Verbandsliga Runde 2
In der zweiten Runde der Verbandsliga reiste die erste Mannschaft nach Magdeburg zu Aufbau Elbe III. Uns fehlten
die Stammspieler und so mussten wir gleich drei Spieler aus der zweiten Mannschaft engagieren. Die gegnerische Mannschaft war aber aufgrund der Oberliga- und Kaderwettkämpfe ebenfalls geschwächt. Und so gewann Yury seine Partie am ersten Brett kampflos.
Nach über zwei Stunden verlor Oleh am Brett zwei seine Partie. Nach der Eröffnungsphase entschied er sich für die Öffnung des Zentrums, was aber nicht zu seinen Gunsten war. Weiße Figuren fanden gute Felder, die Schwerfiguren drangen auf die siebte Reihe ein und es folgten materielle Verluste. Kurz darauf gewann Ali seine Debütpartie am sechsten Brett und brachte uns wieder in Führung. Ali hatte eine bessere Bauernstruktur und aktivere Figuren, insbesondere die Springer. Er erspähte einen taktischen Einschlag mit dem Turm, der zum günstigen Abtausch und einem Läuferpaar führen sollte. Doch dann unterlief Weiß ein weiterer Fehler, der ihm eine Leichtfigur und die Partie kostete.
Die Magdeburger schafften erneut den Ausgleich, als Markus am Brett vier aufgeben musste. Im Mittelspiel schwächte er seine Bauernstruktur, indem er den f-Bauern nach vorne spielte. Nach einem Massenabtausch nutzte Weiß die offene a-Linie, um die geschwächten schwarzen Bauern von der Seite anzugreifen. Markus befand sich in einer passiven Stellung und gab mit zwei Minusbauern auf. Die Partie von Ferdinand am Brett fünf entwickelte sich zunächst sehr ruhig. Doch dann übersah sein Gegner in einer symmetrischen Stellung einen Läufereinschlag auf h7. Danach könnte Ferdinand den Mehrbauern halten und seine Stellung langsam verbessern, aber er entschied sich für einen Angriff auf den schwarzen König. Bis er jedoch seine Springer zum Königsflügel manövriert hat, gewann Schwarz zwei Bauern zurück. Der Ausgang der Partie hing also davon ab, ob der weiße Angriff durchschlagen würde. Zunächst fand der Gegner die richtigen Verteidigungszüge, verbrauchte dabei aber viel Zeit und verlor letzten Endes zehn Züge vor der Zeitkotrolle durch Blättchenfall.
Nach drei Stunden Spielzeit beendete Emrah seine erste Partie in der Verbandsliga mit Punkteteilung. Im Mittelspiel verpasste er eine taktische Möglichkeit zum Vorteil zu kommen und verlor stattdessen eine Qualität. Sein Läuferpaar bot ihm jedoch gewisse Chancen auf eine Rettung. Weiß spielte ohne konkreten Plan und so wurde die Stellung zunächst ausgeglichen und dann bekam Emrah sogar eine Chance auf Gewinn. Doch schon nach zwei ungenauen Zügen stand er wieder auf Verlust. Weiß nutzte diese Gelegenheit jedoch nicht, und gab nach einem weiteren Fehler seinerseits den Vorteil wieder ab. Ein Remis war also der logische Ausgang dieser verrückten Partie.
Bei dem Stand von 3,5 zu 2,5 beendete Moritz, ein weiterer Debütant in der ersten Mannschaft, sein Spiel mit einem schönen Matt. Die Partie verlief lange Zeit sehr ausgeglichen. Nur an einer Stelle im Mittelspiel verlor Moritz den Faden, aber sein Gegner ließ diese Gelegenheit liegen. Es kam zu einem Endspiel mit vier Türmen und nur wenigen verbleibenden Bauern, das sehr remis verdächtig aussah. Doch dann machte der schwarze König einen Zug in die Mitte des Brettes und befand sich plötzlich in einem Mattnetz. Die weißen Türme schnitten den Fluchtweg ab und der a-Bauer setzte Matt. Dieser Partiegewinn brachte uns den Mannschaftssieg.
Es lief noch die letzte Partie von Lars am Brett drei. Im Mittelspiel opferte sein Gegner einen Springer am Königsflügel für zwei Bauern und erhoffte sich dadurch einen Angriff gegen den weißen König. Lars gelang es seine Königsstellung zu stabilisieren und die Figuren allmählich zu verbessern. Schwarz opferte noch mehr Material in der Hoffnung, dass Lars in der akuten Zeitnot patzt. Doch er überstand den Angriff und realisierte nach der Zeitkontrolle sein Materialvorteil. Der Endstand lautete 5,5 zu 2,5 für uns. Davon haben 2,5 Punkte die Männer aus der zweiten Mannschaft beigetragen.





