Vorrunde Landesliga u16

Knapper Erfolg im kalten Süden

Das erste Spiel der Vorrunde in der Landesliga u16 führte unsere Mannschaft in den tiefsten Süden von Sachsen-Anhalt, nach Zeitz. Dort sollten wir, laut Computeransetzung, eigentlich gegen den SV Merseburg spielen. Doch das war wohl ein Fehler im System, denn unser Gegner hieß SV Motor Zeitz + einem Gastspieler aus Merseburg + einem Gastspieler aus Granschütz. Beide Teams traten in Bestbesetzung an. Damit war mit einem schnellen und klaren Ausgang nicht zu rechnen.

Nelly

Nelly

Pünktlich ging es los und nach zwei Stunden war überhaupt nichts passiert. Außer: fast alle unsere Kinder hatten rund 25 Minuten mehr Zeit verbraucht, als ihr Gegner. Besonders an den Brettern drei und vier kämpften Jaron und Georg auch mit der Zeit. Nach zweieinhalb Stunden gab es dann den ersten Punkt für unser Quartett. Anton Kageler zwang Simon Donath zur Aufgabe. Zwischendurch hatte Anton Jaron Rumpold noch untersagt Remis anzubieten, was wohl eine kluge Entscheidung war. Jaron kämpfte sich gegen Matthias Schwarz mit Weiß schließlich in die Zeitkontrolle und gegen einen geschickt verteidigenden Gegner in den Angriffsmodus. Der Tausch der beiden Türme wurde erzwungen und dann entschieden verbundene e- und f- Bauern die Partie nach 49 Zügen. Nur kurze Zeit später bot Georg Spinka, kurz vor der Zeitkontrolle, mit Antons Genehmigung, Remis an. Georgs Gegner hatte nicht nur eine Stunde mehr Zeit, sondern vor allem, im Bauernendspiel mit gleichfarbigen Läufern einen Mehrbauern, nahm aber, zu unserer Überraschung, beim Stand von 0:2 das Angebot an. „Die spinnen, die Zeitzer“! Denn nun war der Mannschaftssieg „eingetütet“ und die drei Jungs konnten mit Frau Kageler gemütlich (hoffentlich dieses Mal ohne Blitzer!) zurückfahren. Nelly Adelmeyer hingegen musste gegen Finn Olmse Prudlick weiterkämpfen. „Am Anfang stand ich besser“, meinte sie nach der Partie. Nelly versuchte in der Folge alles, doch der sehr aggressiv und überlegt angreifende Granschützer verbesserte stetig eine Stellung und war im Schwerfigurenendspiel mit Mehrbauer klar besser. Nach dem Dameverlust im 54. Zug, um das Matt zu verhindern, durfte Nelly, nach viereinhalb Stunden aufgeben und war etwas traurig. Doch die Mannschaft hatte ein sehr wichtiges Spiel (gegen drei Vereine – hat man auch nicht alle Tage) gewonnen und wir dürfen, am 2. Advent, an heimischen Brettern, den 1. SC Anhalt II und den USC Magdeburg zum Finale empfangen. Die ersten beiden kommen weiter.
Dann wird die Raumtemperatur hoffentlich etwas höher sein, als im kalten Zeitz.

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