Deutsche Vereinsmeisterschaft u10 2021

Der 1. Tag, 12. August 2022:

Mannschaft

Mannschaft

Heute 36 Grad, eigentlich kein Wetter, um Schach zu spielen. Ein Teil unserer Kinder nutzte deshalb den Vormittag, um baden zu gehen.
Gespielt wird in einem klimatisierten Saal, es gibt kühle Getränke für die Kinder. Trotzdem muss mit Maske gespielt werden, Betreuer müssen den Saal verlassen und es ist ganz schön eng. Doch viele Entscheidungen, sei es schachlich oder hygienisch, sind nicht zu verstehen, das zeigte auch die Betreuerbesprechung. Mit über 20 Minuten Verspätung begann dann Runde 1. Gegner unseres Quartetts war SC Rochade Leinefelde aus Thüringen.
Erfreulich: nach 30 Minuten spielten alle vier noch, erst nach 40 Minuten kam Philipp (Kappler) mit seiner verlorenen Auftaktpartie. Er war sehr aufgeregt und begann deshalb mit 1. …b5? und sah sich ständigem Druck seines Gegners ausgesetzt. Doch einmal drohte er selber Grundreihenmatt und so war ich nicht unzufrieden. Ezzedin hatte mit Weiß gut begonnen, doch führten „Rechenfehler“ zu Figurenverlusten und zum Schluss kostete eine Drohung, die keine war, noch einen Turm und die übersehene Mattdrohung die Partie nach knapp einer Stunde. Doch dann gab es Hoffnung: nach einem „sauberen Sizilianer“ hatte Knut seine Partie mit vielen schönen Ideen gewonnen. Er wehrte alle Angriffsversuche am Königsflügel ab und löste dann die Stellung mit dem Damegewinn auf und sein Gegner gab, nach 35 Zügen auf. Doch das Hoffen wehrte nur kurz. Julian Brückner hatte in der Eröffnung, mit starken Zügen, zwei Bauern gewonnen. Doch dann schlug sein Gegner, Johan Meitzner, zurück, gewann durch ein Abzugsschach eine Leichtfigur und die Partie kippte, zumal Julian auch Zeitprobleme bekam. Richtig analysieren konnte man die Partie leider auch nicht. Trotzdem war, nach 85 Minuten unsere 1:3- Auftaktniederlage perfekt.
Relativ pünktlich begann die späte Runde heute. Und es ging nach Berlin, der Gegner Königsjäger Süd-West. Eine Begegnung mit Chancen? Nein, nach exakt einer Stunde war die zweite 1:3- Niederlage perfekt und wieder hatte man das Gefühl, eine Chance auf ein Unentschieden vergeben zu haben. Philipp zum Beispiel verschenke, im 7. Zug, einfach einen Springer und tat dann gar nichts gegen die Mattpläne seines Gegners. Knut hingegen war eigentlich die gesamte Partie überlegen. Nach guter Eröffnung stand er mit 2,4 im Plus – dann kam das Grundreihenmatt mit der Dame, weil er einen Turm auf die 7. Reihe des Gegners zog. Einige Fehler auch in Ezzedins Partie, vor allem eine Springergabel auf c7, danach war er völlig ohne Chance und er gab im 33. Zug auf. Erfreulich dann der Sieg an Brett 1 von Julian gegen Hao Weng (DWZ: 1260). Julian bot eine starke Abwehrleistung gegen den weißen Angriff und entschied mit einer herausgespielten Bauerngabel mit Turmgewinn, im 29. Zug eine starke Partie. Also ein Tag mit zwei Niederlagen.

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