JLEM 2021 in Magdeburg

Zweiter Wettkampftag

Strahlend blauer Himmel in Magdeburg heute Morgen, etwas spanische Vorbereitung für Sariana und die Suche nach „unseren Frühstückstischen“ 16, 20,21,22 bestimmte den heutigen Morgen vor der Runde. Dann gab es heute zwei Runden „Schnellschach“, wie einige Trainer gestern Abend noch meinten. Noch schneller waren heute Morgen unsere Jüngsten unterwegs.

David LJEM 2021

David LJEM 2021

Speziell David Fritzsche war, zu mindestens morgens nicht so gut „drauf“. Vielleicht lag es am Duell David gegen, nein nicht gegen Goliath, sondern gegen David (Rogozhin) vom USV Halle. Der David vom USV wollte unbedingt Revanche für das Schäfermatt von unserem David in der letzten Partie der beiden. Und unser David kam bereits in der Eröffnung nicht mit den sehr vielen Bauernzügen zurecht (7 von 9!) und stand eigentlich immer schlechter, auch am merkwürdigen Ende. Nach 40 Zügen erhielt er in klarer Verluststellung ein Remisangebot, das er schlauerweise sofort annahm.
Das kleine Mädchenfinale Svenja gegen Sariana hielt auch nicht, was es versprach. Bereits im 4. Zug wich Sariana von der Vorbereitung ab und geriet schnell in Nachteil. Svenja Hoffmann von den Schachzwergen Magdeburg gewann leicht nach 41 Zügen. Dafür verbuchte Till Gollmann in der u12 den ersten Sieg. Nach 24 Zügen setzte er Jan Peter Hartmann (SK Dessau 93) Matt. Dafür lief es nachmittags für ihn nicht so gut. In der Partie gegen Anton Pflug (Schachzwerge Magdeburg) verpasste er klare Remischancen und unterschätzte vor allem einen gegnerischen Freibauer. Dafür gab es erfreuliche und überraschende Siege von David und Sariana. So sehr ich manchmal mit unserem u10 Schachtalent schimpfen muss, überrascht er mich doch immer wieder. Dieses Mal mit einem deutlichen Erfolg gegen Ben Erik Zander (SF Hettstedt) vor allem mit überzeugender Mattführung mit Dame und Turm gegen zwei Leichtfiguren. In seinen Augen habe ich dabei wieder jenes Lächeln vom Landesmeistertitel von 2020 gesehen. Und auch Sariana wahrte seine Chance in einer starken Partie gegen Eva Breja (Schachzwerge Magdeburg).

Annabelle LJEM 2021

Annabelle LJEM 2021

Doch es war vor allem der Tag unserer „erwachsenen Mädchen“. Im gemischten Turnier u14w/u16w/u18w erkämpften sie immerhin 4,5 von 6 möglichen Punkten. Überraschenderweise am erfolgreichsten Annabelle Fiedler, heute mit zwei Siegen! Sie gewann gegen Johanna Eulitz (SK Dessau 93) und auch gegen Sahra-Sophie Feist (Wernigeröder SV) mit Superkombinationen (Matt in 12!!), die ich noch nie von ihr gesehen habe. Sie ist jetzt Zweite in der u14w! Und auch Maria konnte endlich ihren ersten Sieg bejubeln. In Runde 3 gewann sie gegen Johanna Eulitz mit starkem Angriff. Und heute Nachmittag gewannen alle unsere Mädchen! Ein Traum! Charlotte Derling liegt in der u16w vielleicht sogar auf Kurs Titelgewinn. Nach ihrem gestrigen souveränen Auftaktsieg erkämpfte sie heute zunächst ein Remis gegen Yara Stowicek und gewann dann gegen Magdalena Rabenstein (USC Magdeburg). Morgen bekommt sie endlich ihre Partie gegen Anastasia Voigt. Ein Remis sollte reichen.
Für die u14 Jungs war heute ein sehr harter Tag und dies nicht nur wegen des Vereinsduells Georg gegen Friedrich (oder umgekehrt). Allerdings war es eine sehr einseitige Angelegenheit, denn Georg gewann, nach aggressivem Spiel, sicher nach 28 Zügen. Auch Jaron beherrschte seinen gegen Gegner vom Reideburger SV 1990, Matteo Schröpfer, eigentlich sicher, bekam dann kurzzeitig Schwierigkeiten, gewann im Endspiel aber sicher. Ein tragisches Ende nahm die Partie Anton Kageler gegen Marten Lischka, aber nicht für Anton. Anton selbst sprach von einem etwas glücklichen Sieg. Im Endspiel besaß Marten zwei Bauern und einen Läufer, Anton einen Bauern und einen Turm. Das sollte wohl Remis sein, doch der Spieler vom USV tappte doch noch in einen (Spieß)-falle und so gewann Anton noch. Seine Partie in Runde 3 gegen Luke Fathke (1. Anhalt) haben wir dann abends lange analysiert, ohne Zeitnot, die Anton fast während der gesamten Partie in Atem hielt. Der Dessauer stellte fast alles zu und ständig kleinere Drohungen auf. Anton musste immer reagieren, auch auf drei Remisangebote. Das letzte nahm er, mit nur wenigen Sekunden auf der Uhr, lieber an. Der Rest ist schnell erzählt. In der u14 gab es schwere Gegner in Runde 3 für alle. Jaron unterlag (mit Skandinavisch) einem gut vorbereiteten Valentin Udelnov, Georg gegen Arne Herter (beide Schachzwerge Magdeburg). Nur Friedrich gewann in Runde 3 sicher gegen Erik Seidemann (SF Hettstedt).
Nicht zuletzt noch etwas zu unserem „Senior“ unter der Jugend, Alexander Iziumschi, der heute ungeschlagen blieb. Zunächst besiegte er, etwas überraschend, Siegfried Hoffmann (Rochade Magdeburg) und am Nachmittag gab es gegen Florian Schwerdtfeger (1. SC Anhalt) ein Remis.
Insgesamt gab es heute von 21 möglichen Punkten 14. Ist doch gut, oder?
Morgen steigt das große Finale!

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