Bezirksklasse Spieltag 6: Merseburg IV gegen Roter Turm III

Heute durfte unser drittes Team in Merseburg antreten. Für mich war klar, dass es keine so einfache Aufgabe werden wird. Dementsprechend habe ich auch kurzfristig noch viel mehr als sonst in die Vorbereitung investiert, denn die Aufstellung des Teams von Merseburg war leicht vorherzusagen. Allerdings musste ich mit vielen Ausfällen im Team kämpfen, dennoch gelang es mir eine Aufstellung aufzubringen, die vielversprechend ist:

(links Merseburg, beginnend mit Schwarz, in Klammern DWZ)

1. Suhl, Carsten (1511) gegen Wusterhausen, Sven (1292)
2. Ghriwati, Mohamad (1292) gegen Mischkewitz, Marek (1375)
3. Kovanovic, Momir (1256) gegen Schmitz, Anika (1322)
4. Vincent, Aezzra Marvin Anak (ohne) gegen Gall, Josua (859)

Marek

Marek

Meine Hoffnungen im Vorfeld lagen vor allem bei Brett 2 und 3, denn erstens sind beide den Gegnern von der DWZ her überlegen und weiterhin war Anika, die mit weiß spielte, sehr gut vorbereitet, denn ich selbst hatte bei der LEM in Merseburg gegen Kovanovic gespielt und gewonnen, ebenfalls mit weiß. Dementsprechend war ich mir sehr sicher, dass Anika hier keine großen Probleme bekommen sollte. Marek wiederum war unglaublich motiviert und da Marek diese Saison nicht an Brett 1 spielen sollte, musste ich mich selbst aufstellen, doch auch ich konnte an Partien von Carsten Suhl gelangen und zumindest war mir sein Spielstil bekannt und ich wusste, dass es ein schlagbarer Gegner war. An Brett 4 ist kurzfristig Josua eingesprungen, der noch nicht viel Spielpraxis hat und auch mit seinem Gegner, der zwar keine DWZ hat, aber in dieser Saison bereits Leute bis 1200 schlagen konnte, sollte seine Aufgabe die vermutlich schwerste werden.

Doch es sollte anders kommen.

Als wir im Spiellokal eintrafen, waren die Uhren noch nicht gestellt. Die Merseburger wussten scheinbar auch nicht so richtig wie das geht. Trotz dass noch weitere Teams aus Merseburg im Spiellokal waren und sogar Bezirksspielleiter Maximilian Schulz vor Ort war, wandte sich Carsten Suhl lieber an mich um die Uhren richtig einstellen zu lassen. Dann ging es auch schon los.

Anika

Anika

Nach knapp 30 Minuten musste Marek seinen starken Läufer hergeben, was aber nicht zu Verlust führen musste. Anika hatte einen Angriffsplan auf den unrochierten König und Josua hat bereits eine Qualität gewonnen und konnte hier noch unzählige Bauern gewinnen und weitere Figuren. In dem Moment dachte ich, wir könnten sogar 4:0 gewinnen, denn auch ich konnte extrem früh Raum und Tempo gewinnen und mein Gegner hat bisher nur seine Dame auf dem Brett.
Doch dann geschah es.

Josua

Josua

Im Vorfeld noch extra mit Josua besprochen, dass er langsam spielen soll, vor allem wenn er mehr Material hat, stellte er als erstes seinen Vorteil wieder ein. Im Turmendspiel mit einem Randbauern war die Stellung mehr als tot und eindeutig remis. Josua bot dann eigenständig remis an, ohne mich vorher zu fragen, was ich ihm allerdings verzeihen konnte. Allerdings hat es Anika irgendwie geschafft, die gegnerische Dame in ihre Stellung eindringen zu lassen und auf einmal waren die Drohungen nicht nur gefährlich, sondern sogar unverhinderbar. Ein Schach, noch ein Schach und zack, war die Dame weg. Anika spielte weiter und wurde Matt gesetzt. Es steht 1,5 zu 0,5. Marek wiederum spielte noch schneller. Es sind gerade mal anderthalb Stunden vergangen und ich war selbst gerade mal im 15. Zug, da spielte Marek schon ein verlorenes Bauernendspiel, bei dem sein König abgeschnitten wurde. Als ich also draußen die Sonne genoss, kam Anika raus und berichtete mir von den Verlusten an Brett 2 und 3. Somit stand es bereits 2,5 zu 0,5 für Merseburg. Meine Partie verlief recht gut nach Plan. Ich wollte den Gegner einengen und nachdem ich einen Bauern geopfert habe, konnte ich mit kompletter Figurenentwicklung in den Angriff übergehen, was mir auch gelingen würde, da ich nicht nur Tempo mehr habe, sondern auch Raum. Aber bei dem Ergebnis entschied ich dann, meinem Gegner im nächsten Zug remis anzubieten, was er dann auch annahm, sodass dieser Spieltag 3 zu 1 für Merseburg endete und wir noch nicht mal 11 Uhr hatten.

Als nächstes spielen wir zu Hause das verschobene Spiel gegen Hettstedt IV am 10.03. Darauf freue ich mich und ihr hoffentlich auch.

Sven Wusterhausen

4. Runde Verbandsliga: SV Roter Turm Halle – SV Merseburg

Stark umkämpftes Unentschieden

In der vierten Runde der Verbandsliga empfing unsere erste Mannschaft in der Johannesgemeinde die Gäste aus Merseburg. Nach dem Sieg in der letzten Runde wollten wir unsere Erfolgsserie fortsetzen undwieder punkten. Das Gleiche hatten auch die Gäste vor, denn sie waren in Bestbesetzung angereist.

Die schnellste Partie des Tages spielte Oleh Ovchynnikov mit Weiß an Brett sechs. Die Eröffnungsphase verlief ausgeglichen. Beim Damentausch übersah Oleh, dass Schwarz einen seiner Zentrumsbauern gewinnen konnte. Es kam zu einem Turmendspiel, wo Schwarz den Mehrbauern im Zentrum zur Geltung bringen konnte. Als es kurz vor dem Verlust des zweiten Bauerns stand, gab Weiß auf.

Die Gäste konnten ihren Vorsprung weiter ausbauen, als Anton Kageler sich geschlagen geben musste. In der Eröffnung nahm Anton einen Gambitbauern an und geriet danach unter Druck. Leider verpasste er zwei Chancen sich zu bfreien und so kam Weiß zum Qualitätsgewinn und schließlich zum vollen Punkt.

Am fünften Brett schaffte es Markus Binnewies mit schwarzen Steinen nach der Eröffnungsphase sich zu befreien, seine Figuren aktiv aufzustellen und einen Raumvorteil am Damenflügel zu erlangen. Leider verpuffte dieser Vorteil nach dem Abtausch von fast allen Figuren. Das entstandene Endspiel mit gleichfarbigen Läufern war klar remis. Doch dann nahm die Partie eine sehr unglückliche Wendung für Markus. Er schob einen Bauern nach vorn und übersah dabei, dass der weiße König diesen Bauern und den ihn deckenden Läufer gleichzeitig angreifen kann. Dies führte dann zum sofortigen Verlust.

Ebenfalls dramatisch endete die Partie von Nelly Adelmeyer. Im Mittelspiel gelang es Nelly nach einem Fehler von Schwarz, einen Bauern zu gewinnen. Nach einem unglücklichen Springerzug ihrerseits ging aber der Großteil des Vorteiles wieder verloren. Doch das Spiel von Schwarz in einem Springerendspiel war nicht perfekt und so bot sich eine weitere Gelegenheit für Nelly auf Gewinn zu spielen – leider ungenutzt. Schließlich kam es zu einer komplexen Stellung mit drei weißen Bauern gegen Springer und zwei Bauern. Aufgrund des aktiveren Königs und einer schlechten Springerstellung hatte Weiß hier gute Remischancen. Leider wählte Nelly eine falsche Fortsetzung und verlor einen Bauern nach dem anderen und somit die Partie.

Doch der Wettkampf war nicht hoffnungslos verloren. Für den Ausgleich sorgten die Spieler an den ersten vier Brettern. Am Spitzenbrett gewann Matti Adelmeyer mit Schwarz schon früh in der Eröffnung einen Bauern. Daraufhin griff sein Gegner am Königsflügel an und opferte einen Springer auf h7. Doch das Figurenopfer erwies sich als unkorrekt. Matti verteidigte gut, wehrte alle Drohungen ab und gewann sogar eine weitere Leichtfigur, wonach der Weiße aufgab.

An Brett vier lief die Partie von Yury Golitsyn (mit Weiß) mehr auf positionellen Bahnen. Zunächst schaffte es keine der beiden Seiten, zum Vorteil zu kommen. Als dann die Zeitnotphase kam, tauschte Schwarz ungünstig ab und erhielt einen isolierten Bauern. Im entstandenen Endspiel mit weißem Springer gegen schwarzen Läufer konnte Schwarz nicht alle von seinen Schwächen gleichzeitig verteidigen. So gewann Yury den Isolani und kurz darauf die Partie.

Mit einem schönen Mattangriff endete die Partie von Gerrit Geldner an Brett zwei. Zuvor entstand eine Stellung mit entgegengesetzten Rochaden. Während der Königsflügel durch die vorbeigeschobenen Bauern für den weißen König perfekten Schutz bot, fühlte sich der schwarze König am Damenflügel schon sehr bald nicht mehr sicher. Gerrit riss die b-Linie auf und schickte den gegnerischen König auf einen langen Marsch durch das ganze Brett. Es folgten Qualitätsgewinn und krönende Mattkombination.

Die Partie von Lars Jungklaus an Brett drei verlief sehr lange ausgewogen. Lars griff am Königsflügel an, doch Weiß hielt die Stellung im Gleichgewicht. Nach dem Verschwinden von Schwerfiguren vom Brett entstand ein ausgeglichenes Endspiel, wo Weiß allerdings die falschen Leichtfiguren abtauschte. Lars behielt den Springer, der den weißen Läufer klar dominierte. So gewann er zwei Bauern und erhielt einen entfernten Freibauern auf der a-Linie. Als dieser in Gang gesetzt wurde, musste Weiß dafür seinen Läufer geben und verlor später die Partie.

Mit acht resultativen Partien war der Match sehr umkämpft. Das Mannschaftsunentschieden ist somit ein logisches Ergebnis, wobei wir eine gute Chance liegen gelassen haben, den weiteren Mannschaftspunkt zu sichern.

YG

Vereinsturnier zum Vereinsjubiläum

Zu einer Festwoche hat es nicht gereicht. Also veranstaltete unser Verein ein Vereinsturnier zum 10. Jubiläum. Viele wollten dieses Mal nicht mitfeiern. Von nur 23 Angemeldeten kamen letztlich 20. Doch unsere „spielerisch-schachliche Geburtstagsfeier“ hätte mehr Teilnehmer verdient.

Die 1. Runde war traditionell das Aufeinandertreffen Favoriten gegen Außenseiter, meist mit Siegen der Favoriten. So gewann Emrah Sen, nach nur 20 Minuten, gegen Elias Jafarow und Ali Jamalli ebenso schnell gegen Vadim Mutev. Lillemor Seidlitz war leider spielfrei. Am längsten dauerte die Partie Malak Jamalli gegen Bastian Severin mit über zweieinhalb Stunden. Diese Partie wurde letztlich durch einen entfernten Freibauern von Bastian entschieden (0:1). Doch neben guten Partien gab es auch erste Kritik. Sven Wusterhausen sprach, nach seiner Niederlage gegen Michael Korostin, mit Kaffee und Figur weniger, über „katastrophale Spielbedingungen“. Ich weiß zwar nicht auf welchem Turnier der Kritiker war. Ich denke die Spielbedingungen und die Atmosphäre waren an beiden Tagen optimal.

Sieger

Sieger

Auch in der 2. Runde gab es zwei schnell, durch Matt, entschiedene Partien, meist durch zu schnelles Spiel. Matthias Kappler, noch kein Vereinsmitglied, aber als Vati Motivator für Philipp, kämpfte in einer interessanten Partie gegen Malak Jamalli, im Bauernendspiel (erfolglos), vor allem gegen einen starken weißfeldrigen Läufer. Die an 1 und 2 Gesetzten, Gerrit Geldner und Dustin Hoffmann (SV Merseburg) lösten ihre Aufgaben recht schnell und souverän. Gerrit, nach nur 22 Zügen gegen Huangija Li und Dustin Hoffmann, der gegen Lillemor Seidlitz nach 35 Zügen überlegen Matt setzen konnte. Doch für die Höhepunkte der zweiten Runde sorgten andere. So die noch 13- jährige Sariana Hesse ihrer starken Partie gegen Sven Wusterhausen. Mit 65% Computerzügen nutzte sie jede kleine Schwäche und beging nur einen Fehler: das Remisangebot von Sven anzunehmen. Denn beim Partieende im 21. Zug stand sie mit 2,7 und Figur mehr deutlich im Plus! Spannend bis zum Ende war dann die Dreistundenpartie zwischen Bastian und Frederik Fiedler. Trotz des Drucks, dem Frederik mit Schwarz über die gesamte Spielzeit ausgesetzt war, hatte er, trotz zunehmender Zeitnot, alles im Griff. Beide kamen, nach genau 40 Zügen, in die Zeitkontrolle. Beeinflusst wurde die Partie durch eine „berührt-geführt“ Reklamation von Frederik (vielleicht nicht ganz so fair, weil auch die Uhr nicht angehalten wurde) und eine durchaus umstrittene Schiedsrichterentscheidung zugunsten von Frederik, der nach Zeit gewann.
In Runde 3 gab es einen (zu) schnellen Sieg von Ali Jamalli gegen Philipp Kappler mit 3 Figuren mehr. Nach einer Stunde entschied Lillemor die Partie gegen Malak. Malak hatte im 20. Zug, beim Abtausch auf f2 falsch gerechnet und eine Figur verloren. Weiterhin souverän spielte Gerrit Geldner, der auf Frederik (nach nur kurzer Pause) traf und nach 16 Zügen deutlich gewann (+6,0 laut Computer). Durch einen groben Fehler wurde die Partie zwischen Huangija und Emrah Sen (1:0) mit Grundreihenmatt mit verdoppelten Türmen auf der e-Linie, entschieden. Dass aber nach groben Fehlern auch Partien gewonnen werden können, zeigte das mehr als komische Ende der Partie zwischen Matthias Kappler und Sariana Hesse. Herr Kappler konnte nämlich auf der schutzlosen schwachen Grundreihe zweizügig Matt setzen, gab aber doch lieber auf, weil er es nicht übers Herz setzen konnte, das Geburtstagskind von morgen zu schlagen!

Siegerinnen

Siegerinnen

Doch die Höhepunkte der Runde gab es wieder zum Schluss. So die Partie zwischen der „frisch ausgeruhten“ Anika Schmitz, die erst in dieser Runde ins Turnier eingestiegen war, und Sven Wusterhausen. Es war eine starke Partie von Anika mit tollen Angriffsideen. In der Nachanalyse zeigte ihr ihre Trainerin (Nelly) den Gewinnweg. Doch am Ende schaffte Sven, mit zwei Superläufern, doch das Remis (Angebot von ihm), weil es, nach 37 Zügen, eben auch Remis war! Interessant auch das Leichtfigurenendspiel zwischen Kevin Vuong und Michael Korostin mit der unnötigen Niederlage von Michael und besonders die Partie von Dustin Hoffmann gegen Matteo Schröpfer im Endspiel Springer (Dustin) gegen Turm (Matteo). Matteo nahm das berechtigte Remisangebot von Dustin Hoffmann, im 54. Zug, sofort an.

Mit Blumen und einem Geburtsständchen (Singen muss man im Verein noch üben!) begann Tag Nummer 2. Sariana feierte ihren 14. Geburtstag im Turnier. Und sie belohnte sich sogar selbst mit einem Schwarzsieg gegen Philipp Kappler. Doch im Mittelpunkt stand natürlich die Spitzenpartie zwischen Gerrit und Dustin Hoffmann. Dort war ein Mittelspiel Dame + Springer (Dustin) gegen zwei Türme + Läufer auf dem Brett. Doch man trennte sich, nach 23 Zügen, friedlich Remis. Sven jammerte über „das dritte Mädchen aus Nelly Trainingsgruppe…“ als GegnerIn und Malak kam, nach 80 Minuten und starker Partie, mit leichtem Lächeln: „Ich habe gewonnen!“ Ein Freibauer marschierte unaufhaltsam zur Dame und Sven musste, nach 54. Zügen, aufgeben. Und auch ihr Bruder gewann eine sehr gute Partie gegen Lillemor, also Doppelerfolg für „Familie“ Jamalli! Interessant auch die Partie der „Verfolger“ zwischen Frederik und Matteo. Hier hatte Matteo, nach 55 Zügen, zwar einen Mehrbauern (h), aber die Partie (jeder je einen Turm) war von keiner Seite zu gewinnen.

Gerrit - Matteo

Gerrit – Matteo

Letzte Runde und es sollte noch einmal eine lange Runde werden. Nicht für Vadim Mutev und Philipp, die für ihre letzte Partie nur knapp 10 Minuten benötigten, da Vadim im 10. Zug einfach die Dame einstellte und sofort aufgab. Keine Punkte gab es in Runde 5 auch für „Familie Jamalli“. Sowohl Ali (gegen Dustin Hoffmann nach einer Stunde) als auch Malak (gegen Michael Korostin) unterlagen deutlich und waren etwas enttäuscht. Doch dann stieg die Spannung. Sven gewann deutlich gegen Elias und Anika gegen Matthias Kappler. Doch für die Turnierentscheidungen waren beide Partie ohne Bedeutung. Viel wichtiger war das Spiel zwischen Lillemor und Bastian. Nach der Niederlage von Sariana gegen Emrah, erkämpfte Lillemor, in ihrer besten Turnierpartie, nach 26 Zügen ein Remis, fragte auch gleich nach DWZ und war plötzlich in der Wertung (weiblich) vorn. Ein interessantes Aufeinandertreffen (u14 – u16) gab es zwischen Kevin und Frederik. Doch einmal mehr wurde auch diese Partie durch einen groben Fehler von Frederik (im 26. Zug Dame eingestellt) entschieden. Stark auch Huangija (mit Randbauer und Springer) im zweiten Verfolgerduell gegen Philip Le. Philip gab 5 Züge vor dem Matt auf. Blieb nur eine Partie: Gerrit gegen Matteo, ein hochspannendes Endspiel. 30 Züge lang konnte Matteo die Partie ausgeglichen halten, mit einem Sieg über Gerrit hätte er selbst erneut gewonnen! Doch im Endspiel erwies sich die Nummer 2 unserer Vereins-DWZ-Liste deutlich als der bessere und erkämpfte den Turniersieg.
In der anschließenden Siegerehrung erhielten die Sieger/Siegerin einen Pokal, die ersten drei Geldpreise und jeder einen Sachpreis.

Ob es Nachfolgeturniere gibt, ist unsicher.

Kreisliga, 4. und 5. Spieltag

In der Kreisliga am 21.01. traten wir zu Hause gegen Reideburg an zusammen mit Emil, Emrah, Sariana und Gunter. Emil verlor leider seine Partie gegen Tim Kluge, war aber auch von der DWZ her seinem Gegner deutlich unterlegen. Sariana, die sich dreimal entschuldigte fürs Zuspätkommen, konnte als erste, nach gerademal 10 Minuten, mit schöner Idee, Matt setzen. Sie gewann mit Springergabel die Dame. Nach einer Stunde gewann auch Emrah am 2. Brett. Ein wenig später konnte auch Gunter seinen Erfolg feiern und wir gewannen 3-1.

Als Tabellenführer ging das Quartett in das vorgezogene und vorentscheidende Spitzenspiel gegen den Reideburger SV 1990 III. Und das Team, sogar leicht favorisiert, löste diese Aufgabe! Zwar unterlag Georg Spinka am 1. Brett dem erfahrenen Matthias Höfe1durch Blättchenfall, doch die Bretter 2-4 machten den erneuten 3:1 Sieg perfekt. Dabei kam Ali Jamalli zu seinem ersten Spiel in der Mannschaft und war gegen Manfred Heinze gleich erfolgreich! Auch Emil Kreusch und Ian Fiedler gewannen ihre Partien und so kann man wohl langsam, bei einem nach ausstehendem Spiel gegen Teutschenthal III am 28. April, vom möglichen Aufstieg der Vierten sprechen.

Emil

Emil

Sariana

Sariana

Emrah

Emrah

Gunter

Gunter

 

Sven Wusterhausen/ R.S

LEM 2024 in Merseburg

Die Landeseinzelmeisterschaft in Merseburg hatte zu 3 unterschiedlichen Gruppen eingeladen, um verschiedene SiegerInnen zu kühren. Es gab Frauen-Masters, Masters und das Open.
Turnierleiter Roland Katz, der ja ein großer Fan von Gerrit Geldner ist, hat ihn anfangs noch im Masters gesehen, aber Gerrit wollte lieber das Open mitspielen. Ursprünglich mit 8 Leuten angemeldet, ist der Rote Turm also mit 7 Mitgliedern beim Open angetreten. Matteo Schröpfer ist leider kurzfristig krank geworden. Wir wünschen gute Besserung. Neben Gerrit spielten noch Yuri Golitsyn, Markus Binnewies, Julian Brückner, der als Kaderspieler von Tatjana Melamed betreut wurde, Julian Swoboda, Emrah Sen und Sven Wusterhausen. Damit stellten wir die meisten Teilnehmenden!

1. Tag, Donnerstag

Emrah, Julian S. und Sven reisten mit dem Zug an, die anderen vier mit Auto. Wir sind bereits eine Stunde vor Turnierbeginn anwesend und mit die ersten vor Ort. Freudig steht Turnierleiter und Hauptschiedsrichter Roland Katz vorm Spiellokal und nimmt uns in Empfang. Die Stimmung beginnt also gut. Im Spielsaal wird uns dann erklärt, dass auch im Open die ersten 10 Bretter live auf 3 verschiedenen Plattformen übertragen werden. Hauptverantwortlich sind vor allem Nico Markus und Maximilian Schulz. Claudia Meffert, die neue Landespräsidentin, eröffnet dann kurz nach 09:30 das Turnier und so beginnt die erste Runde.
An Brett 4 musste sich Julian Swoboda nach 4 Stunden in einer spannenden Partie Thomas Hentzgen geschlagen geben. Gerrit, der an Brett 8 begann, hatte keine Probleme und konnte seinen Gegner frühzeitig im 25. Zug zur Aufgabe zwingen. Sven, der an Brett 10 spielte, musste wiederum selbst nach 25 Zügen aufgeben. Yuri hatte gegen David Fritzsche gar keine Probleme und auch Markus Binnewies hatte keine Schwierigkeiten mit seinem Gegner. Ebenfalls keine Probleme hatte Julian Brückner, der gegen Nina Nönnig am vorletzten Brett gespielt hat. Die Losung Emrah gegen Enrica Kalliwoda aus Hettstedt hat Sven noch vorhergesagt, aber Emrah hat eine Springergabel übersehen und gab auf.

Runde 2

In der 2. Runde konnte Gerrits Gegner an Brett 6 einige Züge lang durchhalten, doch die geschlossene Stellung brach Gerrit zuerst auf und gewann vorzeitig. Markus spielte währenddessen gegen Lotte Nönnig und zwei Züge vorm Matt gab sie auf. Yuri wiederum kam in ein gewonnenes Endspiel mit 2 Mehrbauern und war sehr entspannt und siegte durch Aufgabe. Julian B. hatte mit Bernd Winnig einen starken Gegner vor sich und verlor die Partie ganz eindeutig. Julian S. hatte sich fest vorgenommen, aggressiv zu spielen und das zahlte sich aus. Er gewann seine Partie sehr früh. Emrah hatte in Runde 2 vielleicht etwas Pech mit der Auslosung und musste gegen Youssef Tawilah vom Cöthener FC ran, auch hier übersieht Emrah wieder eine Taktik und gibt vorzeitig auf. Seinen Gegner werden wir als Verein auch in der Zukunft noch mal sehen.
Sven wiederum spielte am vorletzten Brett gegen Marina Zubchenko-Fritzche, die Leiterin vom Welcome-Treff in Halle. Die Partie endete Remis.
Halten wir also fest, dass nach Tag 1 Markus, Yuri und Gerrit mit jeweils 2/2 Punkten den Tag sehr souverän beenden, während die beiden Julians mit 1/2 nach Hause gehen. Sven mit einem halben Punkt und Emrah, der das erste Mal ein größeres Turnier spielt, geht am ersten Tag mit 0 Punkten nach Hause.

Tag 2 Runde 3

An den ersten drei Brettern sitzen jeweils Spieler vom Roten Turm. Das ist bemerkenswert. Noch viel bemerkenswerter sind dann die Ergebenisse. Yuri an Brett 1 schafft ein Remis gegen den zweitgesetzten Luca Carnot, der immerhin 260 Elo mehr hat. Markus an Brett 2 konnte knapp gegen Olaf Dobierzin von SG Leipzig gewinnen. Auch Gerrit Geldner an Brett 3 konnte gewinnen, allerdings sind die Gegner von Gerrit bisher auch keine große Herausforderung gewesen.
Julian S. musste mit Schwarz gegen Marco Treiber erneut eine Niederlage erleiden, während Julian B. gegen Lotte Nönnig remis spielte. Sven spielte gegen den letztgesetzten Leon Höschel und einige Züge vorm Matt gab sein Gegner auf. Emrah musste ans letzte Brett und spielte gegen Nina Nönnig. Dieses Mal wurde Emrah seinen Erwartungen gerecht und gewann die Partie.

Runde 4

Es musste ja irgendwann passieren. Das erste und einzige Vereinsduell im gesamten Turnier ist da und das auch noch an Brett 1. Gerrit gegen Markus, die einzigen beiden mit 3 aus 3 Punkten! Gerrit hat weiß. Nach 17 Zügen steht ein Läufer von Markus auf der zweiten Reihe und wird vom Springer gedeckt, der zusätzlich noch mit Familiengabeln droht. Noch ist hier kein Vorteil erspielt, doch die Berechnungen am Brett sind so lang und verstrickt, dass Gerrit das Remis-Angebot von Markus annimmt und nun beide 3,5 Punkte haben. Yuri konnte an Brett 4 gegen den Gegner von Sven aus Runde 1 remis spielen und blieb knapp hinter der Tabellenführung mit 3 Punkten. Sven selbst hat durch einige Fehlzüge das sichere Remis gegen Joachim Weigelt verspielt und bleibt bei 1,5 Punkten. Emrah bekommt mit Simon Donath, der noch vor einigen Wochen Markus in der Liga besiegt hatte, wieder einen starken Gegner, verliert und fährt sofort nach Hause. Julian B. wiederum muss erneut gegen seine eigenen Leute aus dem Kader antreten und trennt sich wieder remis, dieses Mal gegen David Fritzsche. Julian S. ergeht es wie gestern und er gewinnt wieder einmal souverän und ohne große Schwierigkeiten seine Nachmittagsrunde. Nach 4 Runden steht Markus auf Tabellenrang 1!

Tag 3 Runde 5

Für die hinteren Platzierungen unseres Vereins geht es gut los. Emrah gewinnt seine Partie mit weiß. Und auch Sven und Julian B. gewinnen ihre Partien mit weiß. Julian hat hier allerdings Martin Michalek besiegt, der 1935 Elo hat und als Fünfter ins Turnier gestartet ist. Wir merken uns das für später.
Julian S. durfte als nächstes gegen Enrica Kalliwoda aus Hettstedt spielen. Er stand am Ende besser, doch seine Motivation war weg und er nahm das Remis an. Yuri spielte gegen den erstgesetzten Axel Moser und verlor. Gerrit musste gegen den deutlich unterbewerteten Mikhail Martemyanov spielen und dieser stellte unter Zeitdruck eine Figur ein und Gerrit gewann die Partie. Sensations-Markus schaffte an Brett 1 ein Remis gegen Luca Carnot, genau wie Yuri zuvor auch. Doch auf Platz 1 befindet sich nun Gerrit als einziger mit 4,5 Punkten!

Runde 6

Nachdem Yuri gegen Axel Moser verloren hatte, durfte nun Gerrit gegen diesen ran. Beide hatten die Runde davor weiß. Und die Auslosung gab Gerrit schwarz. Mit einem Bauern weniger und einem Springer gegen Läufer war nicht viel zu machen für Gerrit und sein Gegner spielte die Partie souverän runter und gewann verdient. Markus an Brett 3 musste dieses Mal gegen Youssef Tawilah ran, der ja einige Runden zuvor Emrah besiegen konnte. Dieses Mal endete die Partie remis. Julian B, der wie Yuri nun 3 Punkte hat, musste dieses Mal gegen Thomas Hentzgen ran, doch wie auch der andere Julian in Runde 1 schaffte er es nicht und verlor. Yuri wiederum schaffte es gegen Igor Shevchenko mit 200 Elo weniger nicht zum Sieg und trennte sich remis. Julian S. wiederum hat seinen stärksten Gegner vor sich: Prof. Dr. Jörg Schmidt, 2040 Elo. Julian hat Schwarz. Das Endspiel? Julian hat 2 Bauern mehr und steht deutlich auf Gewinn. Doch wie gegen Kalle die Runde davor, fehlte es ihm wohl an Motivation und nach einigen Ungenauigkeiten ist die Partie tatsächlich nur remis. Dennoch ein gutes Ergebnis gegen einen so starken Gegner.
Emrah hat sich nun endlich an das Turnier und die langen Spielzeiten gewöhnt und gewinnt wieder seine Partie und kommt auf 3 Punkte.
Sven kämpfte lange gegen Olaf Dobierzin mit einem Bauern weniger, doch als dieser anfängt die Bauern vorzustoßen, ist zu wenig Zeit auf der Uhr und nach einfacher Taktik muss Sven schließlich aufgeben.

Tag 4 und letzte Runde

Roter Turm gibt nach 4 Runden Brett 1 ab und damit auch die Chance aus eigener Kraft einen unserer Spieler auf Platz 1 zu setzen. Markus und Gerrit sind hier die beiden, die noch Hoffnung haben, wenn sich die Beiden an Brett 1 remis trennen. Aber zunächst verliert Sven nach gerade mal 14 Zügen und 10 Minuten Spielzeit zwei Leichtfiguren und gibt völlig zurecht auf. Sein Turnier ist vorbei und mit 2,5 Punkten ist das alles andere als zufriedenstellend und nur Platz 38. Wie war das noch mal mit FM in 2 Jahren?
Julian Swoboda spielt ebenfalls sehr schnell gegen Simon Donath und eigentlich könnte die Partie remis enden, doch wie schon ein paar Mal im Turnier, sind die Turmendspiele von Julian S. ausbaufähig. Er verlor und beendete das Turnier mit 3 Punkten. Auch das ist nicht wirklich zufriedenstellend und auch er selbst sagte später, das ist vom Ergebnis her sein schlechtestes Turnier. Er landete auf Platz 33.
Emrah jedoch konnte seine letzte Partie gegen Mathias Haensel (1689 Elo) mit Schwarz gewinnen und schaffte am Ende 4 Punkte. Ein solides Ergebnis für ihn und er übertrifft damit sogar am Ende alle Erwartungen. Er landet auf Platz 21.
Julian Brückner, der die letzten beiden Runden gegen Leute mit 400 Elo mehr spielen musste, darf dieses Mal gegen Prof. Dr. Jörg Schmidt ran. Wir erinnern uns an das Remis gegen den anderen Julian. Das Endspiel? Wieder Türme und Bauern, aber viel geschlossener. Am Ende einigen sich beide auf Remis und wenn wir bedenken, dass Julians letzte drei Gegner im Durchschnitt 1971 Elo hatten, ist die Ausbeute mit 1 Sieg, 1 Remis und 1 Niederlage durchaus bemerkenswert. Am Ende hat er 3,5 Punkte. Wenn man bedenkt, wer die letzten drei Gegner waren, ist das ein starkes Ergebnis und Platz 29 für ihn.
Yuris letztes Spiel war früh lange gewonnen. Er hatte eine Qualität mehr und am Ende noch mehr und bessere Bauern. Er gewinnt souverän und schafft damit 4,5 Punkte. Das übertrifft sogar ein wenig seine eigenen Erwartungen und Ziele, die er vor dem Turnier hatte. Am Ende wird er 12. Platz.
Markus spielte gegen René Kern. Die beiden kennen sich. Markus hat weiß. Aus der Eröffnung kommt er nicht gut. Sein Gegner sieht eine Taktik, bietet vorher schon remis, aber Markus lehnt ab, denn zu dem Zeitpunkt hat Brett 1 noch gespielt. Kurz darauf wird dort aber remis gespielt und mit einem Sieg könnte Markus vielleicht sogar das Turnier gewinnen. Die gesehene Taktik vom Gegner aus Reideburg kommt aufs Brett. Leichtfigurenopfer ist der Plan. Markus nimmt es an und die Stellung bricht auseinander und er verliert. In der Analyse aber stellte sich heraus, dass diese Taktik nicht funktioniert und Markus danach vermutlich sogar besser steht und gewinnen kann. 4,5 Punkte und am Ende Platz 10 ist ein starkes Ergebnis für Markus.
Hoffnungen hat nun also noch Gerrit, der sich allerdings in einer sehr ausgeglichenen Stellung gegen Youssef Tawilah befindet, der nun zum dritten Mal gegen jemanden vom Roten Turm spielen muss. Am Ende sind es nur noch Bauern und Könige und auch wenn es mehr Möglichkeiten für Gerrit gibt, muss sein Gegner hier nichts anbrennen lassen und so geschieht es auch. Die Partie endete remis und damit landete Gerrit leider nur auf Platz 6 mit 5 Punkten. Im Endeffekt sehr ägerlich für Gerrit, hätte er im Masters vielleicht ähnlich viele Punkte holen können und damit sogar seine Elo verbessert.
Das Open gewann am Ende Luca Carnot (Remis gegen Markus und Yuri) von der TSG Apolda. René Kern wird 3. und ist damit der beste aus Sachsen-Anhalt im Open und dürfte nächstes Jahr im Masters spielen, was Daniel Ahmed von Motor Zeitz überraschend gewonnen hat. Bei den Frauen-Masters gewann Anastasia Voigt.

Am Samstag und Sonntag war Anika zu Besuch und hat Fotos gemacht und bei den Partien zugeschaut.
Die Bilder könnt ihr auf unserem Instagram Kanal sehen.

https://www.instagram.com/roterturmhalle/

Das Turnier hat sehr viel Spaß gemacht. Die Atmosphäre war hervorragend und die Turnierleitung war sehr gut organisiert. Vielen Dank dafür an Roland Katz, Gert Kleint und Nico Markus, sowie an die Leute von SV Merseburg, die bei der Organisation mitgeholfen haben.
In den nächsten Wochen finden noch weitere Schachveranstaltungen statt. Unter anderem ein Vereinsturnier, ein Spieltag in den Ligen und das DSAM-Qualifikationsturnier in Magdeburg.
Es bleibt spannend.

Sven Wusterhausen

Bischofrode – Roter Turm Halle II, Bezirksliga 4. Spieltag, 21.01.2024

Trotz erheblichen Schneefalls erreichten wir Bischofrode rechtzeitig und ohne größere Prob-leme. Unsere Gastgeber stellten einen geräumigen Spielsaal zur Verfügung, in dem unsere Mannschaft mit folgender Aufstellung antrat:

  1. Dr. Christian Reinsch
  2. Matteo Schröpfer
  3. Julian Swoboda
  4. Moritz Schameitat
  5. Hungija Li
  6. Julian Brückner
Moritz Schameitat (vorne)

Moritz Schameitat (vorne)

Da unsere Gegner im Durchschnitt eine recht hohe DWZ aufwiesen als wir, waren wir uns bewusst, dass uns eine Herausforderung bevorstand.

Huangija Li (vorne links) und Julian Brückner (hinten rechts)

Huangija Li (vorne links) und Julian Brückner (hinten rechts)

Die Spiele begannen pünktlich um 9 Uhr, und unsere Moral erhielt einen zusätzlichen Schub durch mitgebrachte Süßigkeiten von Hungija. Sein Spiel war auch das erste, das endete. Bereits innerhalb der ersten Stunde zwang er seinen Gegner zur Aufgabe.

Die übrigen Partien blieben eine Weile ausgeglichen. Im Laufe der Zeit konnten Julian Brück-ner und Moritz Schameitat jeweils einen Mehrbauern erlangen mit vielversprechenden Stellungen. Bei Christian Reinsch und Matteo Schröpfer hingegen sah es genau umgekehrt aus, also mussten sie mit ungünstigeren Stellungen kämpfen.
Leider verschlechterte sich die Situation an den Brettern 1 und 2 zusehends, und wir mussten zwei Punkte unseren Gastgebern überlassen. Damit stand es zwischenzeitlich 2:1 gegen uns.

Julian Swoboda (links)

Julian Swoboda (links)

Moritz konnte jedoch seinen Vorteil weiter ausbauen und wandelte das Endspiel souverän in einen weiteren Punkt für unser Team um.
In Julian Brückners Partie wurden allmählich immer mehr Figuren getauscht. Am Ende blieben nur noch verschiedenfarbige Läufer übrig, was trotz des Mehrbauern nach über vier Stunden nur zu einem Remis führte. Der Zwischenstand lag somit bei 2,5:2,5. Das Ergebnis des Mannschaftskampfs hing nun von meinem Brett ab.
Nach einem chaotischen Mittelspiel mit Chancen für beide Seiten erreichte mein Spiel schließlich ein Turmendspiel mit einem Bauernvorteil für mich. Trotz Zeitnot gelang es mir, mit meinem Turm den gegnerischen König abzuschneiden und die Lucena-Stellung zu erreichen, ein theoretisch gewonnenes Endspiel. Trotz meiner Nervosität aufgrund der Zeitprobleme und der Punktsituation sicherte ich letztendlich den entscheidenden Punkt für uns. So verließen wir Bischofrode nach über fünf Stunden mit einer Bilanz von 2,5:3,5.

Von links nach rechts: Huangija Li, Julian Swoboda, Moritz Schameitat, Dr. Christian Reinsch, Julian Brückner

Von links nach rechts: Huangija Li, Julian Swoboda, Moritz Schameitat, Dr. Christian Reinsch, Julian Brückner

Julian Swoboda

Bezirksliga, 5. Spieltag

Wie ein Aufsteiger-überraschendes Spielergebnis

Der fünfte Spieltag brachte uns ein Heimspiel gegen die dritte Mannschaft des SV Merseburg ein. Wir stellten uns auf einen spannenden Wettstreit ein, da der Gegner laut DWZ ebenbürtig oder sogar leicht besser aufgestellt war. Glücklicherweise Weiterlesen