4. Runde Verbandsliga

Ein wichtiges Unentschieden gegen Merseburg

Das Heimspiel gegen SV Merseburg musste wegen belegter Räume in der Gemeinde nach Merseburg verlegt werden. Die nominellen Gäste traten fast in Bestbesetzung an. Es folgten acht spannende Partien. Unser Team musste dabei

mehrmals gegen den Rückstand kämpfen.

Sehr schnell ging es am Brett 7 zu. Markus unternahm ein frühen Ausflug mit der Dame und schlug einen weißen Bauern auf b2. Dies führte dazu, dass er in seiner Entwicklung hinterher lag, während Weiß einen starken Angriff auf den unrochierten König entwickelte. Nachdem die Linien im Zentrum geöffnet wurden, folgte die Aufgabe kurz vor dem Matt.

Am Brett sechs hätte Oleh bereits nach der Eröffnung zum beachtlichen Stellungsvorteil kommen können, fand aber die richtige Zugfolge nicht. Stattdessen tauschten sich die meisten Figuren ab und es kam zum ausgeglichenen Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern. Doch dann übersah Oleh einen Läufereinschlag, wonach ein Turmendspiel mit einem Bauern weniger entstand. Aufgrund der Aktivität des schwarzen Königs ging das Endspiel schnell verloren.

Die Aufholjagd begann mit dem Sieg von Stefan am Brett acht. Bereits in der Eröffnung verschwanden die Damen vom Brett und die Stellung hatte einen geschlossenen Charakter. Stefan kam zum Vorteil, als Schwarz einen Abtausch vom weißen Turm gegen zwei seiner Leichtfiguren zuließ. Weiß nutzte geschickt die Schwächen in der schwarzen Stellung aus und setzte im 32. Zug Matt.

Ein weiterer voller Punkt kam von Lenhard am Brett vier. Bei einer Abtauschaktion gewann er einen schwarzen Zentrumsbauern und dominierte die Stellung mit seinem Läuferpaar. Schließlich marschierte der besagte Bauer zur Dame und wenig später gewann Lenhard souverän seine Partie.

Währenddessen ging die Partie von Matti am ersten Brett verloren. Bei entgegengesetzten Rochaden geriet der schwarze König von Matti bereits sehr früh unter Druck. Sein Gegenspiel am Königsflügel kam leider zu spät, sodass er wenige Züge vor dem Matt aufgeben musste.

Den erneuten Ausgleich schaffte Yury am Brett zwei. Weiß stand während der ganzen Partie leicht besser, aber zum entscheidenden Vorteil kam es erst, als die Bedenkzeit knapp wurde. Mit seinen Schwerfiguren dominierte Yury die Stellung und schaffte es zusätzlich die schwarze Königsstellung zu öffnen, wonach ein Matt nicht mehr abzuwehren war.

Bei Lars am Brett drei war die Stellung lange Zeit ausgeglichen. Er schaffte es aber nicht, seine Schwäche, einen rückständigen Bauern, rechtzeitig aufzulösen und schwächte stattdessen seine Königstellung. Weiß nutze die geschwächten Felder um dort mit seiner Dame einzudringen und anschließend zwei Bauern zu gewinnen. Die Partie dauerte zwar noch lange an, das Ergebnis war aber vorbestimmt.

Roman

Roman

Die längste Partie des Tages mit vielen überraschenden Wendungen spielte Roman am Brett fünf. Sein Gegner mit den weißen Steinen startete einen starken Angriff gegen den schwarzen König und opferte dafür eine Leichtfigur. Roman gelang es zwar die Stellung zu stabilisieren, bis er einen Fehler begann. Weiß fand jedoch nicht die stärkste Fortsetzung, wonach der Angriff abgewehrt wurde und Roman einen Läufer mehr für einen Bauern in einem Damenendspiel behielt. Die weiße Dame gab unzählige Schachs und sammelte nach und nach fast alle schwarzen Bauern ein. Dann verpasste Weiß die Gelegenheit den letzten schwarzen Bauern vom Brett zu nehmen und somit ins Remis einzulenken (ein Remis hätte den Mannschaftssieg bedeutet). Stattdessen gab Weiß Schach von einem falschen Feld, wonach Roman zwei Bauern gewann. Danach aktivierte er seinen König und ging zum Mattangriff über.

Dank der überragenden kämpferischen Leistung von Roman erreichten wir am Ende ein stark umkämpftes Unentschieden, welches uns dem Klassenerhalt näher bringt.