Der 30. Dezember 2025, die Runde 7
Beim Tandemturnier gab es gestern einen 2. Platz für Luisa und Kira.
Nun aber zur 7. und letzten Runde gegen SK König Plauen. Für mich ein heimlicher Wunschgegner und die zweite Mannschaft aus dem Nachbarbundesland Sachsen. Die Mädchen aus Plauen waren noch einmal eine echte Herausforderung und die Möglichkeit für lange Partien.
Allerdings erfüllten sich diese Möglichkeit und dieser Wunsch nicht ganz. Speziell am 2. Brett war Luisa gegen Meryem Naz Öksüz (DWZ: 1403) viel zu schnell unterwegs und geriet dadurch, nach einer Stunde, in ein kompliziertes komisches Endspiel. Zwei Türme (Luisa) gegen Turm und zwei Springer. Dummerweise sperrten die beiden Springer einen Turm von Luisa faktisch ein. Das konnte nicht gut gehen? Doch Luisa störte das ganz und gar nicht, wie sie mir in der Analyse sagte. Und ihrer Gegnerin fiel auch nichts ein. Luisa löste zunächst das Minderbauernproblem am Königsflügel auf ihre Art, dann gab es einige ungenaue Königszüge ihrer Gegnerin, die mit einem groben Patzer auch noch ihren Turm einstellte. Zwei Türme gegen zwei Springer war dann nur noch für Luisa lustig und als sie gewann musste ich sie wieder etwas drücken.
Lor hingegen machte am 4. Brett dort weiter, wo sie gestern geendet hatte. Mit meiner Sizilianisch-Empfehlung kam sie erstaunlich gut zurecht, gewann Material (9 BE mehr) und griff mutig an. Mehrmals konnte sie, zweizügig mit Läufer, Springer, Dame und Turm, Matt setzen. Lor hatte zwei Türme mehr. Doch da war wieder eine gewisse Angst und ihre Gegnerin, Alishah Ali, setzte auf einen Mattangriff. Und Lor übersah tatsächlich dann auch das einzügige Matt auf g7, was man mit 39. …Tg8 hätte verhindern können. Unglaublich.
Zuvor hatte auch Kira verloren. Und auch zu dieser Partie einiges geschrieben werden: Kira hatte im 11. Zug lang rochiert und ihre Gegnerin, Anni Winkler (DWZ: 1405), spielte stark auf die lange Rochade und gewann dabei eine Figur. Dann tauschte Kira, in schlechterer Stellung, vielleicht zu schnell die Damen. Zwei schwarze Türme auf der 2. Reihe und ein Freibauer auf g3 waren dann zuviel. Somit also statt 2:1 nun 1:2 gegen uns und wenig Hoffnung, weil zu schnell auch an Brett 1. Auch hier mit dem negativen Ergebnis, dass Flora mit einer Figur weniger spielte. Flora kämpfte, doch die Gastspielerin, Lene Marie Lange, gab diesen Vorteil nicht mehr ab und setzte im 67. Zug sogar Matt. Zum zweiten Mal eine ärgerliche und unnötige Niederlage. Komme nochmal darauf zurück.
Bei der Siegerehrung gab es dann sehr viele Medaillen, Urkunden und Pokale. Zuerst für alle Trainer (einen Stern) nach Magdeburger Vorbild mussten alle nach vorn. Da stand Sachsen-Anhalt übrigens mal zusammen! (3 mal nebeneinander!) Wir wurden dann als 16. geehrt. Im Ersatzspielerturnier wurden Lor und Mathilda 13. Ich bedankte mich noch persönlich bei den Verantwortlichen, die zum Gelingen des perfekt organisierten Turniers beigetragen haben!
Gegen 15.30 Uhr mussten wir die Jugendherberge verlassen. Ein Großtaxi holte uns ab. Der Fahrer hatte zuvor die Kinder von SK König Plauen gefahren. Flora: „Gegen die haben wir verloren…“ Sagt doch der Busfahrer: „Loser!!“ zu uns! Eine Unverschämtheit! Hat der überhaupt Ahnung vom Schach? Und dem hat Herr Greither auch noch Trinkgeld gegeben!
Nach einer Stunde auf dem kalten Bahnhof in Neumünster ging es, ein bischen unzufrieden, zurück nach Hause.
Ich bedanke mich bei den Eltern, die mich so toll unterstützt haben.


