7. Spieltag Bezirksklasse

Erste deutliche Niederlage

Der 7. Spieltag führte uns zum Naumburger SV IV in die Domstadt. Neben der gewohnten Besetzung nahm diesmal Calvin den Platz von Alexander ein. Bei herrlichem Schachwetter, also Nieselregen, trafen wir pünktlich im prall gefüllten Spiellokal ein. Aufgrund der anhaltenden Grippewelle verzichtete man auf das obligatorische Händeschütteln vor der Partie.

Naumburg

Naumburg

Nach rund einer Stunde sah es an allen Brettern ausgeglichen bis erfreulich aus. Speziell am 5. Brett hatte sich Joris eine Gewinnstellung erarbeitet. Er fand jedoch nicht die optimale Fortsetzung, tauschte ungünstig ab und geriet später selbst in eine Springergabel mit Turmverlust. 1:0 für Naumburg. Mir am 1. Brett ging es ähnlich. Ich kam gut aus der Eröffnung, mit leichten Vorteilen selbst mit einem Minderbauern. Mit zunehmender Partie wurden die Figuren gleichermaßen vom Brett genommen. Der Abtausch meines letzten Springers gegen den gegnerischen Läufer war dann entscheidend und das entstandene Bauernendspiel nicht mehr zu halten. 2:0 für Naumburg. Dennoch blieb noch ein wenig Hoffnung auf einen Mannschaftspunkt. Calvin stand inzwischen deutlich im Plus am 3. Brett gegen seinen mehr als 200 DWZ-Punkte stärkeren Kontrahenten. Er hatte 2 Figuren mehr und verwertete diesen Vorteil sicher, still und leise zum Sieg. Ganz starke Partie nach längerer Abstinenz in der Bezirksklasse und zweifelsohne der Höhepunkt des Tages. Auch bei Eric erkannte ich noch Gewinnpotential. Aufgrund dessen und angesichts des Zwischenstandes musste ich ihm sogar die Annahme des Remis verweigern. Huangjia hatte mit einem Qualitätsgewinn ebenfalls aussichtsreiche Chancen. Leider kann man sich von so einer Momentaufnahme nicht viel kaufen. Irgendwie passte nicht viel zusammen an diesem Tag. So kippte auch am letzten Brett die Partie von Huangjia noch, nachdem er in eine Springergabel mit Turmverlust getappt war. Erics Gegner spielt das Bauernendspiel auch stark, eroberte zwei Bauern und setzte am Ende sogar matt. Somit war der Wettkampf zu Gunsten der Gastgeber entschieden. In der letzten Partie einigten sich Jaron und sein Gegner auf remis.
Am Ende eine verdiente 4,5 zu 1,5 Niederlage, bei der der ein oder andere Punkt mehr möglich gewesen war. Da entschädigte auch der tolle Regenbogen auf der Rückfahrt nicht mehr wirklich für die Abfuhr, schon eher die Ergebnisse der direkten Konkurrenz gegen den Abstieg, die glücklicherweise auch alle samt verloren. So haben wir noch alle Chancen auf den Klassenverbleib.
Markus Wähler

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