Landeseinzelmeisterschaft in Naumburg vom 12.- 16.02.2019 (Tag 5)

Der zweite Tag

Till

Till

Schwere Gegner für fast alle unserer Kinder gab es Runde 2. Zum Beispiel die AK u10, zum Beispiel Till Baude. Er musste gegen den an Nummer 1 gesetzten Sebastian Marcel Haubold ran und hatte sich trotzdem viel vorgenommen. Doch der Favorit war ganz einfach stärker, hatte schon nach weniger Zügen zwei Bauern mehr. Noch deutlicher war es im Mittelspiel, so dass Till, nach 50 Minuten, aufgeben musste. Ganz anders Sariana, mit Weiß, gegen Anna Elisabeth Dornheim. Spielerisch tritt die hallesche Bezirksmeisterin gegen die drei Schachzwerginnen derzeit sehr stark auf und machte im Prinzip dort weiter, wo sie gestern aufgehört hatte: gute Eröffnung, gute Angriffsideen, starke eigene Figuren und vor allem auch gute Verteidigungszüge beim Beachten gegnerischer Drohungen. Ihre Gegnerin versuchte wirklich alles, doch dieses Mal belohnte sich Sariana endlich. Und wenn sie noch länger überlegt, sieht sie sogar das Matt in 2. Nach 38 Zügen stand aber der erste erkämpfte Punkt gegen das weibliche u10 Schachzwergeimperium fest. Umso schwächer spielten Sariana und Till in der Nachmittagsrunde. Sariana unterlag, in nur 24 Minuten, Svenja Hoffmann, nach gutem Beginn, deutlich. Till traf auf Magnus Kuhlmann (VfL Gräfenhainichen). In einer turbulenten und wechselvollen Partie der verpassten Chancen auf beiden Seiten, geriet Till in ein Schwerfigurenendspiel. Ein scheinbar gefesselter Turm hätte mit Dc4+ zum Turm- und Partiegewinn für Till werden können. Leider übersah Till diesen Gewinnzug. Das Endspiel gegen die gegnerische Dame war dann verloren, somit blieb Till heute ohne Punkte.

Jaron

Jaron

In der AK u12 reißen die Spitzenpaarungen nicht ab. Bereits in der 2. Runde traf Anton Kageler auf Arne Herter (jetzt Schachzwerge Magdeburg). Anton, immer etwas in Zeitnot, die Partie lange ausgeglichen, schaffte es tatsächlich Arne, kurz nach der Zeitkontrolle, mit Läufer und Dame, Matt zu setzen. Jaron bekam es mit Luke Fathke (jetzt 1. SC Anhalt) zu tun, übrigens beide mit der haargenau gleichen DWZ-Zahl. Am Anfang stark, dann mit kleineren Ungenauigkeiten und der ersten Niederlage. In der Nachmittagsrunde musste Anton gegen Luka Fathke spielen. Dieses Mal hatte Anton einen deutlichen Zeitvorsprung, der am Ende die Partie entschied. Zwei Türme (Anton) gegen Springer+Turm (Luke) im Endspiel sprachen für Anton und im 39. Zug nur noch etwas mehr als eine Minute für seinen Gegner. Luke schaffte in den 67 Sekunden den 40. Zug nicht und unterlag tatsächlich dadurch durch Blättchenfall! Weiterhin ohne Begleitung einer Schachgöttin spielt hier Jaron. In der 3. Runde hatte er wieder im Turm-Bauernendspiel einen Mehrbauern (+1,7 nach 30 Zügen) gegen Youssef Tawilah (Cöthener FC Germania 03). Ähnlich wie in Runde 1 war es kompliziert und wieder gelang es Jaron nicht, ständig überlegen, zum vollen Punkt zu kommen. In der entscheidenden Phase, zwischen dem 30.-40. Zug fand er nicht die besten Züge. Das Remisangebot seines Gegners war Korrekt und Jaron musste mit dem zweiten Remis zufrieden sein. Anton führt nach drei Runden und ist auf einem guten Weg.

Nelly

Nelly

Im Mädchen-Open hatte Nelly mit Yara Stowicek eine schwere Aufgabe zugelost bekommen. Am Anfang gut, dann mit zunehmenden Schwierigkeiten, stellte sie eine Leichtfigur ein. Zuviel, weil im Endspiel auch noch der a-Bauer von Yara mit Turmunterstützung „durchmarschierte“ und einen Läufer kostete. Mit Turm weniger gab sie, einem Zug vor dem Matt, auf. In der Nachmittagsrunde war Magdalena Rabenstein (Schachzwerge Magdeburg) eine dankbare Gegnerin. Nelly gewann bereits im 15. Zug eine Figur und setzte dann dreizügig Matt. Nelly und Anastasia sind damit, nach drei Runden auf den Buchholzpunkt punktgleich Sechste.
Ein erstes, schönes Erfolgserlebnis hatte auch Calvin Meurer in der AK u14m in der 2. Runde. Gegen Florian Böhm spielte er im Endspiel mit Turm mehr stark auf Matt. Sein Gegner gab, nach 45 Zügen auf. Auch gegen Areg Khanbeykan war nicht ohne Chance, doch hier gab es, nach über zwei Stunden leider eine Niederlage.
Einen wertvollen halben Punkt erkämpfte auch Matti Adelmeyer in der AK u16m gegen Benjamin Wagner (DWZ: 2006). Matti bezeichnete die schottische Partie als „langweilig“. Viel Theorie, vielleicht mit leichten Vorteilen für Matti. In Runde 3 gab es dann aber, in Zeitnot, die erste Niederlage gegen Simon Hoffmann. Mit wenig Zeit vergab er, mit der besseren Bauernstruktur, durch einige ungenaue Züge vielleicht das Remis.

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