Norddeutsche Vereinsmeisterschaft u12 2020 in Magdeburg

Der 1. Tag, 05. September 2020

Nachzutragen ist noch, dass sich die Mannschaft vorgenommen hat, den Setzlistenplatz zu erreichen. Wobei das mit der Qualifikation für die DVM (wieder in Magdeburg?) könnte wieder kurios werden (Siehe Vorjahr! Ich sage nur Freiplatz). Aber da fließt noch viel Wasser die Elbe und die Saale herunter. Erst mal SZ Bemerode (aus Niedersachsen), an Nummer 2 gesetzt, also ein Top-Team, übrigens mit einem Deutschem Vizemeister (u10/ 2019) am Brett 1.
Der erste Wettkampftag begann dann mit Hände desinfizieren, also fünfmal sprühen, dann musste ich den Wettkampfraum verlassen. Aber Achtung wegen der Pfeile! Einbahnstraße!
Im wesentlichen in eine Richtung verlief dann auch der Wettkampf gegen die Niedersachsen. Als erster beendete Frederik seine Partie gegen Katharina Bangiev nach etwa zwei Stunden. 16 Züge lang ganz gut, dann der Fehler (eingestellter Läufer im 19. Zug) und nach Dameverlust (gegen Turm) klar unterlegen. Ähnlich ging es Georg Spinka gegen Alessandro Gärtner, auch einem Teilnehmer der letzten DEM (31./ AK u9 2019). Ungenaue Züge, viele gegnerische Drohungen und zum Schluss das übersehene Matt in 1 und es stand 0:2. Georg muss man zu Gute halten, dass er ständig eigene Pläne hatte.

Marek

Marek

Am interessantesten war wohl die Partie von Marek an Brett 3. 114 Züge in etwas mehr als drei Stunden sind rekordverdächtig. Mit wenigen Abweichungen kam die Vorbereitung aufs Brett und Marek hielt ganz gut mit, spielte aktiv. Zum Schluss geriet er in ein Endspiel mit drei Bauern und je einem Springer, griff am Königsflügel mutig an, war aber am Dameflügel hoffnungslos unterlegen. Trotzdem weist mein Computer im 53. Zug ein Plus von 1,01 für Marek aus. Trotz eines falschen Königszuges 57. Kc5? war die Partie immer noch Remis. Doch im 63. Zug kam dann der wirkliche Verlustzug Marek bot noch fünfmal an, doch immer ging die Partie, ein Dameendspiel mit Minderbauern, weiter und am Ende wurde Marek mit Dame und König Matt gesetzt.

Jaron

Jaron

Viel Spaß dürfte Jaron seine Partie am Spitzenbrett nicht gemacht haben. Der weiße Druck war sehr stark und zu eigenen Ideen, geschweige denn zu eigenem Spiel kam Jaron nicht. Schließlich gab er, nach dreieinhalb Stunden, kurz vor dem Matt auf. Also 0:4 und trotzdem war ich nicht unzufrieden. Gegner Nr. 2 heißt nun SV Werder Bremen.
Der Wettkampf gegen die Bremer begann eigentlich ganz gut. Nur Frederik hatte so seine Problemchen, wieder gegen eine „junge Dame“. Theresa Schube war mit Weiß zunächst sehr defensiv eingestellt und ließ kein richtiges Spiel zu. Frederik gefiel das nicht so recht und so fragte er, nach 50 Minuten, als erster: „Darf ich Remis anbieten?“ Doch er musste weiterspielen.
Marek hatte inzwischen gegen Jurek Günther alle schwarzen Versuche abgewehrt und griff am Dameflügel an. Ergebnis waren zwei verbundene Freibauern und nach 90 Minuten erkämpfte Marek den ersten Punkt hier für unser Quartett. Doch Freddys Stellung verschlechterte sich weiter. Ein starker Springer lähmte im Zentrum alle schwarzen Möglichkeiten. Im 40. Zug stellte Frederik dann den Läufer ein und ich riet wenig später zur Aufgabe. Doch Freddy ließ sich noch 20 Züge das Matt zeigen. Es stand 1:1 und mein Blick ging zu den vorderen Brettern. Bei Georg ging es zunächst ruhig zu, mehr los war bei Jaron. Der hatte seinen Gegner im Griff, musste eine Mattdrohung abwehren. Im nächsten Zug übersah sein Gegner, Mattes Detjen (DWZ: 1140), eine Springergabel mit Turmverlust, drei Züge später fing Jaron noch die Dame und es stand 2:1 durch die beiden Weißsiege nach ca. zwei Stunden. Georg stand nun in der Verantwortung für die Mannschaft. Doch seine Lage gegen Tim Zimmer war eigentlich verzweifelt. Ständig musste er auf Drohungen achten und dann die wenige Zeit. Ein gefesselter Springer machte ihm die meisten Sorgen. Doch Georg kämpfte, fand Lösungen, es wurde dramatisch. Dreieinhalb Stunden lief die Partie, auf Georgs Uhr standen wieder einmal nur 42 Sekunden, immer am Rand des Blättchenfalls und mit viel Druck. Ein falscher Damezug brachte dann das Ende. Er durfte aufgeben und war bitter enttäuscht. Schade um eine starke kämpferische Partie von Georg gegen einen starken Bremer Gegner und nur ein 2:2 und damit ein Mannschaftspunkt für unser Quartett. Dem folgten vier Stunden Auswertung. Wir hoffen morgen auf Besserung, wenn es dann gegen SC Borussia Berlin Lichtenberg geht.

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