Norddeutsche Vereinsmeisterschaft u14 2020 in Magdeburg (14.09.)

Der 4. Tag, 13. September 2020:

Nach dem Frühstück wurden die Eröffnungsvarianten von unseren Gegnern nochmal wiederholt und anschließend die Koffer gepackt und Zimmer geräumt. Pünktlich um 8.30 Uhr begann für unser u14-Quartett die letzte Runde gegen SK Lehrte. Auf dem Spiel stand die mögliche direkte Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft im Dezember. Vorausgesetzt, dass die Konkurrenz in den Parallelspielen verliert. Ein weiteres Mal gelang es uns die Eröffnungen von den Gegnern fast an allen Brettern richtig vorherzusagen. Nur bei Anton lagen wir etwas daneben.
Wie so oft bei diesem Turnier war Joris als erster fertig. Er unterlag mit Schwarz gegen Justus Bornemann. Joris setzte die Vorbereitung um und begann danach selbständig zu spielen. Leider folgten gleich die ersten Fehler. Joris missachtete die gegnerischen Drohungen auf der h-Linie und geriet unter starken Angriff. Es folgten materielle Verluste und das Matt im 39. Zug.
Der Rückstand vergrößerte sich als Charlotte mit schwarzen Steinen gegen Karl Diederichs unterlag. Bei einem Abtausch übersah Charlotte, dass der Gegner ihren Springer auf f6 zwischen schlagen und somit ihre Königsstellung aufreißen konnte. Danach war die schwarze Bauernstruktur nachhaltig geschwächt und Weiß nutzte das geschickt aus. Charlotte verteidigte sich über mehr als 30 Züge und musste schließlich aufgeben, als das unabwehrbare Matt drohte.
Es liefen noch zwei Partien und auf beiden Brettern standen unsere Spieler bereits auf Gewinn. Somit hatten wir Hoffnung auf ein Unentschieden. Als nächste war Nelly fertig, als sie eine neue Dame bekam und alle schwarzen Bauern abräumte. Das Spiel gegen Jannik Kieselbach (jüngerer Bruder) verlief zunächst sehr geschlossen. Nellys Gegner unternahm einen Durchbruchsversuch und ihre Fantasie war gefordert, um die schwarzen Bauern aufzuhalten. Nelly fand die richtige Abwicklung, gewann einen Bauern und opferte anschließend ihre Steine für einen Freibauern, der das Spiel entschied.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Anton einen Mehrbauern und eine gewaltige Initiative. Er spielte mit Weiß gegen Marvin Kieselbach (älterer Bruder) und wurde mit der Wahl der Untervariante der französischen Verteidigung leicht überrascht. Nichtsdestotrotz fand Anton die beste Fortsetzung und setzte seinen Gegner von Beginn an unter starken Druck. Schwarz gelang nicht seine Figuren zu entwickeln und schon gar nicht zu rochieren. Anton gewann zunächst einen Bauern, dann tauschte er die Damen ab und ging in ein gewonnenes Turmendspiel über.
Ein Mannschaftspunkt war gerettet, aber eine direkte Qualifikation für die DVM war damit nicht möglich. Das erste Turnier nach einer längeren Pause hat gezeigt, wie schnell die Spielklasse verloren gehen kann. Die Mannschaft erreichte mit 7 von 14 möglichen Punkten (und mit 15 von 28 Brettpunkten) den 10. Platz. Die beste Spielerin in der Mannschaft wurde Nelly mit ihren 5.5 aus 7 Punkten.

Mannschaft

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