Verbandsliga Runde 6

Ungenutzte Chancen gegen Köthen

In der sechsten Runde der Verbandsliga empfingen wir in der Johannesgemeinde die Gäste aus Köthen. Dass es ein harter Kampf werden sollte, war schon von Anfang an klar. Das Ergebnis fiel jedoch etwas zu deutlich aus.

Die ersten Partien wurden nach drei Stunden Spielzeit beendet. Am Brett zwei griff Yury schon früh auf der h-Linie an, während der Gegner im Zentrum konterte. Das Spielgeschehen verlagerte sich zum Damenflügel, wo Schwarz einen Bauern gewann. Darauf entschied sich Yury für ein Qualitätsopfer, um die Initiative zu erlangen. Der Plan war auf Matt zu spielen, während die schwarze Dame im Abseits stand. In Zeitnot fand er leider nicht die richtige Fortsetzung, um die Stellung noch ins Dauerschach zu retten.

Stefan

Stefan

Der Ausgleich kam unmittelbar danach durch Stefan am achten Brett. Stefan mit den weißen Steinen gewann schon früh in der Eröffnung einen Zentrumsbauern. Aber erst nach einem Durchbruch im Zentrum und die Aktivierung seiner Figuren kam er zum Vorteil. Als der Gegner noch einen Spieß übersah, war die Partie entschieden.

Ferdinand

Ferdinand

Mit Punkteteilung endete die Partie von Ferdinand am Brett sieben. Ferdinand kam mit Schwarz gut rein in die Partie und versuchte etwas Druck gegen die blockierten weißen Bauern am Damenflügel auszuüben. Weiß hielt dagegen, es tauschten sich immer mehr Figuren ab und es entstand ein Turmendspiel. Ferdinand hatte jedoch nur eine Schwäche in der weißen Stellung, gegen sie er spielen konnte. Es war kein weiterer Durchbruch möglich und so endete die Partie wenig später mit einem Remis.

Am Brett vier ging es von Beginn an sehr scharf zu. Zunächst hatte Lenhard die Initiative, vergab aber seinen Vorteil nach einigen ungenauen Zügen. Er bekam dann eine weitere Chance, eine Leichtfigur zu gewinnen, die aber ungenutzt blieb. Und so einigten sich die Spieler auf ein Unentschieden.

Am ersten Brett hatte Matti mit den schwarzen Steinen neben der Zeitnot noch mit den Entwicklungsproblemen zu kämpfen. Seine Figuren standen am Damenflügel noch auf ihren Ausgangsfeldern, als der Gegner mit dem Bauernvormarsch begann. Weiß gewann einen Zentrumsbauern und öffnete den Damenflügel, wonach auch die schwache Stellung des schwarzen Königs deutlich wurde. Unmittelbar vor großen materiellen Verlusten gab Matti auf.

Lars

Lars

Die Gäste bauten ihren Punktevorsprung weiter aus. Am Brett drei verlief die Partie von Lars zunächst sehr positionell, die Stellung blieb weitgehend geschlossen. Lars stand jedoch etwas eingeengt und musste stets auf die gegnerischen Drohungen reagieren, während ihm das eigene Gegenspiel fehlte. Durch einen ungenauen Bauernzug ließ er das Eindringen von weißen Türmen auf die siebte Reihe zu, was zum Figurenverlust führte.

Eine spannende Partie spielte sich am Brett fünf ab. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Eröffnung gelang es Roman mit einem Qualitätsopfer die weiße Königsstellung zu schwächen und die Initiative an sich zu reißen. Um den Angriff abzuwehren, gab Weiß das Material zurück und wickelte in ein Turm + Läufer Endspiel ab, in dem Roman aufgrund der besseren Bauernstruktur und eines Mehrbauerns klar im Vorteil war. Doch durch einige Tempoverluste ließ er zu, dass der weiße Freibauer bis an die siebte Reihe schaffte. Die Partie wäre nur noch durch das Turmopfer zu retten, was leider nicht gespielt wurde.

Die Gäste setzten noch einen drauf, indem sie auch die Partie am Brett sechs für sich entscheiden konnten. Markus mit Weiß verlor bei dem Abtausch von Zentrumsbauern die Übersicht und musste die Qualität abgeben. Die resultierende Stellung ermöglichte zwar noch einen langen Kampf, doch das Endergebnis war bereits sicher.

Somit stand es am Ende zwei zu sechs für die Gäste aus Köthen und wir haben zu viele Chancen liegen gelassen.