Domspatzen Cup 2. Turnier 2026

Mit dem jüngsten Trio was bisher überhaupt beim Domspatzencup an den Start ging (Durchschnittsalter 7,3 Jahre) war unser Verein beim 2. Turnier um den Domspatzencup dabei.

Eine AK u7 gibt es leider noch nicht. Also starteten Leo, Thorin und Mihail im Turnier der u9. Mihail hatte das erste Turnier ja mit 7 aus 7 gewonnen und für die beiden anderen ging es darum, weitere Erfahrungen zu sammeln. Das konnten alle drei gleich in Runde 1 (mit Schwarz) reichlich tun. Leo traf es gleich auf f7 und wenn es schlecht gelaufen wäre, hätte er, nach 8 Zügen, auch die Dame verloren. Doch zum Schluss setzte er mit Dame und Turm Matt und freute sich über den ersten Punkt! So ist eben der Domspatzencup. Thorin hingegen bot eine starke Auftaktpartie gegen Sahra Scharf (SV Eintracht Bad Dürrenberg), immerhin die Zweite des ersten Turniers. Auch er gewann, nach 25 Minuten, seine erste Partie. Nur Mihail Priebe hatte keinen so guten Auftakt. Er traf auf einen aus der starken Leipziger Delegation. Amandus Dreßler war deutlich zu stark und setzte am Ende mit 2 Damen sicher Matt.
Das setzte sich bei Mihail auch in Runde 2 fort. Gegen Sarah Scharf hatte er schnell eine Figur weniger, stellte dann noch die Dame ein und gab auf. Auch Thorin und Leo unterlagen relativ schnell und Mihail war in Runde 3 dann sogar spielfrei.
In Runde 3 gab es dann auch drei Punkte! Leo erhielt von Benedict Tober (SV Eintracht Bad Dürrenberg) jede Menge Figurengeschenke und Thorin hatte eine 37 Minutenpartie gegen Franz Seidel (Naumburger SV 1951). Er gewann durch Zeitüberschreitung. Aber es war, speziell auch für die Mutti nervenaufreibend, weil sie gern für ihren Sohn 14mal die Uhr gedrückt hätte. Er hatte zum Schluss selbst nur noch 2.41 Minuten, übersah bei diesem Nervenspiel dann auch noch die Möglichkeit zum Matt in 1 (Grundreihenmatt!) und Mutti und Sohn fragten zum Schluss verunsichert, ob sie gewonnen haben. Die nächste starke Partie von Thorin war dann in Runde 4 zu sehen. Klar überlegen, mit vielen guten Plänen und gutem Aufbau gewann er gegen Astor Bannert (GS Großstädteln/ Nähe Markleeberg). Leo hingegen übersah gegen den späteren Zweiten, Emil Reinsdorf (SG Leipzig) das Matt in 1 und Mihail gewann, mit klarem Plan, gegen Edgar Beyer (SK Roland Weißenfels).
In Runde 5 gab es mal eine rein hallesche Partie. Thorin traf auf Leon Bergt (SV Saalespringer Halle). Doch nach gutem Beginn unterlag er zum zweiten Mal. Bei Leon wiederholte sich, nach erneutem Farbwechsel, das übersehene Matt auf g7, was leicht zu verteidigen gewesen wäre. Mihail kam, mit schnellem Matt, zum dritten Punkt in Folge. Und damit folgte, in Runde 6, nun doch das erste, einzige und kurze Vereinsduell. Mihail hatte schnell zwei schwarze Schwerfiguren auf der 2. Reihe und gewann sicher. Kurios und tragisch möchte ich die Partie von Leo gegen Oskar Boas nennen. Leo freute sich über drei weiße Damen, weniger über das Patt, nach zahlreichen Chancen zum Matt in 1. Lässt die Konzentration und Kraft bei unseren Kindergartenkindern nach?
Nein, denn zu meiner Überraschung gewannen in der 7. Runde alle drei!! Mihail spielte seine beste Partie zum Schluss gegen Verfolger Theo Rappenhöner (SV Merseburg), löste alle schwierigen Probleme (Mattdrohungen) und hatte, ähnlich wie Thorin gegen Paul Eggers (GS Neumarkt Halle) eine starke Mattidee.
Leo war klar überlegen gegen Elias Borrmann (SK Roland Weißenfels) und hat in der Partie gelernt, dass der Zug erst abgeschlossen ist, wenn man gedrückt hat. Mutti und Trainer wollten immer die digitale Uhr drücken, durften aber nicht („Man möchte immer helfen…“). Nach dem es (in doppelter Hinsicht, nach über 5 Minuten) „klick“ gemacht hatte, fand er mit drei Schwerfiguren schnell das Matt in 2.
Am Ende dieses Mal keine Medaille, aber unglaublich viel gelernt, ein zufriedener Trainer und viel Spaß mit einem tollen Jungstrio, unsere Zukunft in der u10!
Und Mihail baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus! Auf zum dritten Turnier im Juni!