Landesliga u20

Spannender Auftakt

Mit der Begegnung gegen SV Rochade Magdeburg 96 begann das Experiment Landesliga u20 für unseren Verein. Das Sextett, das uns am Auftaktspieltag vertrat, hatte ein Durchschnittsalter von 13,5, also ein wirkliches Experiment. Allerdings glaubten unsere Gäste, uns auch mit 5 Spielern besiegen zu können und so durfte Jaron Rumpold nach einer halben Stunde und 1. d4 wieder nach Hause gehen und unsere Mannschaft führte mit 1:0.

An den Brettern entwickelte sich in der Folge ein harter Kampf. Die Magdeburger starten fast überall sehr aggressiv und speziell bei Nelly und Charlotte zeigte das Wirkung. Zwar hatte Nelly schnell einen Mehrbauern, doch mehrere „Baustellen“ auf dem Brett. Ständige Drohungen ihrer Gegner brachten die Mädchen stellungsmäßig klar in Nachteil. So bedrohte Siegfried Hoffmann ständig die Dame von Charlotte, die zusätzlich noch auf eine Mattdrohung auf g7 achten musste. Nelly verlor schließlich Material und musste nach 90 Minuten aufgeben und wenig später unterlag auch Charlotte. Die Gäste gingen in Führung.

Anton

Anton

Viel los war vor allem auch bei Anton. Auch sein Gegner befand sich fast ausschließlich im Angriffsmodus. Doch Anton verteidigte sich geschickt und war eigentlich immer „Herr der Lage“. Doch dann verrechnete sich sein Gegner, Jordan Enekwizu, und dies gleich zweimal. Beim zweitenmal verpasste er das sichere Remis (erzwungene dreifache Zugwiederholung) und stellte dafür einen Springer ein. Bei einem Remis an Brett 3 wäre der Wettkampf für und verlorengegangen. Anton hatte einfach auf alles eine (durchdachte) Antwort, seine beiden Leichtfiguren (Springer und Läufer) regelten alles im folgenden Bauernendspiel und im 62. Zug gab sein Gegner auf.

Doch für die Spitzenbretter war es das noch lange nicht. Dort ging es jetzt erst richtig los. Kurioserweise mit „verteilter Zeitnot“. Am Brett 1 war Simon Hoffmann gegen Matti Adelmeyer in Zeitnot und an Brett 2 Lars gegen Nick Schulze. Matti hatte sich sehr gut auf Simon eingestellt, hatte plötzlich einen Springer mehr und dominierte die Partie. „Für Lars gibt es keine Zeitnot…“, flüsterte mir Nelly zu und tatsächlich kann Lars mit wenig Zeit recht gut umgehen. So lag Spannung in der Luft, diesen Wettkampf vielleicht sogar noch gewinnen zu können. Doch sein Gegner startete einen Mattangriff auf den freistehenden König (mit 16 Minuten Zeit) gegen Lars (96 Sekunden) und das konnte nicht gut gehen. Nach der Fesselung von Lars Dame kam tatsächlich das Matt auf g2 mit Dame und Läufer. Am ersten Brett wurden dann noch einige Züge gespielt. Doch mit der Bildung eines zweiten Freibauern von Matti gab Simon nach fast 4 Stunden auf und das gerechte und verdiente Mannschaftsunentschieden war perfekt. Und der nächste schwere Gegner wartet am 9. November: der 1. SC Anhalt!

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