Landesliga u12: 3.und 4. Runde

Zwei Siege und die fast sichere Medaille, trotz alledem!

Die Doppelrunde der Landesliga u12 in Halle stand wie schon die u16 einen Tag zuvor unter keinem guten Stern. Matteo hatte sich krank gemeldet und auch andere Kinder waren zu mindestens nicht richtig fit.
Gegner in Runde 3 war der VfL Gräfenhainichen. An Brett 2 bekam Ben Zeuner nacheinander viele Figuren geschenkt und hatte dann, nach knapp einer Viertelstunde, auch noch einen starken Mattplan. Auch Philipp, neu am 3. Brett, spielte überlegen, gewann nach nur 14 Zügen durch eine Springergabel die Dame und auch er setzte zügig Matt. Eine interessante Mädchenpartie gab es an Brett 4. Flora Greither hatte sehr gut begonnen, ließ dann aber zu viel zu und stand bei ihrem (ungültigen) Remisangebot leicht im Minus. Sie entschuldigte sich dann, nur Remis gespielt zu haben, dennoch sicherte dieses Remis erstmal den Erfolg der Mannschaft. Julians Gegner, Jonas Walther, wunderte sich nach 90 Minuten: „Spielt der (Julian) immer so lange?“ Doch Julian ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und arbeitete an seinem starken Mattplan mit vier Figuren. Nach genau zwei Stunden und 34 Zügen gewann Julian das Spitzenbrett und der 3,5:0,5 Sieg war komplett.
Etwas schwieriger wurde die Aufgabe gegen SK Dessau 93. Hier überraschte Flora mit dem frühem Damegewinn. Dennoch herrschte an den Spitzenbrettern zunächst Ausgeglichenheit. Nur Philipp hatte, nach einer Viertelstunde, eine Figur weniger. Zur allgemeinen Überraschung bot Ben dann, mit Mehrbauern, Remis an, was rasch angenommen wurde. Kurz zuvor hatte der USV, nach nur 22 Minuten(!!) und sogar mit einem Schäfermatt(!!) Gräfenhainichen mit 4:0 besiegt. Dann wurde bei uns wieder gejubelt: Flora Greither gewann ihr erstes Punktspiel in der LL u12 und stellte die Weichen auf den zweiten Sieg. Julian hatte im Turmendspiel zwei verbundene Bauern an beiden Flügeln und zwischendurch 2 später 3 Bauern mehr. Doch unser Interesse galt Philipp. Trotz Figur weniger ärgerte er seinen Gegner mit Angriffen auf die weiße Dame, gewann dadurch die Leichtfigur zurück und hatte längere Zeit die Chance auf Dauerschach (Remis). Doch Philipp hatte eine geniale Idee. So rückte der f- Bauer immer weiter vor und der weiße Turm griff scheinbar nur die gegnerischen Bauern am Dameflügel an. Dann kam 39. …f3! Er wird noch nicht? Sein Gegner reagierte schnell mit 40. b6 und Philipp setzte einfach mit 40. …Tc1 Matt. Sagenhaft und ich glaube sogar ein kleines Lächeln bei Philipp entdeckt zu haben. Blieb Brett 1: doch die Stellung war für Victor Widdel nicht halten. Kurz nach der Niederlage an Brett 3 gab der Dessauer auf. Wieder ein 3,5:0,5 Sieg, dieses Mal nach nur 80 Minuten, und fast die erhoffte Medaille für unser Team!

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