Landesliga u12 3. Spieltag

U12- Mannschaft ist wieder drittbeste im Land

In Gräfenhainichen fanden die letzten beiden Runden der Landesliga Sachsen-Anhalt u12 2025/2026 statt. Unsere Mannschaft hatte die schwere Aufgabe gegen die Schachzwerge Magdeburg, dieses Mal in Top-Besetzung zu spielen. Doch unsere Mannschaft hatte nichts zu verlieren und so entwickelte sich ein großer Kampf an allen Brettern.

Landesliga u12

Landesliga u12

Die schwerste Aufgabe hatte wohl Florian Bleuel am 2. Brett gegen den u10- Landesmeister, DEM-Teilnehmer und Kaderspieler, Jonas Schulze (DWZ immer 1806!). Doch ein Leistungsunterschied war zunächst nicht zu sehen, im Gegenteil! Er spielte stark gegen den Sizilianer, stand 35 Züge immer im Plus und wickelte in ein Mittelspiel 2 Türme (Florian) gegen Läufer und Turm ab, mit +5,1 im 33. Zug!! Die Partie war klar gewonnen und an den anderen Brettern sah es auch gar nicht so schlecht aus. Doch im 36. Zug übersah Florian ein Abzugsschach mit Turmverlust. Aber selbst da war das Remis noch möglich. Doch Jonas Schulze war im Endspiel deutlich besser, nutzte auch die schlechte weiße Bauernstruktur und setzte, nach 73 Zügen, mit Läufer und Dame Matt. Alle anderen Partien waren beendet, nur unsere Kinder spielten noch. Und nach etwas mehr als zwei Stunden fielen dann fast alle Entscheidungen gegen uns. Bei Martha Börner gegen Tony Benecke war 30 Züge lang wenig los und ein Remis auf dem Brett. Ja bis Martha einen „vergifteten Bauern“ auf f4 schlagen musste. Da folgte das Grundreihenmatt?! Und es stand 0:2. Ähnlich war es wenig später in der Partie Luisa Winkler gegen Leo Kutschenreuter. Luisa war meist überlegen (+ 1,7 im 22. Zug), aber auch das 3. Brett war, aus meiner Sicht, Remis. Doch Luisa tat rein gar nichts gegen drei freche weiße Leichtfiguren (zwei Springer und ein schwarzfeldriger Läufer), die es sich vor der schwarzen kurzen Rochade „gemütlich“ gemacht hatten und war auch nicht bereit, das Mattfeld f7 zu verteidigen. Also wurde sie, im 25. Zug, mit Mehrbauern, Matt gesetzt. Schade um diese drei Partien.
Doch Sascha, am Spitzenbrett gegen Johannes Rössling, wollte sich mit dem 0:4 nicht Abfinden. Der meiste Kuchen war schon aufgegessen, da spielte das einsame Paar in der großen Halle immer noch! Sascha verpasste einige Chancen, griff aber mutig an und lieferte dem Favoriten und Vizelandesmeister u12 einen großen Kampf. Sein Vati mochte schon gar nicht mehr hinschauen und vielleicht hätte Sascha auch mal Remis anbieten können?! Die Entscheidung fiel nach 60 Zügen. Sascha forcierte den Damentausch (Alternative war wohl Dauerschach oder ein weiterer Bauerngewinn) und danach entstand ein gefährlicher schneller Freibauer und Sascha gab nach 69 Zügen auf. Ein klares 0:4 nach über 3 Stunden, das aber klarer aussieht, als es war.
Viel spannender war: gegen wenn muss die Mannschaft in dieser „Lotterie“ in der letzten Runde spielen? USC Magdeburg? „Ihr spielt gegen den 1. SC Anhalt…,“ erfuhr ich von Uwe Kurth kurz nach der Auslosung, die Mannschaft war von Platz 2 auf Platz 4 abgerutscht.
Nach einer Viertelstunde Pause ging der Sechskampf um die Medaillen weiter.
„Nicht unbesiegbar, aber sehr stark“, motivierte Herr Oswald, der Trainer des 1. SC Anhalt, sein Quartett und dann konnte die „Mission Bronze“ beginnen. Es war aber nur eine kurze Mission von knapp einer Stunde. Nach 30 Minuten hatte Martha Börner gegen Matteo Wonka (ohne DWZ) Dame und Turm gewonnen und setzte, nach 30 Zügen sicher Matt. Sie freute sich zu Recht über ihre gute Bilanz! 3 aus 4 ist ein guter Einstieg. Die interessanteste Partie gab es an Brett 2 wieder bei Florian. Und wenn sein Gegner, Josef Richter, etwas langsamer gespielt hätte, hätten die Dessauer hier wohl ein Remis erkämpft. Florian spielte sehr konzentriert und fast routiniert im Turmendspiel mit jeweils zwei Bauern und konnte in der Kurzanalyse alles begründen. Er gewann zunächst beide weiße Bauern und spielte dann, mit Freibauer und Turm, gegen den weißen Turm sehr überlegt auf Matt. Für mich ein weiterer Höhepunkt heute. Weniger Probleme hatte Sascha, immer aktiv, mit klarem Plan auf der h- Linie gegen einen viel zu passiven Gegner. Und so war nach einer Stunde der Wettkampf mit 3:0 entschieden. Luisa hatte sich in ihrer Weißpartie das schwache Feld e6 gefunden, gewann früh einen Turm und begann die Partie, mit aktiven Schwerfiguren, zu genießen. Mit ihrem Sieg, durch Treppenmatt, nach etwas mehr als zwei Stunden, musste man nun noch zwei Stunden warten bis es feststand: der SV Roter Turm verteidigt die Bronzemedaille von 2025, ja es gibt genau die gleiche Reihenfolge auf den Plätze 1-3 wie im Vorjahr.

SV Roter Turm

SV Roter Turm

Da die Norddeutsche Vereinsmeisterschaft wohl in Magdeburg stattfindet, Mannschaft eigentlich den Ausrichterfreiplatz bekommen. Ich hatte den Jungs auf der Hinfahrt versprochen, den, wenn er erkämpft wurde, auch zu nehmen, allerdings ohne Mädchen (Siehe September 2025!!!).
Mal sehen, wer da eine Chance bekommt.