Und wieder geht ein Cup zum Roten Turm!
In der letzten Runde um den Domspatzen Cup vom Naumburger SV 1951 waren im Euroville 46 Teilnehmern mit dabei. Dieses Mal ging es nicht nur um den Turniersieg in den drei Gruppen, sondern die Pokalsieger wurden ermittelt.
Unser Verein war in den AKs u9 und u11 mit insgesamt 12 Kindern vertreten, mit der großen Hoffnung, auch in diesem Jahr wieder einen der drei Cups zu gewinnen. Bei den jüngsten, die AK u9, waren 18 Spieler am Start. Und unser Favorit Mihail Priebe erfüllte diese Hoffnung von der ersten Runde an konzentriert, mit großem Willen zum Sieg. Nach dem Sieg in der Auftaktrunde gegen Tina Poludniak (SV Eintracht Bad Dürrenberg), brauchte er nur 4 Minuten zum Grundreihenmatt gegen Hans Eggers (GS Neumarkt Halle). Auch in Runde 3 half sein Gegner, Emilian Selle (ebenfalls GS Neumarkt Halle) kräftig mit. Einige Probleme gab es lediglich in der 4. Runde gegen seinen Hauptkonkurrenten, Theo Rappenhöner vom SV Merseburg und in Runde 5 gegen Mattes Händler (SK Roland Weißenfels). Hier stellte er einen Turm ein, spielte ohne Plan, nutzte aber dann gegnerische Fehler zum Matt mit Dame und Turm. Mit einem schnellen Sieg in der letzten Runde machte er, wie beim 1. Turnier, das perfekte Turnier mit 7 aus 7 und den Pokalsieg, mit deutlichem Vorsprung, perfekt.
Auch Thorin Fischer machte erneut auf sich aufmerksam. Zum Auftakt kombinierte er sich gegen Arnold Brehm (Naumburger SV 1951), nach 7 Minuten, zum Grundreihenmatt. Dann besiegte er erneut Sarah Scharf (SV Eintracht Bad Dürrenberg). Dann gab es die erste Niederlage: gegen Theo Rapppenhöner war er viel zu schnell unterwegs und übersah dadurch das Matt in 1. Auch das Patt gegen Alexander Heimbach, klar überlegen, war eine Folge des hohen Tempos. Dem folgten aber wieder zwei starke Partien gegen Tina Poludniak und Elias Bormann (SK Roland Weißenfels) mit zwei Türmen. In der letzten Runde gab es leider das Vereinsduell gegen Mihail und hier war Thorin klar unterlegen. Doch 4,5 Punkte und Platz 4 ist natürlich sehr stark.
8 Teilnehmer hatte ich für die relativ gut besetzte AK u11 gemeldet. Hier waren 19 Teilnehmer am Start. Es ging um Spielpraxis und darum, wie stark unsere neuen Vereinsmitglieder im Turnier sein würden. Und es gab durchaus viel Positives, aber auch Enttäuschungen.
Theo Zeuner, gehört nach der Analyse, zu den positiven Überraschungen des Turniers. Witzigerweise war er der Einzige ohne Vereinspaarung. Er startete mit 3,5 aus 4 und vor allem mit starken Partien, Ideen und Zügen. So gewann er gegen Coby Rinnelt und Leopold Weber vom TSV Kitzscher überzeugend. Für seinen starken Auftritt spricht auch die hohe Zahl an Computerzügen! Ein völlig neuer Theo! So ist zum Beispiel auch sein Sieg gegen Gustav Reinhardt (SV Eintracht Bad Dürrenberg) in der 4. Runde nicht selbstverständlich. Hier war er vor allem stark im Endspiel mit Turm, gleichfarbigen Läufern und Mehrbauern. So landete er, in der Schlussrunde, am Spitzenbrett, im Finale um den Turniersieg. Doch hier waren mindestens drei Fehler oder Ungenauigkeiten gegen Elim Müller (GW Leipzig, DWZ: 1170) zuviel.
Auch Maximilian Heimbach kämpfte erneut bis zum Schluss mit um den Turniersieg. Nach zwei Siegen, unter anderen im Vereinsduell gegen Davyd Neustroiev durch Aufgabe, traf auch er, in einer langen und spannenden Partie, auf Elim Müller. Allerdings hatte Maximilian den Leipziger am Rand einer Niederlage. Elim Müller war zudem in arger Zeitnot, da stellte Maximilien einfach einen Turm ein und warf damit den Sieg weg. Allerdings war dieses Finale wirklicher Stress, weil zahlreiche Spieler und Erwachsene um das Brett standen und der Schiedsrichter nichts tat, um für ruhige Spielbedingungen zu sorgen. Wohl auch mit etwas Wut im Bauch wurde dann Coby Rinnelt, nach nur 15 Zügen, besiegt und mit einem schnellen Sieg (10 Minuten), im zweiten Vereinsduell, gegen Paul Wittchen, sicherte sich Maximilian wenigstens noch Platz 2 im Turnier.
Durchaus zufrieden bin ich auch mit Paul Wittchen bei seinen ersten größeren Turnier (mit Notation). Eine lange Partie gab es gleich zu Beginn gegen Gustav Reinhardt (das letzte Paar im Spielsaal). Hier erwies sich Gustav noch als zu stark. Im ersten Vereinsduell besiegte er, in einer guten Partie von beiden (50 Minuten!) dann Julian Born mit starkem Angriff und in Runde 3 auch Florian Schneidewind (SK Roland Weißenfels). Hier tat er sich, mit 5 Figuren mehr, nur etwas schwer mit dem Matt setzen. Auch in Runde 4 hatte er wieder 3 Figuren mehr und setzte, mit drei Schwerfiguren, (erst) nach 43 Zügen Matt. Trotzdem, gute Notation und Bedenkzeitausnutzung, ein gutes Turnier für Paul, belohnt mit Platz 8.
Sehr zufrieden bin ich auch mit Tim Weickardt, der ebenfalls 3 Punkte erspielte (Platz 7). Gegen einen sehr aggressiven Gegner musste er in der Auftaktpartie, zur Mattverhinderung, im 34. Zug, die Dame geben, dann gewann er beide Vereinsduelle gegen Davyd und Mark Neustroiev. In der letzten Runde saß er an Brett 2 gegen Gustav Szabo (GW Leipzig) in der für mich besten und interessantesten Partie des Turniers, vor allem wegen des Endspiels: S+L von Tim gegen S+ 2 Bauern. Problem: Tim mit nur sehr wenig Zeit, ansonsten durchaus mit Remischancen. Am Ende verlor Tim durch Blättchenfall und war sehr enttäuscht. Muss er aber nicht, spielerisch war das sehr gut.
Spielerisch nicht so recht zufrieden werden auch Davyd und Mark Neustroiev sein. Und nicht nur, weil beide leider einmal spielfrei hatten. Beide verloren, wie erwähnt, das Vereinsduell mit Tim (Davyd nach nur 10 Zügen!). Dann traf Mark dreimal auf sächsische Konkurrenz, spielte zum Auftakt gegen Jareth Werner (GW Leipzig) eigentlich gut, fand aber, in ausgeglichener Stellung, keine Lösungen gegen die Mattdrohungen des Leipzigers. In Runde 4 besiegte er Leopold Weber (TSV Kitzscher). Irgendwie komisch auch das Turnier für seinen Bruder. Davyd bekam drei Vereinsgegner zugelost, unterlag Maximilian und Tim und gewann zum Schluss klar und total überlegen gegen Hanna Poludniak (SV Eintracht Bad Dürrenberg) und gegen Maximilian Haupt.
- Siegerpokal
- Sieger u11
So gesehen, ein guter Abschluss dieser Serie mit allerdings nur drei Turnieren. Wie von den Veranstaltern zu hören war, soll es 2026/27 aber wieder vier Turniere geben. Unser Verein wird den Domspatzencup auch weiterhin unterstützen.



