Der 7. Tag 30. Mai 2026
Die letzte Runde. Können unsere Kinder noch einmal punkten? „Ich versuche alles,“ schrieb Ali. „Ich muss mit Schwarz gewinnen…“
Doch zuerst wieder zu Luisas Partie gegen Eva Koniushina (SC Wittlich 1947) aus Rheinland-Pfalz. Es kam wieder Französisch, die Abtauschvariante, und ihre Gegnerin begann offensiv. Doch Luisa hielt stark dagegen, stand meist im Plus und gewann, im 23. Zug, einen Turm (für einen Läufer). Geschickt bekämpfte sie zwei Bauern am Dameflügel. Es entstand ein Endspiel Turm gegen Springer mit je einem Bauern (49. Zug, + 2,4 für Luisa). Remis war es immer, doch im 52. Zug tauschte Luisa ihren Turm gegen den Springer und danach war es sofort Remis. „Luisa ist zufrieden und vor allem kaputt,“ schrieb Jessica. „Sie sagt, dass sie überlegt hat, aber Angst um den halben Punkt hatte und sicher gehen wollte.“
Man kann es verstehen. Aber natürlich war es eine Chance, so ein Endspiel (mit fast gleicher Bedenkzeit von 30 Minuten) bei einer DEM mal auszukämpfen.
Ähnliches Ende auch bei Greta in ihrer Partie gegen Layla Jänsch (SK Johanneum Eppendorf). Hier war lange gar nichts los. Interessant wurde es eigentlich erst nach dem Abtausch der Schwerfiguren. Gretas Gegnerin hatte zunächst das Läuferpaar mit je 5 Bauern. Doch zum Schluss waren ungleichfarbige Läufer auf dem Brett mit winzigen Vorteilen für Greta. Doch hier war das Remis nach 52 Zügen folgerichtig. „Greta ist genauso platt, obwohl es für sie die 3. DEM war,“ schrieb Jessica. Eine DEM „…ist anders als im behüteten Sachsen-Anhalt.“ Für die Mädchen endete also das Turnier mit einem halben Punkt.
Luisa wurde am Ende 33. (8), Greta landete auf Platz 37 (27.). Beide verfehlten damit ihre Setzlistenplätze.
Beachtlich ist Jessica Winklers 8. Platz im „Mutti Dabei Turnier“. In ihrer letzten Partie bekam sie mit Schwarz auch noch Russisch. „…Es hat wirklich Spaß gemacht…“ schrieb sie. Und das ist wohl das Wichtigste.
Von einem glücklichem Turnier kann man auch bei Ali Jamalli nicht sprechen. In seiner Schlussrundenpartie gegen Paul Briese (SAV Torgelow-Drögeheide 90) startete sein Gegner im 13. Zug einen gefährlichen Angriff. Er verzichtete auf die weiße Rochade und Ali reagierte viel zu passiv. Nach 18. Txh7!! war die Königsstellung zerstört und fast alles zu spät. Und nach Qualitätsverlust im 26. Zug gab Ali auf. So verpasste auch er als 59. seinen Setzlistenplatz (54).
Am Nachmittag ging es noch einmal ins Bad, dann freuten sich alle auf die Siegerehrung. Dort gab es, wie schon im Vorjahr auch wieder eine Medaille für Sachsen-Anhalt. Igor Shevchenko von den Schachzwergen, der lange an der Spitze lag und mit zwei Remis in den letzten beiden Runden den Titel knapp verpasste, wurde Deutscher Vizemeister. Herzlichen Glückwunsch!
In der langen Siegerehrung konnte man zum Schluss sogar Greta mit Vati im Bild sehen.
Na dann: Tschüß Willingen. Vielleicht bis 2027?!

