Jugendlandeseinzelmeisterschaften in Arendsee 2022 (5. Tag – 13.4.)

Anreise und 1. Runde

Früher war alles anders, vielleicht sogar besser. Das gilt für diese aus den Winter- in die Osterferien verschobene Landeseinzelmeisterschaft ebenso wie für das Vorfeld dieses Höhepunktes der Landesschachjugend. Wieder hatte es keine Qualifikation in den Schachbezirken gegeben. Aus unserem Verein hatten 12 Kinder und Jugendliche sich angemeldet, dazu 5 Betreuer. Doch bevor man teilnehmen durfte musste man einige Papiere ausfüllen oder besorgen.

KIEZ

KIEZ

Erstmalig mussten die AKs u12-u18 eine FIDE-ID, unterschrieben von den Eltern einreichen. Dazu kam natürlich ein negativer certifizierter Test wegen Corona, dass doch eigentlich gesellschaftlich in Sachsen-Anhalt besiegt ist.
Ausgerechnet der Trainer konnte diesen nicht erbringen und wurde einen Tag vor der Abreise positiv getestet. Nichts war es mit der Betreuung der zwei Mädchen und 10 Jungs, wobei man sagen muss, dass es, aus unterschiedlichen Gründen einige schmerzliche Absagen oder zu späten Meldungen von starken Spielern unseres Vereins gegeben hatte.
Was soll`s, zur Verabschiedung war der „Chef“ natürlich da, mit guten Wünschen und der Hoffnung auf einen negativen PCR-Test. Inzwischen ist auch diese Hoffnung vom Tisch, ich werde also diese LEM leider verpassen.
Pünktlich fuhren also 6 Autos mit 16 negativ getesteten ins ferne Arendsee. Veranstaltungsort das KIEZ, alles war vorbereitet.
Ein wenig fieberte ich natürlich schon auf die einzige Runde des Tages und tatsächlich: eine Stunde nach Rundenbeginn konnte ich in Halle die erste (sogar gewonnene) Partie von Knut Meurer eingeben. Es war eine etwas chaotische und typische Auftaktpartie gegen Ramon Marks (USV Halle), die von Knut klar beherrscht wurde. Mit zwei Türmen mehr, erzwang er den Dametausch und die Aufgabe nach 35 Zügen. Auch Julian Brückner löste die Auftaktaufgabe souverän. In der Partie gegen Oskar Tomczyk (SK Dessau 93) gewann er bereits im 10. Zug die Dame und setzte dann mit Dame und Turm auf g7 Matt. Unser dritter Teilnehmer in der AK u10, Philipp Kappler, unterlag leider Oskar Pagel (SF Hettstedt). In einer Partie mit wechselnden Chancen war Philipp zu Beginn deutlich unterlegen. Doch mit wachsender Spielzeit hatte er, vor allem mit starker Dame einen Superangriff, gewann im 23. Zug die Dame (gegen einen Turm) und ging in ein interessantes Endspiel Dame gegen Turm und Springer. Den Springer, den er „gefangen“ hatte, wollte er, im 30. Zug, nicht haben. 8 Züge später fand eben dieser Springer die entscheidende Schachgabel mit Damegewinn. Philipps Kampf gegen den Favoriten endete, nach 50 Zügen, also mit einer Niederlage unter dem Motto „einmal nicht aufgepasst“. Zu dieser Zeit war die Vereinspaarung unserer Mädchen in der AK u10/ u12/ u14 bereits zu Ende. Michael Zeuner hatte mir, kurz vor Turnierbeginn vorgeschlagen, Tessa Meurer mit in die jüngere Mädchenklasse zu nehmen. So kam es zu dieser ersten eigentlich völlig offenen Vereinspaarung die Sariana schließlich gewann.
Einen schweren Stand hat Marek Mischkewitz in der AK u14. Und dann bekam er zum Auftakt auch noch Valentin Udelnov zum Gegner. Doch er begann recht gut und traf, ausgerechnet im 13. Zug, eine falsche Entscheidung mit Turmverlust. Nach 34 Zügen gab er auf. Ähnliches gilt für Matteo Bormann in der AK u12. Björn Wötzel aus Teutschenthal war zu stark für Matteo. Nach 32 Zügen gab er, einen Zug vor dem Matt auf. Besser lief es für unseren zweiten Vertreter in dieser AK. Till Gollmann gewann gegen Firdavs Komiljonov (SK Dessau 93) sicher.
Drei Spieler sind in der AK u16 dabei, Anton Kageler gewann wieder einmal gegen Simon Donath (SV Merseburg), doch für die beiden anderen gab es leider Auftaktniederlagen. Friedrich Boye unterlag Christoph Schröter (1. SC Anhalt) und Neuling Philip Le verlor gegen Robin Schiffner (USC Magdeburg). Er begann mutig mit skandinavisch. Ich hatte ihn eigentlich davor im Training gewarnt und ihn darauf hin gewiesen, dass man irgendwann mal c6 spielen muss. Das wollte er von Anfang an nicht (4. …Sc6) und so verlor er tatsächlich im 10. Zug die Dame.
Viel besser lief es für Lenhard Zaprasis in der AK u18 in seinem ersten Turnier auf Landesebene gegen den an Nummer 3 gesetzten Niclas Rohde (1. SC Anhalt). Am Ende Remis – sehr stark Lenhard.

Insgesamt also ein guter Auftakt in dem 50% der Punkte gewonnen werden konnten. Weiter so!

  • © 2022 Schachverein Roter Turm Halle e.V.
    Nutzung der Bilder ohne vorherige Einwilligung ist nicht erlaubt!
Top