mit b3 den Gewinnzug (+6,8!!!) und blieb auch in der Folgezeit immer „Mädchen der Lage“, obwohl sie jetzt unter Druck geriet. Doch sie verteidigte gut und stand kurz vor einem sicheren Remis. Wenn da die letzten 10 Züge nicht gewesen wären? Das Remisangebot im 44. Zug kam viel zu spät. Nach 47 Züge musste sie diese gute Partie leider aufgeben, sehr sehr schade.
Zu dieser Zeit hatte Anton die Partie gegen Johannes Petzold (Schachzwerge Magdeburg) sicher gewonnen. Calvin Meurer traf in der AK u14m gleich auf Gero Schulemann, keine gute Partie, mit Matti analysiert, die man auch auf dem Zimmer hätte spielen können. Eine strahlende Nelly Adelmeyer verbuchte im „großen Mädchenopen u12-u18“ einen wichtigen Sieg gegen die noch amtierende Landesmeisterin u10w, Nare Khanbeykan (jetzt Schachzwerge Magdeburg). Nach verwirrendem Beginn öffnete die Magdeburgerin mit 15. …g5 plötzlich die Königsstellung. Nelly nutzte die Fehler konsequent und „spielte“ quasi mit ihrer Gegnerin bis zum Matt. Und es wurde mal wieder ein „Adelmeyertag“, denn auch Matti konnte seine Auftaktpartie gegen Lucas Göritz (SF Bad Schmiedeberg) gewinnen, war aber mit sich sehr unzufrieden. Etwas unzufrieden wird auch Jaron Rumpold mit seinem Auftakt gegen Jonathan Rabenstein (USC Magdeburg) sein. Immer leicht überlegen und mit Mehrbauern, reichte es, in einem Endspiel mit gleichfarbigen Läufern nur zum Remis. Dennoch, ein guter Auftakt!

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