Landesmannschaftsmeisterschaft u12w, u16w und u20 2026 und LEM u8 in Tangerhütte

Um 8.30 Uhr war unser Team komplett. Wir begrüßten Lea und bewunderten zunächst die ausgezeichneten Spielbedingungen im Kulturhaus.
Nach einer Eröffnung mit drei Reden ging es dann endlich los.

Mona

Mona

Unsere u12w traf gleich auf die Schachzwerge Magdeburg. Doch am 4. Brett hatte Mathilda gar keine Gegnerin. 12 Minuten später kam Luisa. Sie hatte den Angriff ihrer Gegnerin auf f7 mit einer Mattdrohung (8. …Df6!) beantwortet und die Gegnerin nahm natürlich den Turm und es stand 2:0. Und in der Rekordzeit von 27 Minuten war der Wettkampf entschieden, weil Lor ihre Partie gewann. Greta machte dann die Sache zum 4:0 nach 25 Zügen und 75 Minuten perfekt. Was für ein Auftakt!
Auch in der u16w, gegen die Spielgemeinschaft SV Eintracht Bad Dürrenberg/ SV Motor Zeitz (u20w), blieb das vierte Brett, wegen Krankheit, unbesetzt.
Lea, etwas enttäuscht, durfte eine Trainingspartie gegen Mathilda spielen und nebenbei beide boten eine starke Partie!
Die u16w führte also mit 1:0. Doch Mona, immer leicht im Vorteil, profitierte von einem schweren Patzer ihrer Gegnerin (13. …d5??) und erhöhte auf 2:0.
Flora glänzte durch ein perfektes Zusammenspiel aller Figuren mit vielen Ideen und dem Matt im 25. Zug, sehr stark. Auch in der Analyse machte es Spaß Floras durchdachtes Spiel zu sehen. Malak tat sich lange Zeit schwer, spielte zu Beginn sehr passiv. Dann hatte sie faktisch eine Figur mehr, doch Alevtyna Yatsuk, war schon mal eine echte Herausforderung, die letzte Partie der 1. Runde. Sie beendete Runde 1 mit einem Erfolg nach fast 3 Stunden. Ihre Gegnerin gab im 40. Zug auf, zum 4:0 auch hier,
Ebenfalls die letzte Partie der 1. Runde spielte Mihail in der LEM u8! Eine sehr gute Partie gegen Lezan Khalaf, an Nummer 1 gesetzt (USC Magdeburg/ DWZ: 1147!!) über 80 Minuten, leider verloren. Doch es gab nur Lob für ihn, auch wenn er etwas traurig war.
Das änderte sich mit dem Sieg in Runde 2 gegen Yrsa-Edith Lange (SV Eintracht Tangerhütte). Dort spielte er total überlegen, nutzte jeden Fehler konsequent, tat sich nur 12 Züge schwer mit dem Matt setzen mit zwei Damen und sechs weiteren Figuren, vielleicht war es zwischendurch auch einmal Patt?

In der 2. Runde war die u16w spielfrei, die u12w traf auf die SG Einheit Staßfurt

Und unsere „Speedy“, Luisa kam nach einer Viertelsunde und 14 Zügen mit Matt nach 11. exf7+ und erneut mit glasklarem Plan! Fünf Minuten später dann, mit leichtem Lächeln, auch Mathilda: „Ich habe einmal gepatzt…“ Allerdings wollte die Gegnerin den eingestellten Springer gar nicht haben und verschenkte dann selber drei Figuren und half Mathilda zum Matt mit Springer und Dame nach 24 Zügen. Wieder ein schnelles 2:0. Dann kam Lor mit einem Remis nach 33 Zügen, was keines war.

Lor

Lor

Lor hatte zwei Figuren mehr (+5,7) Der Wettkampf war gewonnen. Doch am ersten Brett wurde noch zwei Stunden gekämpft. Greta stand hier gegen Fiona Beck (7) auf Verlust (zwei weiße Türme auf der 7. Reihe, „Ich habe die Dame eingestellt…“) und nur Gretas Erfahrung entspannte die Situation. Nach etwa 56 Zügen wurde Gretas letzter Bauer geschlagen. Was blieb war Springer (Greta) gegen Turm (Fiona) und das ist wohl Remis. Greta bot, nach 70 Zügen, auch an, doch Fiona lehnte sofort ab. Sie hoffte wohl auf die Zeit (Greta noch 26 Minuten, sie noch 1 Stunde!) aber das funktioniert hier nicht (50 Züge Regel etc.). Am Ende dann die Springergabel mit Turmgewinn und doch das für beide verdiente Unentschieden und der 3:1- Sieg gegen starke Staßfurter.

In der 3. Runde der LEM u8 gab es wieder eine lange Partie von Mihail gegen Josua Kristian Große (Schachzwerge Magdeburg) zu sehen (75 Minuten!). Er spielte zunächst ein fehlerfreies Mora-Gambit, gewann dann zwei Figuren und spielte stark auf Abtausch. Viermal verwandelte er einen Bauern in eine Dame, Plötzlich war es aber nur noch eine – die Aufregung??? Dann drohte furchtbar auch wieder Patt. Mischa packte es dann doch mit König und Dame und er verdiente sich Punkt 2 (aus 3) heute. Er ist Achter nach dem ersten Tag.

Der dritte Gegner für unsere u12w hieß SV Eintracht Tangerhütte II. Eine Mannschaft, die man nicht unterschätzen darf. Für Lor ging alles sehr schnell. Zu Beginn zwei Bauern weniger, dann stellte Charlotte Trommershausen einzügig auf g6 die Dame ein. Lor wickelte mit Läufer, Springer und Dame dann in 4 Zügen zum Matt nach 17 Zügen ab. Relativ schnell gewann auch Greta ohne größere Probleme. Ihre Gegnerin stellte schon im 6. Zug einen Springer ein. Und auch Mathilda zauberte etwas, stand zu Beginn gegen Frieda Hübner etwas schlechter, gewann aber dann nach 45 Zügen, nach Damegewinn, im 30. Zug, mit Matt. Eine lange Partie und ein Doppelturmendspiel gab es zwischen Luisa und Johanna Quauck mit 68 Zügen. Luisa gewann einfach einen Turm, dann das Turmendspiel, trotz dreier Freibauern machte das zweite 4:0 perfekt. Die Titelverteidigerinnen führen nach dem 1. Tag.
Ein sehr langer Tag sollte es für unsere u16w gegen die SG Einheit Staßfurt werden. Einen schnellen Sieg, nach 20 Minuten, gab es am „neuen“ 2. Brett. Sariana Hesse, zurück von der Matheolympiade, wo sie, wegen ihrer Schachmannschaft, auf die Siegerehrung verzichtete, siegte überzeugend gegen Jihye Stephan. Malak sorgte wenig später für das 2:0. Doch Mona musste schon hart kämpfen, fand dann aber tolle Züge mit starkem Läufer und Dame und Freibauer und das Matt in 2. Muss Spaß gemacht haben, weil es soll ja Spaß machen! Nun hoffte alles auf Flora. Doch sie musste sich zunächst eines gefährlichen weißen Angriffs erwehren, mit verschiedenen Mattdrohungen mit Dame und schwarzfeldrigen Läufer. Doch plötzlich fand sie aktive Gegenwehr und kombinierte sich, aus der Bedrohung zum Turmgewinn! Dann ging alles sehr schnell. Damegewinn und Matt nach 59 Zügen nach drei Stunden, Spannung, Kampf und sehenswertes Schach wie man es sich als Trainer wünscht. Ein Supertag für beide Teams und unseren kleinen Einzelkämpfer in der u8.