1. Runde Verbandsliga

Fehlstart gegen Reideburg

Vielleicht lag es am besonders frühen Spieltermin für die erste Runde der Verbandsliga, dass es an dem Tag für die erste Mannschaft sehr vieles schief lief. Unser neuer Spieler Roman Korniienko musste krankheitsbedingt absagen und so starteten wir mit einem Minuspunkt in die neue Saison. Leider ist es uns nicht gelungen, den Rückstand aufzuholen.
Am Brett sechs geriet Oleh Ovchynnikov mit Schwarz bereits in der Eröffnung unter Druck und befand sich schon bald in einer aussichtslosen Lage. Am Brett sieben hatte Markus Binnewies zwischenzeitlich einen Bauern mehr. Nach dem Übergang ins Endspiel wurde der Vormarsch seiner Freibauern auf den a- und b-Linien vom schwarzen König gestoppt. Da der weiße König selber an die schwarzen Bauern gebunden war und kein Durchkommen hatte, einigten sich die beiden Spieler auf ein Unentschieden. Sehr ausgeglichen verlief die Partie von Matti Adelmeyer am Spitzenbrett, bis dann die Zeitnotphase begann. Im Endspiel mit Turm + Läufer machte sich die schwache Grundreihe von Matti bemerkbar. Um Matt abzuwehren, musste Matti die Figuren tauschen, wonach es in ein verlorenes Bauernendspiel ging. Der schwarze König stand bereits im Zentrum und drohte die weißen Bauern abzuräumen. Am benachbarten Brett besaß Lars Jungklaus dank seinen aktiveren Figuren über die ganze Partie die Initiative. Leider verpasste er mehrere Möglichkeiten die Partie auf taktischem Weg für sich zu entscheiden. So vereinfachte sich die Stellung und es wurde Remis. Die kurioseste Partie der Runde spielte sich am Brett zwei ab. Nach einer ausgeglichenen Eröffnungsphase unterlief Yury Golitsyn ein grober Fehler bei der Verteidigung. Weiß wickelte eine Kombination ab, doch anstatt Matt in zwei Zügen zu setzen, schlug der Gegner die schwarze Dame. Yury blieb dran, gewann etwas Material zurück und rettete sich in ein Endspiel mit zwei Türmen gegen die Dame. Aufgrund der vielen Mehrbauern war das Endspiel klar gewonnen für Weiß. Doch der Gegner bot Remis an, um den Mannschaftssieg zu fixieren.
Zu diesem Zeitpunkt liefen noch zwei Partien, welche aus unserer Sicht nur zur Schadensbegrenzung beitragen konnten. Im Spiel von Ferdinand Lindner am achten Brett konnte lange Zeit keine der Parteien zum Vorteil kommen. Die Entscheidung fiel kurz vor der Zeitkontrolle, als es Ferdinand gelang mit seiner Dame ins weiße Lager einzudringen. Die geschwächte Lage des weißen Königs ohne die schützenden Bauern machte sich sofort bemerkbar, Schwarz gewann einen Turm und somit die Partie. Eine weitere spektakuläre Rettung gelang Lenhard Zaprasis am Brett vier. Nach der Eröffnung ließ er das Eindringen des weißen Turmes in sein Lager zu. Die weiße Aktivität führte zum Qualitätsverlust. Doch nach dem Abtausch der Damen entstand ein nahezu ausgeglichenes Endspiel. Lenhard bildete drei freie Bauern und einer davor raste zur neuen Dame. Am Ende stand es 4.5 zu 3.5 für die Gegner.

Yury Golitsyn