Der 2. Tag, 29. März 2026
Zunächst muss ich noch erwähnen, dass ich gestern noch beschenkt worden bin. Sariana hat für mich aus Filz einen kleinen Roten Turm als Schlüsselanhänger gebastelt, der jetzt an meinem Autoschlüssel hängt, vielen Dank.
Dann muss man sagen, dass alle die Hürde der Zeitumstellung geschafft haben. Soweit ich gesehen habe, gibt es keine „Opfer“ von diesem Quatsch.
Und schon ging es ins Finale des u10w- Turniers. Alona Dobrynina traf auf unsere Luisa. Etwas Vorbereitung, dann konnte es los gehen, Luisa mit Weiß. Auch Alona begann, wie ihre Schwester am Tag zuvor, sehr aggressiv, mit früher Dame und zunächst ohne, dann im 14. Zug mit langer Rochade. Doch diese erwies sich als entscheidender Fehler! Es folgte ein „Spieß“ mit 16. Lg4! Und der Damegewinn! Die Partie ging tatsächlich noch über 40 Züge weiter, doch Alona war ohne jegliche Chance.
Luisa spielte nun mit ihrer Gegnerin und sammelte fleißig fast alle Figuren ein (Reserve für später?!). Das Dame/König-Endspiel gewann Luisa leicht und sie setzte nach 57 Zügen Matt. Knapp drei Stunden für einen wichtigen Sieg und natürlich große Freude.
Diese wurde allerdings in der Nachmittagsrunde etwas getrübt. Gegen Hanna Meier (SV Eintracht Tangerhütte) war Luisa eigentlich 45 Züge klar überlegen (+ 4,0), unterlag aber nach einem übersehenen Abzugsschach. Innerhalb von 5 Zügen verlor sie beide Türme und wurde im 70. Zug Matt gesetzt. Nach 4 Runden gibt es jetzt vier Mädchen mit 3 Punkten, Luisa führt aber noch.
Bei Maximilian in der AK u10m hingegen gab es heute zwei Niederlagen. Gegen Adam Hein begann die Niederlage mit einem eingestellten Springer bei viel zu schnellem Spiel. Sein Gegner vom SK Dessau 93 tauschte geschickt alles ab und gewann, im 38. Zug, eine weitere Leichtfigur. Maximilian gab im 50. Zug auf.
Anders seine Partie am Nachmittag gegen Frederick Lichtenberg (Union 1861 Schönebeck), übrigens ein Landeskader. Mit vielen Ideen und langsamen Spiel war es vielleicht seine beste Partie hier. Es war absolut ausgeglichen, bis auf die übersehene Mattdrohung.
Anders Martha Börner in der AK u12w. Sie gewann am Vormittag zunächst gegen Lena Jennrich (SG Einheit Staßfurt). Hier gewann sie im 18. Zug die Qualität und dominierte dann klar die Partie bis zum Matt im 34. Zug.
Ein Mehrturm entschied auch Marthas Partie gegen die spielstarke Emma Knauf (SV Oebisfelde 1895). Trotz zweier Freibauern ging Martha ins Turmendspiel, gewann auch die 2. Partie des Tages und ist jetzt Dritte.
In der u12w gab es auch das Toppspiel zwischen Ahata Hleizer und Greta Müller. Greta stand lange sehr gut, stellte dann aber eine Leichtfigur ein (Dirk Michael) und unterlag auf die gleiche Weise wie ihre Vorgängerinnen Kira Polivets und Martha.
Im der u12 bei den Jungs blieb Sascha heute unbesiegt. In der Vormittagsrunde rettete er sich, nach 25 Zügen, in schlechterer Stellung (- 2,7) ins Remis gegen Erik Franke (VfL Gräfenhainichen. Dem folgte ein Erfolg in einer starken Partie gegen Mats Goecking (Schachzwerge). Mit einem Spieß hätte er, im 36. Zug, die Dame gewonnen und hatte eine Leichtfigur mehr.
Im der AK u14m traf Julian Brückner wieder einmal auf David Fritzsche (SV Saalespringer Halle). Trotz Mehrbauer fand er keine Lösungen und gab nach 35 Zügen auf. Dem folgte ein sicherer Sieg gegen Matthes Brauer (Schachzwerge Magdeburg). Er ist derzeit Achter mit der höchsten Buchholzwertung.
Wechselvolle Ergebnisse gibt es auch weiterhin bei den Mädchen. Einzig Malak blieb heute ungeschlagen. Im Vereinsduell gab es einen Erfolg gegen Frieda Behr. Allerdings war die Partie lange Zeit ausgeglichen bis sich Frieda wieder im Zusammenspiel ihrer Türme verrechnete. Frieda gab zwei Züge nach dem Fehler auf. Gegen eine stark spielende Naya Kuhlmann reichte es dann nur zum Remis. Flora startete mit einem Sieg gegen Lisbeth Kessler unterlag dann aber, am 2. Brett, Svenja Hoffmann (Schachzwerge Magdeburg). Malak und Flora sind derzeit punktgleich Siebente. Ein unglückliches Turnier spielt weiterhin Frieda Behr. Nach der unnötigen Niederlage gegen Malak folgte ein verschenkter Sieg gegen Jihye Stephan (SG Einheit Staßfurt). Ausgerechnet nach einem Fehler ihrer Gegnerin bot sie im 17. Zug Remis und stand mit 3,0 im Plus?! Auch Sariana Hesse wird bisher nicht so recht zufrieden sein. Heute gab es Sieg und Niederlage. Gegen Philomena Ostermann (SF Hettstedt) war so total überlegen und kombinierte sich zum Grundreihenmatt. Doch dem folgte nachmittags eine Niederlage gegen Lina Fleischer (SG Einheit Staßfurt).
Bei den gleichaltrigen Jungs gewann Ali Jamalli in einer starken, weil fehlerfreien Partie sicher gegen Ian Beck (SG Einheit Staßfurt). Am Nachmittag traf er auf Henrik Ehradt (SG 2011 Sennewitz). Beide wollten ohnehin nur Remis spielen und nach nur 16 Zügen war das Ziel erreicht.
Frederik gewann am Vormittag mit Mehrfigur gegen Tim Brenner (VfL Gräfenhainichen) und auch am Nachmittag gegen Nicolas Spieß (1. SC Anhalt). Auch hier bleibt es spannend.

