5. Spieltag Bezirksklasse

Auswärtssieg nach schnellem Rückstand

Zum dritten Auswärtsspiel musste unsere 2. Mannschaft nach Klostermansfeld, übrigens wieder mit unserem „Reisepartner“ PTSV Halle I. Nach rund einer Stunde sah es an den hinteren Brettern recht gut aus. An beiden Brettern waren wir favorisiert. Sowohl Huangjia Li als auch Alexander Iziumschi hatten eine Bauerneinheit mehr und griffen an. Joris Wähler musste sich gegen Gerhard Arnold mit einen frechen Zentrumsbauern herumärgern. Doch entschieden war an allen Brettern gar nichts. Mannschaftskapitän Markus Wähler suchte sein „Heil“ im Angriff gegen einen unglaublich schnell spielenden Ricardo Würzberger (Gesamtspielzeit: 14 Minuten!). Dann fielen, kurz hintereinander drei Entscheidungen. Alexander hatte eine Drohung übersehen und unterlag, dafür gab es den Punkt für uns an Brett 6. Huangjia Li verbuchte den dritten Sieg im dritten Spiel, tolle 100%! Am Spitzenbrett verpasste Markus die Chance zur dreifachen Zugwiederholung und so stand es, nach knapp zwei Stunden 2:1 für die Gastgeber.

Eric

Eric

Doch zu dieser Zeit war wirklich jeder Spielausgang möglich. Und dann kamen uns gegnerische Fehler zur Hilfe. Am 3. Brett hatte Eric einen starken weißen Angriff mit mehreren Figuren. Sein verzweifelter Gegner stellte plötzlich einen Springer ein, verhinderte zwar dann das schnelle Matt auf e8. Doch ein Freibauer stellte ihn vor unlösbare Probleme. Eine starke Schwarzpartie war erneut auch von Jaron zu sehen. Mit Mehrbauern hatte er ein Remisangebot erhalten, doch Markus ließ Jaron weiter spielen. Eine richtige Entscheidung. Sein Gegner, René Hammerschmidt, hatte mit Weiß kaum sinnvolle Züge, gegnerische Angriffsversuche machte Jaron zunichte. Als sein Gegner den f2- Bauern einstellte, gab er wenig später auf.
Joris Wähler war in ein Doppelturmendspiel geraten. Er bat mich nach der Partie, solche Endspiele im Training zu üben. Doch auch ohne vorbereitendes Training machte er es perfekt. Sein Gegner vergab wohl irgendwann den leichten Vorteil und Joris bot Remis, was sofort abgelehnt wurde. Allerdings sah er wenige Züge später nur seinen Freibauern und nicht die Drohung. Joris setzte eiskalt, in der Brettmitte, Matt und unser Team ging nun sogar in Führung, ein echter „Big Point“ und eine Wende in dieser Begegnung. Sein Gegner gratulierte mit: „Gut gemacht!“ Das kann man so sagen, Klasse, Joris!
Inzwischen ging das Spiel (oder die Quälerei) am 3. Brett weiter. Der Gegner von Eric, Gerhard Schade, überlegte fast eine halbe Stunde am 34. Zug Kf5 und an einer Lösung, die es nicht mehr gab. Im 37. Zug, nach dreieinhalb Stunden, gab er auf und unsere Mannschaft bejubelte (leise) den wichtigen und verdienten 4:2 Auswärtssieg. Nun können die starken Mannschaften kommen.

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