Landesliga Vorrunde, Staffel Süd u12, 4. und 5. Runde

Spannendes Finale

Das u-12 Finale in der Vorrundenstaffel Süd an den heimischen Brettern in der Johannesgemeinde stand unter keinem guten Vorzeichen. Da hatte man sich auf eine umkämpfte zweite zentrale Endrunde gefreut und eingestellt, dann kam am drei Tage vorher die Komplettabsage der SF Hettstedt. Dirk Michael hatte keine „vollständige Mannschaft aufzubieten…“ Außerdem hält er die Landesliga u12 für „… die mit Abstand unattraktivste.“ Na ja, kann man so sehen. Wenn man böses denkt könnte man aber auch sagen, Hettstedt hat einfach „gekniffen“. Will mich aber nicht böse sein und mich nicht beschweren, denn dadurch war unser Team vorzeitig im Finale, konnte etwas länger schlafen und mit mehr Ruhe in das entscheidende Spiel gegen den USV gehen. Der USV hatte zuvor wenig Mühe mit dem Teutschenthaler SC.
Die „Derbys“ mit dem USV sind in den letzten Jahren immer etwas besonderes, das ist gut so!
Und so war es auch in diesem Jahr. Und der Wettkampf begann hervorragend. Mareks starker Fianchettoläufer kassierte mal schnell einen Turm von Alyson Kniesche und nach weiteren Fehlern stand es nach 31 Zügen und knapp 30 Minuten 1:0 für unseren Verein. Doch an den anderen Brettern entwickelte sich ein harter Kampf mit diesen Vorzeichen: Brett 1 Vorteile für Jaron gegen Marten Lischka, wieder mal eine eingestellte Leichtfigur aus der Eröffnung heraus bei Georg (gegen Carlo Patzschke) und totale Ausgeglichenheit bei Frederik Fiedler gegen Wieland Märker am Brett 4. Diese Ausgeglichenheit am 4. Brett hielt bis ins Endspiel. Schon schien es so, als wenn Frederik, mit starkem Freibauern und mit berechnetem Risiko, auf der Siegerstraße wäre. Doch ein sehr schneller, weil aktiver schwarzer König sorgte wieder für totale Ausgeglichenheit. Dann musste Frederik allerdings wieder in ein Bauernendspiel, eigentlich auch das klar Remis, doch ein Remisangebot musste Wieland ablehnen. Und: das wird beim USV geübt und so reichte ein falscher Königszug von Frederik und nach zweieinhalb Stunden war der letzte schwarze Freibauer auf dem Weg zur Dame und Frederik gab auf. Kurz hintereinander fielen dann, nach fast drei Stunden, die Entscheidungen. Noch einmal ging unser Quartett in Führung. Jaron kombinierte sich, klar überlegen, zum Grundreihenmatt mit seiner Dame. Georg hatte zwar durch eine starke Kombination die Figur zurückgewonnen und stand einige Züge auch auf Remis. Remisangebote wurden auch hier abgelehnt und Georg, nach übersehener Drohung schließlich Matt gesetzt. Ein 2:2, was keinem nützt? Ich denke doch! Das 2:2 ist ein gerechtes Ergebnis und belässt im Finale beiden die Chance für eine Medaille hinter den „Großen“ und für Überraschungen!

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