Landeseinzelmeisterschaft in Naumburg vom 12.- 16.02.2019 (Tag 5)

Der dritte Tag

Wieder ein wunderschöner Wintertag hier in Naumburg (in den Vorgärten blühen schon die Schneeglöckchen). Heute gab es nur eine Runde in allen Altersklassen. Ob es (Achtung Wortspiel, wegen der Schneeglöckchen!) ein Flower-Power Tag wurde?
Ich beginne nicht ohne Grund mit der Altersklasse u10. Till hatte mit Thomas Marx (SG 2011 Sennewitz) eine lösbare Aufgabe. Ich hatte mit ihm kurz vorbereitet, doch nach 10 Minuten stellte er, im 18. Zug einzügig die Dame (18. Dh3?? Lxh3) ein. Über 30 Züge verteidigte Till eine Stellung, die nicht zuhalten war. Turbulent, kurios und nicht normal war Sarianas zweite Partie gegen Sarah Heutling. Und auch sie begann schlecht. Nach Figureneinsteller im 9. Zug spielten plötzlich Sarianas Dame gegen Turm, Läufer und Springer. Ein durchaus anspruchsvolles Endspiel. Sariana spielte konzentriert, beachtete Drohungen und die Dame sammelte Bauern ein. Beide fanden nicht die besten Züge im Mittelspiel und im 30. Zug betrug der schwarze „Vorteil“ noch +0,48. In der Folge vergab Sariana Chancen zu Figurengewinnen (mit Schachs, 31. De6+, 34. Dh8+ mit sofortigem Springergewinn und +3,8 für Sariana!!) Stattdessen bastelte Sarah an einem komplizierten Mattbild und ob Plan oder doch Zufall, im 36. Zug ging das mit 36. f4# tatsächlich auf. „Ist das Matt fragten mich beide noch…“ Ohne Kommentar.

Anton

Anton

Ich war dann kurz als Verleger im Schiedsrichtergewand tätig und konnte nach meiner Rückkehr von der hiesigen Gutenbergbuchhandlung den Kampf der anderen sehen. Anton und Jaron verfügten jeweils über Mehrbauern. Aber es war nicht einfach. Anton, ständig deutlich im Plus, nahm am Ende lieber das Remisangebot von Valentin Udelnov (Schachzwerge Magdeburg) an. Jaron hingegen hatte alles im Griff gegen Wen Tao Lin (FC Germania Köthen 03) und erkämpfte seinen ersten Sieg. Anton bleibt auch nach dem 3. Tag in Führung.
Erwartungsgemäß unterlag Calvin Michael Pikalow (USC Magdeburg). Doch dann war „Adelmeyertag Part 2“. In der Partie Alina Mirschel (Schachzwerge Magdeburg) gegen Nelly Adelmeyer erlebte ich die entscheidende Phase live! Nelly griff mit Turm und „Riesenläufer“ klug an, gewann einen Springer und klaren Vorteil. Die große Schachzwergin ließ sich dann das Matt noch zeigen und Nelly ging, in der u12w zu mindestens zwischenzeitlich in Führung. Morgen spielt sie gegen eine kleinere Schachzwergin mit WM-Erfahrung.
Leider nicht „live“ erlebte ich die Partie zwischen Matti Adelmeyer und Florian Dietz. Erfreulicherweise kann Matti gut vorführen und so bekam ich eine tolle, weil vor allem ideenreiche, Angriffspartie präsentiert, mit 87% Computerzügen und der Aufgabe von Florian Dietz nach genau 50 Zügen! Was für ein Abschluss des Tages! Hoffentlich geht morgen die Post ab!
Dann hieß es „Tritt ein in den Dom…“, nach einem Lied einer früheren DDR-Band. Es war ein eiskalter und sehr alter Dom (1028 gegründet), aber trotzdem interessant. Und das hart erkämpfte Weltkulturerbe ist natürlich wirklich sehenswert. Übrigens durften wir im Dom sogar schachspielende Affen bewundern (an einer Säule). Und wir hatte sogar eine „Livereporterin“, die alles (für ihren Vortrag vor der Klasse!) aufgenommen hat und viele Fragen stellte. Mit ihr und den anderen ging es dann noch in ein Cafe, wo man sich mit Eis aufwärmte. Pizza gab es am Abend für einige unserer Vereinsmitglieder auch noch.

Pizzaessen

Pizzaessen

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