6. Spieltag Bezirksklasse Halle-Nord

Niederlage zum Rückrundenauftakt

Zum ersten Spiel der Rückrunde waren wir zu Gast bei SG GW 90 Bischofrode. Das etwas abgelegen gelegene Spiellokal war problemlos zu finden, die Begrüßung herzlich – beste Voraussetzungen also für einen spannenden Mannschaftskampf.

Blitzstart von Nicolas an Brett 1

Für das Highlight des Tages sorgte Nicolas an Brett 1. Mit großer Entschlossenheit nutzte er zwei Ungenauigkeiten seines Gegners konsequent aus. Nach nur rund 40 Minuten hatte er entscheidendes Material gewonnen – und wenig später stand der Sieg fest. Ein beeindruckend schneller Punktgewinn, der uns früh in Führung brachte.

Brett 4 – Lars

An Brett 4 entwickelte sich für Lars eine lange, strategisch geprägte Partie. Aus einer soliden Eröffnung heraus erspielte er sich mit seinem zentralen Aufbau und dem Läuferpaar leichte Vorteile. Doch gegen die kompakte Stellung des Gegners fehlte zunächst der konkrete Durchbruch.
Der Versuch, mit einem weit vorgerückten Läufer die Königsstellung aufzubrechen, erwies sich leider als zu ambitioniert. Zwei Bauern gingen verloren, und plötzlich übernahm der Gegner die Initiative. Im folgenden Endspiel mit Turm gegen Dame und Turm zeigte dieser seine Erfahrung: Er vereinfachte die Stellung gezielt, verhinderte ein mögliches Pattmotiv bei der Umwandlung und setzte schließlich matt.

Kämpferische Partie von Maximillian an Brett 2

An Brett 2 bekam es Maximilian mit einer eher ungewöhnlichen Eröffnung (1. f4) zu tun. Nach ausgeglichener Anfangsphase übersah er in einer taktischen Sequenz den Verlust eines Bauern.
Zwar baute sich in der Folge spürbarer Druck gegen den gegnerischen König auf, doch der entscheidende Durchbruch blieb aus. Nach erzwungenem Damentausch entstand ein Endspiel mit Turm und Springer auf beiden Seiten, in dem sich der Minusbauer zunehmend bemerkbar machte. Eine weitere kleine Ungenauigkeit ermöglichte den Turmtausch – und der Freibauer war anschließend nicht mehr aufzuhalten. Eine bittere, aber lehrreiche Niederlage.

Lea an Brett 3

Lea spielte an Brett 3 eine lange Zeit auf Augenhöhe. Nach ausgeglichenem Mittelspiel entstand ein spannendes Endspiel: Ihr Turmpaar stand der gegnerischen Dame gegenüber. Mit energischen Mattdrohungen setzte sie ihren Kontrahenten stark unter Druck und schnupperte am vollen Punkt.
Doch der Gegner verteidigte sich umsichtig, koordinierte Dame und Bauern geschickt – und startete schließlich selbst einen entscheidenden Gegenangriff. Der unterstützte Bauernvormarsch war nicht mehr zu stoppen, sodass auch diese Partie am Ende verloren ging.

Fazit:

Trotz des furiosen Auftaktsiegs von Nicolas mussten wir uns insgesamt mit 1:3 geschlagen geben. Der Mannschaftskampf zeigte jedoch, dass wir in vielen Phasen gut mithalten konnten. Mit etwas mehr Konsequenz in den kritischen Momenten wäre durchaus mehr möglich gewesen – eine Motivation für die kommenden Begegnungen der Rückrunde.

Lars Franke

Landesliga u12, 5. und 6. Runde

Ende gut, Bronze gut

Mit 5 Kindern ging es zum frühen Finale der Landesliga u12. Unser Gegner in der 5. Runde war seit Dezember 2024 bekannt: der USC Magdeburg. Ich hatte entschieden, zwei Kandidaten für Brett 4 zu nominieren und so musste ich, kurz vor Beginn der Runde, eine schwere Entscheidung treffen.

Glücklicher Sieg gegen den USC
Die Entscheidung fiel zugunsten von Knut Meurer. Florian Bleuel konnte inzwischen gegen den USV-Ersatzspieler glänzen und gewann mit Turmopfer und einem auch später, unter den Trainern, noch viel diskutiertem Schwerfigurenendspiel.
Aber zurück zum Wettkampf gegen die Magdeburger. Nach 45 Minuten war es absolut ausgeglichen. Dann hatte Knut plötzlich einen starken Mattangriff mit Dame, Springer und Läufer auf den freistehenden König. Doch in dieser heißen Phase hätte er, im 33.Zug mit Lxe2, seine Dame eingestellt. Doch seine Gegnerin, Viktoria Schwalbe, hatte das glücklicherweise nicht gesehen und so durfte Knut weiter am Matt „basteln“. Einmal verpasste er noch das Matt in 2, doch im 42. Zug kam das Matt nach 75 Minuten und unsere, etwas glückliche Führung. Kurz vorher hatte es am 3. Brett ein, allerdings unkorrektes, Remisangebot gegeben. Malak Jamalli war in ein Bauernendspiel mit Mehrbauer geraten. Kann Malak Bauerendspiel? Diese Frage muss mit einem klaren Jein beantwortet werden und so nahm sie das Angebot, nach Nachfrage bei Julian, nach 90 Minuten, lieber an. Der Zwischenstand von 1,5:0,5 und der Blick auf Floras Partie machten große Hoffnung. Und tatsächlich. Plötzlich kam die Info aus dem Spielsaal: Flora hat (seit dem 25. Zug) eine Figur mehr! Schnell bildete sie einen Freibauern und nach über zwei Stunden war dieser Wettkampf gewonnen! Julian Brückner konnte nun, am ersten Brett, mit zwei Bauern mehr, ohne jeden Druck gegen Ole Ziem weiterkämpfen. Doch sein Gegner war ziemlich siegessicher. Nach zweieinhalb Stunden „veropferte“ sich Julian in dieser interessanten Partie leider und verlor wenig später deutlich. Doch das 2,5:1,5 brachte uns auf Platz zwei und fast die sichere Medaille. Nur welche würde es werden?
Und nun schlug aber in der letzten Runde wieder der Computer, ausgerüstet mit dem tollen System zu. Dazu reicht ein Blick auf die Ansetzungen: wir gegen die Schachzwerge Magdeburg (natürlich in Bestbesetzung!) war klar, USV Halle I gegen USV II (übrigens nur mit drei Spieler), zum Titelgewinn, und USC Magdeburg gegen den 1. SC Anhalt (ohne jegliche Chance auf Sonneborn-Berger-Punkte). Für uns hätte ein 2:2 für Silber gereicht und ich musste erneut eine Entscheidung hinsichtlich Brett 4 treffen. Wer kann gegen den erfahrenen Johan Pflug bestehen. Ich entschied mich letztlich erneut für Knut, vielleicht ein Fehler, denn dieses Mal dauerte seine Partie wieder nur 50 Minuten. Inzwischen besiegte Florian, ganz nebenbei, ebenfalls Knuts Gegner aus Runde 5.
Knut wurde (wieder einmal) ein gefesselter Läufer zum Verhängnis und vor allem eine schwache Grundreihe. Und so kam das Grundreihenmatt und der frühe Rückstand. Auch Malak spielte zu dieser Zeit bereits mit einer Figur weniger und Flora war gegen Johannes Rössling unter starken Druck geraten. Und dann ging es, nach 90 Minuten ganz schnell. Malak musste aufgeben und wenig später auch Flora. Die Schachzwerge waren in dieser Besetzung für uns einfach zu stark. Dafür begann nun das große Rechnen um Bronze. Zur gleichen Zeit ging die Partie zwischen Lotte Nönnig und Julian weiter, natürlich das letzte Paar im Spielsaal, der sich schon nach 90 Minuten sichtlich gelehrt hatte. Man wollte nach Hause und so wurde tatsächlich die Partie zwischen Lotte und Julian unterbrochen und die Siegerehrung durchgeführt. Als erstes wurde der neue Landesmeister gekürt: Glückwunsch an den USV Halle I! Unser Quartett bekam Bronze und dann konnten die beiden weiterspielen. Eine niveauvolle Partie mit einem gefesselten Bauern und einem gefesselten Turm von Lotte auf der Diagonale a8-h1. Vielleicht war Julians Bauer auch vergiftet, auf jedenfall gewann Julian einen Turm und 90 Minuten nach der Siegerehrung gab Lotte Nönnig auf. 1:3 Niederlage gegen die Schachzwerge zum Schluss und viele Diskussionen über das System Landesliga u12. Einige meinten: „Das System ist krank!“ Ich kann mich dem nur zufrieden anschließen.

Siegerehrung u12

Siegerehrung u12

Mitgliederversammlung 2024

„Alter Vorstand“ wiedergewählt!

Am 23. August 2024 fand im Paul-Gerhardt-Saal der Johannesgemeinde in Halle die diesjährige Mitgliederversammlung des Schachvereins Roter Turm e.V. statt. 26 Wahlberechtigte, davon auch sechs unter 18 Jahren, sowie zwei Gäste hatten eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten. Weiterlesen

Sommerpause

Genaue Termine können dem Kalender entnommen werden.

Planmässig startet das Training nach den Sommerferien in der zweiten Schulwoche (14. bzw. 15.08.2024)

Erwachsenentraining während der Ferien wird nach Rücksprache und kurzfristig geplant. Wer Kontakt dafür braucht kann hier eine Nachricht senden.