Landesliga u20 – Final Endrunde

Aufstieg verpasst, Vizelandesmeistertitel gewonnen!

u20

u20

Die diesjährige Endrunde in der u20 fand in Köthen statt. Vor dem Finale teilte unsere Mannschaft zusammen mit der Rochade Magdeburg den ersten Platz – die Mannschafts- und Brettpunkte waren identisch (das direkte Duell endete damals unentschieden). Das bedeutete für uns so viele Brettpunkte im letzten Spiel gegen CFC Germania 03 wie möglich zu holen und natürlich mehr als der direkte Konkurrent.
Es begann an allen Brettern zunächst ruhig. Dann geriet Nelly Adelmeyer in ein taktisches Qualitätsopfer. Ihr Gegner hat den schwarzen König komplett herausgezogen und drohte mit Springergabeln und Mattfallen. Nelly versuchte die Koordination ihrer Figuren herzustellen, doch ihr König war bereits in ein Mattnetzt gefangen.
Matti Adelmeyer setzte alles auf den Königsangriff und opferte einen Läufer. Das Opfer erwies sich als unkorrekt und die Gegnerin kam mit zwei Leichtfiguren und einem gefährlichen Freibauern gegen den Turm aus der Sache heraus. Die Stellung des schwarzen Königs wurde dafür nachhaltig geschwächt. Schwarz setzte den Freibauern in Bewegung, übersah aber an einer Stelle die Mattdrohung und musste angesichts der materiellen Verluste aufgeben. Ein schönes Comeback von Matti!
Eine gute Angriffspartie spielte Eric Koch. Schon früh verlor er einen Bauern. Doch dann verbesserte er nach und nach die Stellung seiner Figuren und setzte den Gegner unter Druck. Dies führte dazu, dass Weiß einen vergifteten Bauern mit dem Turm schlug und diesen sofort verlor. Danach dauerte die Partie nicht mehr lange.
Die Zeit schritt voran und gleich drei unsere Spieler(innen) gerieten in die Zeitnot. Am meisten war davon Lars Jungklaus betroffen. Von Beginn an stand er etwas passiv und fand kein eigenes Spiel. Der Gegner erhöhte den Druck am Königsflügel und angesichts der knappen Zeit reagierte Lars darauf nicht korrekt. Somit mussten wir einen weiteren Brettpunkt abgeben.
Keine Probleme während der gesamten Partie hatte Charlotte Derling. Schon früh gewann sie einen Bauern, dann stellte ihr Gegner noch den zweiten ein. Nach der überstandenen Zeitnotphase tauschte sie alle Figuren ab und ging in ein gewonnenes Bauernendspiel über.
Die längste Partie des Tages spielte Anton Kageler. Nach der Eröffnung erreichte er eine gute Stellung, konnte aber die Passivität der gegnerischen Figuren nicht ausnutzen. So ging das Spiel in ein Dame + Läufer Endspiel über. Hier opferte Anton seinen Läufer für drei Bauern. Wenig später übersah er ein Schach und verlor einen seiner Freibauern. Danach kam keine der Parteien weiter und es wurde Remis vereinbart.
Zu diesem Zeitpunkt gelang es den Magdeburgern die Stellung an zwei Brettern umzudrehen und deutlich in Führung zu gehen. Am Ende gaben sie nur einen halben Brettpunkt ab und haben somit uns um zwei Brettpunkte überholt.
Yury Golitsyn

  • © 2020 Schachverein Roter Turm Halle e.V.
    Nutzung der Bilder ohne vorherige Einwilligung ist nicht erlaubt!
Top