Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft in Willingen 2026

Der 3. Tag 26. Mai 2026

Heute gab es komischerweise nur eine Frührunde. Immerhin mit einem 50% – Ergebnis.
Luisa traf in ihrer vierten Partie auf Yasmina Abdullayeva (SF Augsburg), dieses Mal die Dritte der LEM in Bayern. Sie startete (gut vorbereitet) gut. Allerdings bekam sie, aus dem Mittelspiel, nach dem Dametausch (21. Zug -1,3 für Schwarz) eine bedenkliche Bauernstruktur. Diese Bauernstruktur verschlechterte sich durch den Tausch Läufer gegen Springer weiter. Luisa setzte dann auf den a- Bauern, doch die Ausgangsstellung für dieses Bauern-Turmendspiel war eben schlecht und solche Endspiele sind wohl (noch) nicht Luisas Ding, besonders wenn ihr König dann auch noch etwas ängstliche Züge macht (42. Kc6?). Sie kämpfte zwar noch weiter war aber gegen die verbundenen c- und d-Bauern am Königsflügel zu langsam. Mit neuer Dame setzte ihre Gegnerin, nach 58 Zügen, Matt. Schade.
Übrigens geriet auch Alona Dobrynina im Spitzenspiel in der AK u10w in ein verlorenes Bauernendspiel gegen Anna Valentina Özdemir (Düsseldorfer SK 14/25). Allerdings griff sie zu Beginn, gegen die Nummer 2 der Setzliste, mutig, ideenreich und frech an (13. Sxh8) und brachte die klare Favoritin schwer in Bedrängnis. Unsere u10 Mädchen können`s nämlich, wenn sie cool bleiben!

Ali traf mit Philip Vilain (SC Heitersheim) zum vierten Mal auf einen 1800er. Sein Gegner aus Baden hatte bisher noch nicht verloren. Zuerst sah die Partie etwas nach Spiegelschach aus, dann forcierte Alis Gegner den Abtausch vieler Figuren. Ali, kurze Zeit mit dem Läuferpaar mit Chancen und leichten Vorteilen. Doch ungleichfarbige Läufer und 5 Bauern an beiden Flügeln blieben übrig, scheinbar wolle keiner verlieren und nichts riskieren. Und so war das Remis, nach dreifacher Zugwiederholung, die logische Folge nach fast 4 Stunden (Langeweile). Für Ali sicher ein wertvoller Teilerfolg, für seinen Gegner das dritte Remis in Folge!

Greta

Greta

Auf dem „Remisweg“ schien auch Greta Müller gegen Valentine Langhammer (SC Borussia Lichtenberg) zu sein. Nach knapp 90 Minuten, vielleicht wieder etwas zu schnell, gingen die beiden ins Doppelturmendspiel mit je 5 Bauern. Doch auch hier entschied letztlich die bessere Bauernstruktur. Und die hatte Greta! Dazu kam, dass ihre Gegnerin, mit Bauern weniger, unbedingt den letzten Turm tauschen wollte, worüber sich Greta sicher gefreut hat. Den Rest erledigte sie clever und routiniert, sicher mit viel Freude und ihre Gegnerin ließ sich, nach 60. a7, das Matt nicht mehr zeigen. Interessant ist aber ein Blick auf den Endstand von Gretas Uhr: 1.09.01 (Man beginnt bei 1.30)!
Also 1,5 Punkte heute. Morgen geht es dann in die zweite Doppelrunde!