6. Spieltag Bezirksklasse (Runde 3)

Zusatzpunkt beim Tabellenführer

Der sechste Spieltag führte uns erneut ins schöne Seegebiet Mansfelder Land, diesmal zur SG Bischofrode, dem amtierenden Tabellenführer der Bezirksklasse. Wir traten mit Frank, Eric, Alexander, Georg, Huangjia und damit fast in Bestbesetzung an.
Wir gingen auch sofort in Führung, da das letzte Brett unbesetzt blieb. Huangjia erhielt den kampflosen Punkt und fungierte an diesem Spieltag leider „nur“ als Fahrer. Die Wartezeit nutzte er zum Studium der anderen Partien. Alle Roten Türme kamen ordentlich aus der Eröffnung. Nach 1 Stunde 15 Minuten hatte Alexander am vierten Brett eine interessante Angriffsstellung konstruiert, sein Kontrahent allerdings auch. Das Problem war, dass Alexander ein Tempo fehlte, um seinen Angriff erfolgreich zu gestalten, stattdessen lief er in zwei Schachgebote, die den Dameverlust zur Folge hatten und somit auch die Partie verloren war.
Bei mir am zweiten Brett, im übrigen zum fünften Mal in sechs Partien mit den schwarzen Figuren, entwickelte sich nach 2 Stunden eine ausgeglichene Stellung, die in einer Zugwiederholung und damit unentschieden endete. 15 Minuten später folgte Frank am ersten Brett ebenfalls mit einem Remis. Auch hier war die Stellung ziemlich geschlossen und blockiert, so dass beide Parteien kein Weiterkommen sahen. Somit lag der Fokus auf den Partien von Eric und Georg. Aus meiner Sicht hatten sich beide im Mittelspiel leichte Vorteile erarbeitet. Eric hatte den Vorteil von 2 Mehrbauern, die er allerdings im weiteren Verlauf zurückgeben musste. Außerdem war seine Bauernstellung (Trippelbauer) alles andere als positiv zu bewerten. So kam es auch das die Partie zu kippen drohte. Vielleicht sorgte der Kaffeebecher von Kay Schwarzbach mit der Aufschrift „Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt“ etwas für Einschüchterung bei Eric. Trotz alledem verteidigte er sich geschickt und fand schließlich einen Weg, aus einer Kombination von Dauerschach und aufgestellten Drohungen, seinem Gegner ein Remisangebot zu entlocken. Somit lag immer noch ein Punktgewinn für die Mannschaft in der Luft.
Dafür kämpfte in der letzten Partie Georg am fünften Brett. In einem Spiel mit gegensätzlichen Rochaden verpasste es Georg mit einem Bauernvorstoß auf die gegnerische Königsstellung Druck zu erzeugen. Stattdessen nutzte sein Gegenüber Reinhard Karstedt die Zeit, um die D-Linie zu öffnen und sich mit Dame, Turm und Springer gefährlich in Königsnähe zu positionieren. Überall waren Mattdrohungen und Springergabeln möglich. Hinzu kam die wenige Restzeit für weitere 15 Züge bis zur Zeitkontrolle. Viele Beobachter im Raum sahen bereits einen Sieg für Bischofrode. Aber Georg fand Lösungen in der Verteidigung und nach 3 Stunden 15 Minuten gingen offensichtlich auch die Ideen des Bischofröders zu Ende. Ich riet Georg zu einem zugegebenermaßen etwas unmoralischen Remisangebot. Für viele Anwesende überraschend wurde dies angenommen. Hinterher meinte Herr Karstedt, dass er solche Stellungen „gerne noch vergeigt“. Wie auch immer, jedenfalls nehmen wir sehr gern einen Mannschaftspunkt beim 3:3 Endstand mit nach Hause. Zugegeben etwas glücklich nach den Partieverläufen und dem kampflosen Punkt, aber wie sagt man so schön, Glück hat nur der Tüchtige. In diesem Sinne…
Markus Wähler

5. Spieltag Bezirksklasse (Runde 8)

Pflichtaufgabe erfüllt

Der fünfte Spieltag führte uns ins schöne Seegebiet Mansfelder Land zum SV Wansleben. Es war die erste Begegnung beider Vereine seit wir in der Bezirksklasse spielen. Zur Schachreisegruppe gehörten neben mir noch Frank, Georg, Huangjia, Friedrich und Lenhard.
In einer sehr entspannten Atmosphäre bei netten Gastgebern, die sogar Kaffee zum Schach spendierten, fing die Runde auch gut für uns an. Zuerst deutete sich an Brett 6 eine Entscheidung zu unseren Gunsten an. Lenhard kam gut aus der Eröffnung und attackierte früh den unrochierten König mit Springer und Dame. Dem Springer gelang schließlich die Gabel auf König und Turm und wurde letztlich für den Qualitätsgewinn gegeben. Der Rest der Partie war Formsache bei der Klasse von Lenhard und so führten wir nach gut einer Stunde mit 0:1. Zwanzig Minuten später war auch die Partie am fünften Brett zu Ende. Friedrich gewann in einer druckvollen Angriffspartie durch Matt mit Turm und Springer. Er scheint ein Händchen für schöne Matts mit Turm und Leichtfigur zu haben, wie schon in der letzten Runde. So führten wir frühzeitig mit 0:2. Durch diesen Vorsprung war die Luft irgendwie raus an den anderen Brettern. So kamen dann auch nacheinander die Remisangebote an den Brettern 3 und 4 herein geflattert. In ausgeglichenen Stellungen wurden diese von Huangjia und Georg zum 1:3 Zwischenstand angenommen. Diese Gelegenheit nutzte auch Frank am Spitzenplatz bei nahezu vollem Brett zum mannschaftsdienlichen Remisangebot. Auch dieses wurde angenommen und somit war nach nicht einmal 2 Stunden unser Mannschaftssieg perfekt. Mein Gegner hatte zu diesem Zeitpunkt auch bereits einmal den Wunsch nach einem Unentschieden geäußert. Im Vorteil von zwei gewonnen Bauern lehnte ich zunächst ab, bevor mir gleich im nächsten Zug ein Fehler unterlief und ich eine Leichtfigur für einen Bauern geben musste. Dennoch erhielt ich anschließend noch ein Remisangebot und nahm dann letztlich an, vielleicht ein wenig glücklich wie meine Mannschaftskameraden nach der Partie meinten.
Jedenfalls gewannen wir 2:4 in Wansleben und machten damit einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib.

Markus Wähler

4. Spieltag Bezirksklasse (Runde 7)

Chance auf ein Unentschieden vergeben

Zum Stadtderby gegen die zweite Mannschaft der WSG Halle-Neustadt traten wir sprichwörtlich mit dem letzten Anzug aufgrund diverser Absagen an. So gaben gleich zwei Spieler (Friedrich Boye und Julian Brückner) ihr Debüt in der Bezirksklasse. In der Planung waren tatsächlich 6 Mitspieler aktiviert worden, letztlich schaffte es aber Alexander nicht an das zweite Brett und so lagen wir bereits zu Rundenbeginn 1:0 zurück. Dies war Weiterlesen

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