Norddeutsche Vereinsmeisterschaft u14 2020 in Magdeburg (14.09.)

Der 2. Tag, 11. September 2020:

In der Vormittagsrunde musste unser Quartett gegen SZ Bemerode antreten. An allen Brettern trafen unsere Vorbereitungen zu. Mit einem schnellen Erfolg von Joris mit Schwarz Constantin Raschke nach knapp einer Stunde startete unser Quartett sehr erfolgreich in den 2. Tag. Im Mittelspiel gewann Joris eine Leichtfigur und anschließend, durch die „Berührt-Geführt“-Regel, eine Qualität. Mit einem Turm mehr ging die Partie nicht mehr lange. Das war die Führung für unsere Mannschaft.

Anton

Anton

Ein weiterer Punkt kam von Anton, der mit Weiß gegen Vitus Rehbein sicher gewann. Antons Gegner vernachlässigte seine Entwicklung, was von Anton konsequent ausgenutzt wurde. Die Partie dauerte nur 22 Züge und ein Zug vor dem Damenverlust gab Schwarz auf.
Am dritten Brett gelang Nelly ein kleines Wunder, indem sie ein völlig verlorenes Endspiel gegen Jonas Möhring halten konnte. Im Mittelspiel verlor sie ihren Springer, der am Brettrand plötzlich keine Felder mehr hatte. Nach dem Abtausch aller Schwerfiguren ging es in ein Bauernendspiel mit einem Springer mehr für den Bemeroder. Durch eine unsachgemäße Behandlung des Bauernendspiels seitens Schwarz konnte Nelly den halben Punkt retten.
In der letzten Partie der Runde fuhr Charlotte mit Schwarz einen weiteren Sieg ein. Gegen Anton Bangiev stand sie von Beginn an im positionellen Vorteil, den sie in drei Mehrbauern umwandeln konnte. Nach dem Abtausch der Damen und Türme war die Partie endgültig zu unseren Gunsten entschieden.
Somit ein deutlicher Sieg mit 3,5 zu 0,5 Punkten und Erwartungen auf ein Aufeinandertreffen mit der KSV Rochade Göttingen. Aber das Los entschied anders…
In der Nachmittagsrunde hieß unser Gegner USC Magdeburg, ein wenig geliebtes Landesduell. Es kam wieder unsere Vorbereitungen aufs Brett und Anton traute sich sogar einen erneuten Sieg am Spitzenbrett gegen Michael Pikalow zu. Aber der Reihe nach:
Nach etwa zwei Stunden Spielzeit eroberte Nelly mit Schwarz gegen Jonathan Rabenstein einen weiteren vollen Punkt für unser Team. Sie gewann nacheinander zwei Bauern und zwang durch die anhaltende Initiative den Gegner, die Qualität abzugeben. Weiß unternahm einen letzten Versuch, die Partie durch ein Dauerschach halbwegs zu retten, aber Nelly wehrte es ab und erzwang den Damentausch. Daraufhin gab ihr Gegner auf.
Eine abwechslungsreiche Partie spielte mit den weißen Steinen Joris gegen Maximilian Dietz. Joris setzte die Eröffnungsvorbereitung um, verlor dann aber einen wichtigen Zentrumsbauern nach dem anderen. Nach dem Übergang ins Turmendspiel hatte Schwarz, mit drei Bauern mehr, eine gewonnene Stellung auf dem Brett. Maximilian spielte es aber nicht genau und lies Joris tatsächlich eine Chance zum Ausgleich. Joris schaffte den Rückstand auf einen Bauern zu verkürzen, fand dann aber nicht die genauen Züge und verlor schließlich.
Eine ebenfalls abwechslungsreiche Partie spielte Charlotte mit Weiß gegen Robin Schiffner. Schon in der Eröffnung verlor sie einen Bauern und stand zwischenzeitig deutlich auf Verlust. Ihr gelang es aber, den Bauern wieder zurückzugewinnen. In einem Endspiel mit Turm und Leichtfigur verpasste sie sogar zwei Gewinnchancen. Die Partie endete dann mit dreifacher Zugwiederholung.
Die letzte Partie des Tages spielte Anton. Er entschied sich mit Schwarz gegen Michael Pikalow eine neue Variante auszuprobieren und das mit Erfolg. Anton kam ganz gut aus der Eröffnung raus, ehe für beide Spieler schon vor dem 20. Zug die Zeitnot begann. Weiß verbesserte nach und nach seine Stellung,  während Anton zu keinem Befreiungsschlag kommen konnte. Am Ende entschied die Partie die eingedrungene weiße Dame, sowie die offene a-Linie, über die ein stark spielender Michael Pikalow mit seinem Turm in Antons Stellung herein kam.
Am Ende war es nach fast 5 Stunden Spielzeit eine bittere Niederlage, welche durchaus ein Remis hätte werden können. Aber so ist Schach…
Morgen früh wartet auf unseren Verein das Team der Schachzwerge Magdeburg, die bislang dezimiert antreten musste, allerdings morgen von uns in voller Mannschaftsstärke erwartet wird. Eine weitere schwere Aufgabe für unsere U14-Kinder.

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