1. Tag, Anreise, 05.09.2025:
Das Meer ruft. Und zwar zum zweiten Mal zur Norddeutschen Vereinsmeisterschaft für drei Turniere nach Prora. Insgesamt
33 Mannschaften wollten nicht nur das Wellenrauschen hören, sondern auch etwas Schach spielen. Nach langem Hin und Her mit den Anmeldungen hat der rührige Veranstalter (und die Teilnehmer) nun erst mal das Pech, dass alle drei Turniere ungeradzahlig sind.
Das gilt auch für das Turnier in der AK u12w, wo unsere Mannschaft spielt, immerhin überraschender Landesmannschaftsmeister in Sachsen-Anhalt 2025, und deshalb dürfen wir auch mal an die Ostsee. Wir, das sind Flora Greither, Malak Jamalli, Luisa Winkler und Mathilda Ganssmüller.
Wie sind unsere Mädchen denn nun hierher, in die Jugendherberge Prora, gekommen. Nun, wir haben ein Spielchen gespielt, nein nicht Schach, sondern mit der Deutschen Bahn. Und das ging so: ich fahre immer mit deutlicher Verspätung los und komme am Zielbahnhof früher als im Fahrplan steht an! Toll nicht! Und am Bahnhof in Binz erwartete uns die Oma von Mathilda mit einem Opa und großen Wohnwagen. Und so kamen wir ganz schnell ans Meer, doch zunächst in unsere Zimmer. Dann hielt es keinen mehr in den vier Zimmern. Zu stark war der laute Ruf der See. Unsere Mädchen gewannen den Kampf gegen Millionen Quallen, die Wellen und wenige Muscheln unter Beobachtung einer Möwe, hatten aber zum Glück auch eine zweite Jeans mit! Auch der Trainer bekam nasse Füße. Trotzdem schön hier!
Es gab dann eine ordentliche Mannschaftsbesprechung, das Abendessen, das man nur mit einem gelben Bändchen bekommt, und eine verspätete und traditionell chaotische Betreuerbesprechung. Chaotisch vor allem wegen der „immergrünen“ Frage: was ist ein regelwidriger Zug. Ausgelost wurde auch gleich. Wir sind an Nummer 4 gesetzt (vier qualifizieren sich für die DVM) und spielen in Runde 1 gegen den Elmshorner SC von 1896 aus Schleswig-Holstein. Immerhin mit zwei Teilnehmerinnen der DEM 2025. Da heißt es Aufpassen für Flora und Malak, ansonsten wohl eine lösbare Aufgabe.
