Bezirksoberliga 5. Runde

Überraschend deutliche Erfolge

Überraschend deutliche Erfolge
Bei dem ersten Spiel im neuen Jahr haben wir in der Johannesgemeinde den SV Sangerhausen II empfangen. Zum ersten Mal dabei war Justus Prietzsch am 8. Brett. Damit betrug das Durchschnittsalter der Mannschaft nur 16 Jahre!
Die kurioseste Partie des Tages spielte Julius Pietsch. Nach der Eröffnung entstand eine ausgeglichene Stellung. Die schwarzen Figuren vom Gegner waren vielleicht etwas aktiver, insbesondere ein Turm auf e4. Doch plötzlich schlug dieser Turm einen gedeckten Bauern, worauf er natürlich rausgenommen wurde. Der Gegner gab sofort auf.
Den zweiten vollen Punkt holte Yury Golitsyn. Ihm gelang ein Königsangriff mit Damenopfer. Der Gegner nahm das Opfer an und gab einen Zug vor dem Matt auf.
Die Führung wurde durch Nelly Adelmeyer weiter ausgebaut. Sie musste den größten Teil ihrer Partie verteidigen und verhindern, dass die weißen Türme auf die Grundreihe gelangten. Nach einigen Ungenauigkeiten vom Gegner schaffte Nelly die Stellung ihrer Figuren zu verbessern und sogar die gegnerische Dame aufzuspießen.
Wenig später beendete auch Justus Prietzsch seine Partie mit einem Sieg. Im Mittelspiel gewann er einen Bauern und dominierte mit seinem Läuferpaar auch im Endspiel. Schließlich war der Gegner gezwungen seinen Läufer für den weißen Freibauern zu geben. Die Partie war danach entschieden.
Der fünfte volle Punkt und somit der Mannschaftssieg kam von Anton Kageler. Er hatte während der ganzen Partie keine Probleme. Nach und nach gewann er immer mehr Raum und schaffte einen Durchbruch am Damenflügel. Nach dem Bauerngewinn konnte Schwarz die Stellung nicht mehr halten und gab auf.
Die restlichen drei Partien wurden im Wesentlichen durch die Zeitnot entschieden. Lars Jungklaus kam gut aus der Eröffnung heraus und war immer aktiv. Mit knapper werdender Zeit verlor er zwei Bauern. Doch dann stellte der Gegner eine Qualität ein und die beiden einigten sich auf Remis.
Bei Matti Adelmeyer verlief die Partie sehr langsam. Als die beiden Spieler jeweils noch 15 Minuten auf der Uhr hatten, hatten sie noch über 20 Züge bis zur Zeitkontrolle. In einer unübersichtlichen Stellung mit vielen Drohungen übersah Matti einen Turmabzug und musste aufgeben.
Und auch bei Charlotte Derling war die Zeit sehr knapp. Sie gewann eine Qualität, ließ aber den Vorstoß eines weißen Bauern bis auf f6 zu. Das gab dem Weißen die Möglichkeit auf Matt zu spielen. Mit einigen genauen Zügen wäre die Stellung zu gewinnen, doch dafür fehlte eben die Zeit…
Am Ende gewannen wir klar mit 5,5 Punkten. Weiter so!

Yury Golitsyn

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