Landesliga u16 3. Runde

Erster Sieg – nur zu Dritt

Landesliga u16 - Nelly

Landesliga u16 – Nelly

Nur organisatorisch war einiges im Argen an diesem 3. Spieltag unserer u16- Mannschaft. Für Friedrich Boye, der wohl entschuldigt fehlte, gab es keinen Ersatz mehr und so mussten wir zu dritt gegen SK Dessau 93 antreten. Dafür aber zum ersten Mal mit Mannschaftskapitänin, Nelly Adelmeyer. Dessaus Trainer hatte für 12.00 Uhr Mittagessen bestellt und so ging es pünktlich und schnell los. Besonders an Brett 4 bei Marek Mischkewitz mit 25 Zügen in knapp 30 Minuten (am Ende 68 Züge in 70 Minuten!). Und das hatte Folgen. Marek stand nach einer halben Stunde mit 3,5 im Minus, weil er im 19. Zug eine Springergabel übersehen hatte, und musste nun kämpfen. Ich wäre zu dieser Zeit schon mit einem Remis am 4. Brett zufrieden gewesen, doch dann wurde Marek plötzlich kreativ gegen seine DWZ-losen Gegner. Er opferte im 28. Zug einen Springer, gewann dadurch einen Turm und die Partie kippte sofort zu unseren Gunsten. Am Ende waren es vor allem zwei verbundene Bauern am Dameflügel, die im wahrsten Sinne des Wortes, gegen einen hilflosen Turm das Rennen machten. Nach 68 Zügen gab der Dessauer auf. Zu dieser Zeit hatte Frederik Fiedler, am 3. Brett, einen Bauern, später eine Figur mehr. Frederik spielte sehr aktiv und beherrschte seinen Gegner klar und setzte, nach 33 Zügen, nach Damegewinn, mit Läufer und Dame, nach zwei Stunden, Matt.

Nelly war es nun vorbehalten, in der zweiten Weißpartie, um den Mannschaftssieg zu kämpfen. Und es sah gut aus. Mit neuen Eröffnungselementen erstürmte sie mit vier Figuren die Königsstellung. Die letzten 6 Züge spielten sich praktisch wie von selbst. Ich fühlte mich zur DVM 2019 versetzt, wo Nelly mit viel Angriffslust jede Menge männliche Gegner ärgerte. Auch dieses Mal müsste ihr Gegner, Toni Schäfer, aufgeben und sie hatte jede Menge Spaß. Mal sehen, ob sie sich auch gegen den USV traut? Unser Team gewann, nach zweieinhalb Stunden mit 3:1 und so ging es froh nach Hause.

Landesliga u12 5. Runde

Spielerisch ganz gut – trotzdem 0:4

Finalrunde der LMM u12 in Magdeburg. Im Spiellokal der Schachzwerge trafen sich noch einmal vier Teams, obwohl die Entscheidungen eigentlich gefallen waren. Der SK Dessau 93 freute sich zunächst über einen kampflosen Brettpunkt, weil der USV Halle wieder nur zu Dritt angetreten war. Es dürfte der einzige verlustpunktfreie neue Landesmannschaftsmeister in der Geschichte Sachsen-Anhalts sein, der alle Begegnungen gewonnen hat, aber in drei der vier Runden nur mit drei Spielern angetreten ist.

Nun aber zu unserem (männlichen) Quartett, das nicht ohne Chance nach Magdeburg gereist war. Gegner in der letzten Runde war ja „nur“ der Titelverteidiger, die Schachzwerge Magdeburg. Nach kurzer Vorbereitung, vor allem mit Matteo Bormann, ging es auch schon los. Und gerade Matteo, in seiner Schwarzpartie gegen Laura Rössling am 2. Brett, stand sofort im Mittelpunkt, vor allem wegen des Spieltempos. 33 Minuten für 33 Züge sind unakzeptabel und so war die Analyse mit Gordon Andre viel interessanter als die Partie selbst. Diese Analyse ergab, so Gordon wörtlich, „dass er (kurz vor dem Ende) lieber mit Schwarz gespielt hätte…“, was ein Riesenkompliment für Matteo war. Matteo hatte zu Beginn alles beachtet, trotzdem zwei Bauern verloren. Doch mit dem Mattangriff 14. …Dh4! erkämpfte er die Figur zurück und ging in ein Endspiel eines „Riesenläuferpaares“ gegen einen Turm. Trotz taktischer Endspielfehler und ungenutzter Chancen, besonders am Königsflügel, war es mindestens Remis. Bis er einen Läufer einstellt, dann ging es schnell bergab bis zu Aufgabe. Kompliziert war es auch an den anderen Brettern. Bei Philipp, an Brett 4, war es auch eine übersehene Drohung, eine Springergabel im 13. Zug. Doch Philipp hielt mit eigenen Drohungen dagegen. Doch ein nicht überlegter Damezug leitete das Matt ein, nach übrigens einer Stunde.

Doch die leichte Hoffnung blieb. Wechselvoll war der Partieverlauf an Brett 3. Luise Funke spielte sehr aktiv, rochierte geplant lang um am Königsflügel ihren Angriff zu starten. Ben Zeuner kostete dies zunächst eine Figur und einen Bauern. Doch als die Magdeburgerin, im Schwerfigurenendspiel verrechnete, hatte Ben plötzlich einen Turm mehr. „Doch Weiß war viel zu passiv…“, analysierte Gordon Andre. Luise wich dem Abtausch aus und hatte selbst einen Plan. Und als Ben, nach 45 Zügen das Matt in 1 übersah, war die Enttäuschung groß über den verschenkten Ehrenpunkt. Immer kritischer wurde zu dieser Zeit am Spitzenbrett bei Julian Brückner gegen Igor Shevchenko. Julian hatte sich viel vorgenommen, doch sein Gegner ließ zu Beginn nicht beeindrucken und setzte auf den Angriff mit drei Schwerfiguren am Dameflügel. Das glänzende Zusammenspiel der Figuren und ein Fehler von Julian kostete eine (gefesselte) Figur dazu kam die schwache Grundreihe, die später von Dame und Läufer attackiert wurde. Nach knapp zwei Stunden musste er, einen Zug vor dem Matt, aufgeben und das deutliche 0:4 stand fest. Doch nach der 1:3 Niederlage der Dessauer gegen den USV haben wir Platz 3 in Sachsen-Anhalt in der AK u12 verteidigt. Bei der anschließenden Siegerehrung von Staffelleiterin, Andrea Brüggemann, gab es Bronze für die Spieler vom SV Roter Turm, verdienter Lohn für eine gute Meisterschaft. Der Abstand zu den Spitzenteams ist jedoch genau so groß, wie es die Tabelle aussagt, obwohl am Punktgewinn oft nur wenig gefehlt hat. Trotzdem Schade, dass die Saison schon im Januar vorbei ist. Der USV Halle und die Schachzwerge Magdeburg müssen nun 9 Monate auf die Norddeutsche Vereinsmeisterschaft warten.

Landesliga Runde 4

SV Roter Turm Halle – Reideburger SV

Zum ersten Spiel im neuen Jahr (Runde 4) in der Landesliga B empfingen wir die Gäaste aus Reideburg. Leider verlief die Begegnung von Anfang an nicht optimal für uns. Calvin Meurer hatte sich bereit erklärt am Brett acht auszuhelfen, vielen Dank dafür. Im Mittelspiel nutzte sein Gegner eine Fesselung aus und Calvin verlor viel Material. Er kämpfte zwar bis zum Schluss und gab viele Schachs, aber das Matt war nicht abzuwehren. Ebenfalls bei Nelly Adelmeyer führte eine Ungenauigkeit im Mittelspiel zum Bauernverlust. Sie versuchte ein aktives Gegenspiel zu finden, aber die geschwächte Grundreihe führte zum baldigen Matt. Eine weitere Niederlage für uns folgte am fünften Brett. Oleh Ovchynnikov zögerte sehr lange seine Rochade hinaus und geriet dadurch in eine nahezu hoffnungslose Stellung. Als dann die Leichtfigur verloren ging, war die Partie endgültig entschieden. Doch nicht alle Partien verliefen so einseitig. Am Brett vier spielte Anton Kageler eine souveräne Partie. Es gelang ihm durch aktives Figurenspiel einen Bauern zu gewinnen, doch die zahlreichen Abtausche fürten zu einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Die Partie endete sehr schnell mit Punkteteilung. Es folgte ein weiteres Remis am Brett sechs durch Yury Golitsyn. Zwischendurch stand Yury etwas schlechter und musste auf gegnerische Drohungen reagieren. Doch er behielt die Kontrolle über die Stellung und man einigte sich auf ein Unentschieden.

Somit lag die Mannschaft nach etwa zwei Stunden bereits mit eins zu vier hinten. Doch die Stellung an den ersten drei Brettern gab ein Hauch von Hoffnung auf ein Ausgleich. So verkürzte Lars Jungklaus mit einer starken Partie den Rückstand. Lars tauschte geschickt ab, schuf Schwächen im weißen Lager und gewann einen Bauern. Dann nutzte er die geschwächte Stellung des gegnerischen Königs aus und spielte konsequent auf Matt. Wenig später legte Matti Adelmeyer am Spitzenbrett nach. Wie so oft bei Matti verlief seine Partie im Zeichen einer drohenden Zeitnot. Durch ein aktives Spiel gegen den weißen König und die Schaffung zahlreicher Drohungen gelang es Matti, den Gegener zu Fehlern zu zwingen und schließlich aufzugeben. Der Rückstand verkürzte sich somit auf 3 zu 4 und es lag an Gerrit Geldner, ob wir insgesamt ein Unentschieden schaffen. Die Partie von Gerrit verlief sehr positionell, wobei er der aktivere Spieler war. Leider gab die Stellung nicht genug her, um auf Gewinn zu spielen. Am Ende konnte der Gegner mit seiner Dame ins weiße Lager eindringen und Dauerschach erzwingen.

Somit verlor die erste Mannschaft zum zweiten Mal in der Saison und liegt nun wieder bei 50 Prozent auf Platz vier.

Yury Golitsyn

Landesliga u16

Goliath Magdeburg – SV Roter Turm Halle 4:0

David (und selbst den haben wir ja nicht mehr) gegen Goliath könnte die Überschrift für unseren Landesligaauftakt in der u16 lauten. Am ersten Spieltag spielfrei trafen wir an den heimischen Brettern auf die Schachzwerge Magdeburg. Doch zunächst trafen wir erst mal nicht. Weiterlesen

Finale Landesliga u12

Mit zwei Brettpunkten zur Norddeutschen

„Bei heißen 35 Grad haben sich 16 Kinder gegen das Freibad und für das Schachspiel entschieden. So konnten die Schachfreunde Hettstedt die Schachzwerge Magdeburg, den USC Magdeburg und den Roten Turm Halle in Walbeck empfangen. Es wurden die Runden 2 und 3 gespielt…“ Schrieb Martin Wechselberger in seinem Bericht auf der Landesseite.
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