Deutsche Vereinsmeisterschaften u12w in Neumünster 2025 (29.12.)

Der 29. Dezember 2025, die Runden 5 und 6

Bei aller Euphorie von gestern sind noch zwei nicht so gute Infos nachzutragen. Die eine betrifft Mathilda. Sie wurde gestern im Ersatzspielerturnier von Alina Sachse (1. Brett von Tangerhütte!??) mit bösen Tangerhütter Tricks nach 13 Zügen Matt gesetzt. Hatte wohl ganz schön Frust, dass sie nicht spielen durfte, die Alina. Arme Mathilda! Das zweite Problem betrifft den Trainer, der in der gestrigen Abendhektik vergessen hatte, für die 5. Runde Lor am 4. Brett zu melden. So wurde Lor zwar vorbereitet, aber Mathilda musste spielen, weil sie auf dem ausgedruckten Mannschaftszettel stand. Sorry Lor und Minuspunkt für mich.
Trotzdem waren unsere Mädchen guter Dinge und damit zurück zur Runde 5 gegen die SF Brackel. Am zweiten Brett gab es die Partie Luisa gegen Luisa! Luisa Augustin überraschte mit 3. Lc4 Sxe4 4. Dh5 und unsere Luisa kam damit nicht zurecht, verlor zwei Bauern, musste die Damen tauschen und geriet stark unter Druck. Erst als sie Gegenspiel fand setzte sie den Trend von gestern fort. Nach 20 Zügen (in 30 Minuten) hatte einen starken Angriff, drohte ständig was und hatte im Endspiel vier Freibauern mehr.
Doch das zu schnelle Spiel und weil „unsere“ Luisa sich wohl zu sicher war, kostete uns, nach 90 Minuten einen halben Punkt. Luisa Augustin opferte schlau ihren Turm 61. Txc2+ dxc2 Patt!? 61 Züge in 90 Minuten sind ist eben zu schnell. Ärgerlich! Würde der halbe Punkt fehlen?
Ärgerlich vor allem auch deshalb, weil Flora ihre Partie gegen Sofia Kuznetsova, nach zwei Stunden gewann. Sie hatte, im Mittelspiel, mit einem Zentrumsspringer, die Qualität gewonnen und setzte, nach 43 Zügen, mit zwei Türmen Treppenmatt. Es stand 1,5:0,5.
Am dritten Brett bei Kira war alles anders. Hier wurde sehr langsam gespielt, aber Kira hatte durch eine Unaufmerksamkeit in der Eröffnung (9. …Da5+) einen Läufer verloren. Gegen die Gegnerin von Kira, Felicitas Hendler, hatte Flora in Willingen Remis gespielt.
Noch langsamer, fast gemächlich, wurde am 4. Brett gespielt. Durch die Vergesslichkeit des Trainers spielte dort ja Mathilda und plötzlich schien genau diese Partie von hoher Bedeutung zu sein. Mathilda hatte, nach 25 Zügen, gegen Viktoriia Vainer einen Bauern weniger, ansonsten war alles ausgeglichen. Ihre Gegnerin hatte allerdings lang und damit entgegengesetzt rochiert und begann nun mit dem Angriff am Königsflügel. „Ich war in Zeitnot“, sagte Mathilda mir später auf der Treppe. Na ja, stimmt nur bedingt. Mathilda befand sich im 37. Zug. Allerdings verlor sie kurdie doch weh tut.,z vorher die Dame und so gab Mathilda, einen Zug vorm Matt auf. Es stand 1,5:1,5.
Kira spielte erneut am längsten. Sie hatte nun die undankbare Aufgabe, in schlechterer Stellung, mit Leichtfigur weniger, das Unentschieden zu retten. Immerhin, sie kämpfte, gewann die Figur zurück. Doch ihre Gegnerin nutzte die bessere Bauernstruktur, sperrte den weißen König ein und so sah man das Ende kommen. In der Aufregungt gab es bei Kira auch wieder einen regelwidrigen Zug. Neue Dame, kein Patt, sondern Matt nach 53 Zügen. Eine höchst unglückliche Niederlage.
Gegner in der vorletzten Runde war der Gastgeber TuRa Harksheide, derzeit Tabellenletzter.
Bitte nicht unterschätzen!
Nach etwas mehr als einer Stunde hatten wir an allen Brettern Material gewonnen. Etwas kompliziert war es bei Lor gegen Emilia Maraczi. Aber Lor schaffte den Durchbruch am Dameflügel, gewann weitere Figuren und verwandelte den b- Bauern zur Dame. Zwar ließ sie einige Chancen aus, doch das Matt mit Läufer und Dame, nach 50 Zügen, brachte uns das 2:0. Zuvor hatte nämlich Kira ihre Schwarzpartie gewonnen. Hier war ein weißfeldriger Läufer die entscheidende Figur. Kira verwandelte zwei Bauern in Türme und setzte Matt.
Etwas kämpfen musste Flora, mit Mehrbauern und gutem Läufer gegen Springer gegen die Gastspielerin, Anna Tatar vom SK Kaltenkirchen. Doch auch sie setzte mit Dame und König, nach 72 Zügen, sicher Matt. Am längsten spielte dieses Mal Luisa. Und auch sie beherrschte ihre Gegnerin, Ann-Kristin Ya Jing Stade, sicher, die es Luisa einfach machte. Mit einem eingestellten Springer begann es, dann gab es kaum noch sinnvolle Züge für Schwarz und Luisa veredelte die Partie mit einer Springergabel mit Damegewinn. Nach rund drei Stunden („ich weiß, ich konnte schon früher Matt setzen…“, sorgte sie mit Dame und Turm für den 4:0- Erfolg unserer Mannschaft und ein ausgeglichenes Punkteverhältnis. Wir sind 14. vor der letzten Runde.
Ein lustiges Tandemturnier mit 9 Mannschaften, darunter zwei vom Roten Turm, beschloss den Tag.