Bezirksoberliga 6. Runde

Zur 6. Runde in der Bezirksoberliga sind wir mit der gleichen Ansetzung wie bei dem letzten Spiel angetreten. Das Ziel war gegen WSG Halle-Neustadt mindestens einen Mannschaftspunkt zu holen. Wir haben das Ziel merklich übertroffen. Es wurden viele interessante Partien gespielt.
Nelly Adelmeyer war sehr schnell beim Ziehen und die Partie an sich dauerte nicht lange. Nelly opferte ihren Läufer für drei schwarze Bauern, einer davon war bis nach a7 vorgedrungen. Es kam aber keiner voran und so einigten sie sich auf ein Unentschieden.
Ebenso schnell ging die Partie von Justus Prietzsch zu Ende. Nach einer soliden Eröffnung ging es mit den aktiven Handlungen am Damenflügel los. Der Gegner von Justus gab zunächst unnötig zwei Leichte für den Turm ab und ließ anschließend noch seine Dame fangen. Damit gingen wir in Führung.
Sehr ruhig verlief die Partie von Julius Pietsch. Zu einer richtigen Auseinandersetzung kam es nie, nach und nach wurden die Figuren abgetauscht und in einer ausgeglichener Stellung einigte man sich auf Remis.
Einen weiteren vollen Punkt holte Anton Kageler. Er war die ganze Zeit der aktivere Spieler mit besseren Figuren und großem Raumvorteil. Allerdings gelang es ihm nicht zum richtigen Vorteil zu kommen. Anton verbrauchte viel Zeit und musste die letzten Züge vor der Zeitkontrolle herunter blitzen. Sein Gegner mit deutlich mehr Zeit auf der Uhr stellte im 38. Zug einen Läufer ein, wonach der Rest eine Formsache war.
Die gewonnenen Partien wechselten sich heute mit den unentschiedenen. So spielte Charlotte Derling als nächste Remis. Sie suchte die ganze Zeit nach Wegen zum Vorteil, konnte diese aber nicht finden. Nach und nach verschwanden alle Figuren vom Brett und die Partie endete in einem ausgeglichenen Läufer vs. Springer Endspiel.
Bei Yury Golitsyn verlief die Partie zunächst ruhig. Beide Spieler tasteten sich vorsichtig heran und suchten mögliche Schwachpunkte in der gegnerischen Stellung. Dann entschied sich Schwarz für die Öffnung des Zentrums, allerdings auf Kosten eines Bauern. Das Spiel wurde immer taktischer, hinzu kam noch die heranrückende Zeitnot. Es reichte ein einziger Fehlgriff und Yurys Gegner musste schon einen ganzen Turm geben, um das Matt abzuwehren. Wenig später gab er dann auf.

Matti

Matti

Somit war der Mannschaftssieg perfekt. Aber es liefen noch zwei Partien an den Spitzenbrettern. Und es waren die richtigen Zeitnotthriller!
Am ersten Brett konnte man eine lebhafte Partie beobachten. In einer offenen Stellung versuchte Matti Adelmeyer mit Hilfe seines Läuferpaares zum Vorteil zu kommen. Zwischenzeitig stand er deutlich besser, dann glich sich die Stellung wieder aus. Als sich die erste Zeitkontrolle näherte, mussten die beiden Spieler viele schnelle Züge machen. Hier verpasste wiederum Schwarz die riesige Gewinnchance, als er seinen Freibauern nicht auf die zweite Reihe vorschob. Der Zeitzuschlag wurde schnell verbraucht und es wurde wieder hektisch. Schwarz machte einen ungenauen Turmzug, was von Matti sofort ausgenutzt wurde. Er gewann die beiden schwarzen Bauern und Schwarz musste aufgeben.

Lars

Lars

Parallel dazu nahm die Partie von Lars Jungklaus eine dramatische Wendung. Nach der Eröffnung entstand bei Lars eine geschlossene Stellung mit langen Bauernketten und keinen offenen Linien. Nach dem Tausch der letzten Leichtfiguren und dem Übergang ins Schwerfigurenendspiel bot Lars Remis an, doch der Gegner wollte weiter spielen. Ihm gelang es in die schwarze Stellung einzudringen und an einer Stelle verpasste Lars Gegner sogar einen forcierten Gewinn. Nach dem Abtausch der Türme entstand bei Weiß ein Freibauer auf der 6. Reihe, welcher von der Dame unterstützt wurde. Lars blieb die letzte Möglichkeit ein Dauerschach zu erzwingen. In der Hektik der Zeitnot (beide hatten nur wenige Minuten auf der Uhr) stellte Weiß seinen Freibauern ein Lars konnte sich damit retten. Witzig, dass in der Endstellung schon Lars auf Gewinn spielen könnte. Doch dafür fehlte die Zeit.
Ein Mannschaftssieg mit einer hohen Punkteausbeute. Was kann man sich noch wünschen?! Weiter so!
Yury Golitsyn

 

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